2013-09-23. MALHEUR #18.

Mal sehen, wie lange die vor neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden in die Packstation –welche mehrmals am Tag zwecks Befüllungen und Leerungen zugleich angefahren werde, heißt es– gelegte Paketsendung dort liegenbleibt.

Hier die Paketverfolgung 19 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

»Mehrmals am Tag« war mal Ansage der DHL-Hotline. Dann müssen die in den bevorstehenden 5 Stunden aber oft hinfahren, um nicht gelogen zu haben. Damit hat die Post gelogen. Seit neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden liegt das Paket dort in der Packstation, ohne abgeholt worden zu sein.

ERGÄNZUNG 2013-09-24:

Also. Nach rund siebenundzwanzig Stunden wurde das Paket nun aus der Packstation entnommen und drei Zigarettenlängen später sogar ins Auto gelegt, der Paketverfolgung nach zu urteilen. Der nächste Schritt werde der Transport in das von der Packstation 3,3km entfernte Paketzentrum sein, heißt es. Und zwar seit jetzt über sechs Stunden?! Seit Einlegen des Pakets in die Packstation sind 31 Stunden vergangen. In dieser Zeit hätten mehrere Fahrzeuge das Paket auflesen sollen. Ach, und: »Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.« M-hm? Das Paket ist in Hamburg/Lokstedt auf den Weg gebracht worden und nach 33 Stunden noch nicht einmal in Hamburg/Altona! Wie kommt die DHL auf die Idee, es hätte heute tagsüber schön in Berlin/Wedding sein können? Das wäre ja eine Durchschnittsgeschwindigkeit des gelben Zustellungswesens von 11,83km/h! Ja, ich rechne jetzt die tatsächliche Durschnittsgeschwindigkeit des Paketes seit Einlegen in die Packstation aus: 0,1km/h. Das ist ein Hundertelftel, als Zahl ⅟₁₁₁, bzw. 0,9% der für das Versprechen notwendigen Geschwindigkeit. Dies ist ein Meßfehler um neunundneunzig Prozent des Soll-Wertes und um elftausendeinhundert Prozent des Ist-Wertes.

Hier die Paketverfolgung 33 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:

Hackt’s????

Es sind jetzt 45 Stunden vergangen, seit ich das Paket, welches »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, in die Packstation gelegt habe, und das gelbe Versandwesen hat es immernoch nicht einmal bis Altona geschafft? Altona wäre ein rundes Hundertstel der von diesem Paket zurückzulegenden Gesamtstrecke, und schon dafür braucht es bisher über 45 Stunden! Das wären ja 163 Tage bei diesem Schnitt, den das Paket brauchen könnte!

Bis hier bewegte sich das Paket mit einer Langsamkeit von 0,073km/h.

Hier die Paketverfolgung 45 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:

Es sind jetzt zwei volle Tage und eine halbe Stunde vergangen, seit das Paket »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, und das Paket hat es endlich geschafft, seine erste Etappe von 3,3km zurückzulegen. 282km stehen dem Paket noch bevor.

Bei den bisherigen 0,068km/h liegt die Befürchtung nahe, daß das Paket erst in 173 Tagen, das wäre der siebzehnte März 2014, ankommt. Das ist in fast einem halben Jahr.

Hier die Paketverfolgung 48,5 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-26:

Kaum hat das Paket nach etwa 60 Stunden Hamburg verlassen, wurde es binnen weiterer nur 9 Stunden in Berlin/Wedding bei einem Nachbarn der Empfängerin hinterlegt. Das Paket hat jenseits Hamburgischer Stadtgrenzen, so scheint es, sehr plötzlich um den Faktor 182 beschleunigt: von bis dahin 0,167km/h auf 30,22km/h. Wenn das mal gesund ist.

2013-09-06. MALHEUR #16.

In Fortsetzung zu »MALHEUR #0.« und in verblüffender Ähnlichkeit zu »FREUND #2.« hat es vor wenigen Minuten an meiner Tür geklingelt. Ich betätige den Summer. Nichts passiert. Ich stehe an meiner offenen Wohnungstür. Summe erneut. Nichts passiert. da höre ich ein Piepsen in der Treppenhaus-Etage unter mir.

Ich frage: »Halloo?«

Kommt ein gelb gekleideter Zusteller um die Ecke gelaufen, winkt mir kurz zu und stammelt, daß alles in Ordnung sei, er habe es unten abgeben können.

WARUM KLINGELT ER DANN »ERSATZWEISE« BEI MIR?!

2013-09-04. MALHEUR #15.

»Brieflaufzeiten

Täglich stellen wir bundesweit rund 64 Mio. Briefe zu. 95%* davon erreichen bereits nach einem Tag ihr Ziel – ein Spitzenwert, auch im internationalen Vergleich.

* Durch ein unabhängiges Qualitätsforschungsinstitut werden die Sendungen gemessen, die uns während der Annahmezeit oder bis zur letzten Briefkastenleerung erreichen und einen Tag nach der Einlieferung beim Empfänger ankommen.«
[Quelle]

Ich bin 0,00003125 0,0000015625 0,000000078125%*. >

* In meinen unabhängigen Briefkasten oder der DHL-Packstation werden nur die Sendungen gesteckt, die eine gute Reifezeit an unbekanntem Ort luftgetrocknet oder abgehangen wurden. Zur Zeit warte ich seit dem Mittwoch dieses Beitrages, das ist mittlerweile fünf sechs sieben zustellungsmögliche Tage her, auf einen Brief oben erwähnter Laufzeit, der leider auf den gelben Weg gebracht worden ist. Wenn 95% am nächsten Tag zugestellt werden, dann vom Rest vielleicht wiederum 95% am darauffolgenden, von dem Rest weitere 95% am Tag danach und so weiter, dann gehöre ich rein rechnerisch zu elitären 0,00003125 0,0000015625 0,000000078125% der deutschen Bevölkerung, da es bei der Zustellung erst am inzwischen heutigen Dienstag Mittwoch Donnerstag immernoch nicht endlich geklappt hat. Rechnerisch bin ich 0,06 Bundesbürger! Rechnerisch passiert der Inhalt dieses Kapitels meines Blogs nur einmal in knapp 16 deutschen Einwohnerzahlen!
Wir können letztenendes für die 283km eine durchschnittliche Liefergeschwindigkeit von 1,97 1,68 1,47km/h bestaunen. Zufuß wäre ich am Freitag, also vor mittlerweile 4 5 6 Tagen, angekommen.

2013-08-19. MALHEUR #14.

Wie im vorigen Beitrag erwähnt, werden meine Emails an die DHL immer unhöflicher. Dieses ist die ichweißnichtwievielte und lautet so, weil es der vierte Unfall der Post und DHL alleine im Monat August war, und –in der Mail selbst habe ich mich verzählt– nicht die achte, sondern neunte in diesem Kalenderjahr.

»Allerwerteste DHL.

sagen Sie mal:

HACKT’S????

WERDEN SIE UNS IRGENDWANN EINE SENDUNG AUCH MAL ZUSTELLEN???!!!!

Vorgestern fragte ich Sie, ob Sie sozusagen die Erinnerungs-SMS, die Ihre tagelang systemabgestürzte Packstation mir schickte, wirklich ernstmeint haben können. Am selben Nachmittag, der fünfte Tag seit Ankunft der Sendung in dem Automaten, hat es dann auch geklappt, die Packstation war nicht mehr abgestürzt! Es war mein dritter Versuch und die SIEBTE PLEITE IHRES HAUSES BEI MIR IN ALLEIN DIESEM JAHR!!!

HEUTE:

Ich nehme mir frei, um einem nahenden Burnout vorzubeugen, und bei der Gelegenheit auf ein Paket zu warten, welches gestern laut Verfolgung um viertel nach vier nicht zugestellt werden konnte. OBWOHL ICH von dreizehn bis fast siebzehn Uhr ZUHAUSE WAR!!! ES HAT NICHT MAL GEKLINGELT!!!!

Es solle einen zweiten Zustellversuch geben!

Wo war denn der erste Zustellversuch???? Es hat gestern nicht an meiner Tür geklingelt!!! Was lese ich jetzt in der Verfolgung? nachdem das paket verladen wurde, um uns zugestellt zu werden, soll sieben stunden später EIN ZWEITER ZWEITER (ALSO DRITTER??!) ZUSTELLVERSUCH GESCHEHEN????

Wo waren denn der erste und zweite Zustellversuch????

HACKT’S?????!!!!! SIND SIE NOCH GANZ IN ORDNUNG???!!!

DAS IST DIE ACHTE SCHEISSE MIT MIR IN DIESEM JAHR!!!!!

DIE ACHTE!!!!!!

ICH VERSUCHE, EINEM BUNOUT VORZUBEUGEN, JETZT GLAUBE ICH FAST IN THERAPIE ZU MÜSSEN!!! TICKEN SIE NOCH GANZ SAUBER?????!

ich habe mir url https://spassmitderpost.de gesichert und plane, diese mit ihren acht geschichten dieses und diversen geschichten des letzten jahres zu füllen. dazu werden die unfassbaren geschichten kommen, die mir freudne erzählen, wenn ich mich bei denen über ihre machenschaften auskotze.

ich werd wahnsinnig.

eines meiner eigenen onlineshop-produkte soll gerade nach berlin. ich habe mich mit dem empfänger persönlich verabreden wollen, da ich der hamburger post es nicht zutraue, die sendung zuzustellen und am wochenende durch berlin fahren werde. treffen können wir uns leider nicht, aber ich werde die sendung mitnehmen und auf der durchreise IN BERLIN in einen briefkasten stecken, um das dreckige kompetenz-loch der post in hamburg zu umgehen!!!

diese mail mit allen angehängten mails, die mit jeder mail aggressiver wurden, zuerst aber noch halbwegs diplomatisch waren, gehen an die verbraucherzentrale.

ICH KOTZE!!!!!

ich kann mir kaum mehr verkneifen, wörter anzuwenden, die man seinen kindern zurecht verbietet. aber es wird nicht mehr lange dauern.

ich rate ihnen, alle telefonischen hotlines vom netz zu nehmen, bevor ich die telefonnummern herausfinde. wenn ich mit ihren mitarbeitern fertig bin, kündigen ihnen diese.

hochachtungsvoll«

ERGÄNZUNG 2013-08-22:

In der Paketverfolgung haben wir gestern gesehen, daß ein uns zweien völlig unbekannter Frauenname als Empfängerin unter unserer Adresse gelistet ist.

WIE BITTE?

nach zwei Anrufen in Hotlines durch uns UND einen Anruf bei der Hotline durch die Absenderin haben wir geklärt, daß der Name falsch sei, wir von der Absenderin auch ein Foto es Paketes haben, auf dem ganz klar der richtige GEDRUCKT draufstehe, der nicht im Entferntesten dem in der Paketverfolgung zu lesenden Namen ähnele.

Was sehe ich heute in der Paketverfolgung? Den falschen Namen.

WIE BITTE?

Der heutige Kollege, den erstmals ich selbst statt meiner Freundin am Telefon hatte, hat den Namen nun noch einmal korrigiert: Seine gestrige Kollegin hatte den falschen Namen zu demselben falschen Namen korrigieren lassen!!

WIE BITTE?

Dem jung klingenden Herrn am Telefon habe ich nicht verschwiegen, daß es mir sehr schwerfalle, ihn nicht anzubrüllen, nur weil ich wisse, daß er nichts dafür könne. Ich habe ihm erzählt, daß nur des Nichtbrüllens wegen meine vor mir auf den Tisch gepreßten gefalteten Hände gerade gelb und rot anlaufen vor Kraft, die ich aus meinenStimmbändern zu ziehen versuche. Ich sagte ihm, daß dieses die vierte Scheiße in alleine diesem einen Monat sei, die die Post und DHL mit meiner Freundin und mir anstellen, und ihm die Daten genannt. Ich habe ihm erzählt, daß das die elfte Scheiße ist, die sich die Post und DHL alleine in diesem Kalenderjahr mit mir leistet, und daß die teilweise geschäftsschädigend waren. Ich habe ihn gebeten, sich diesen Blog heute einmal durchzulesen, sobald er an einem Internetfähigen Gerät sitze.

HACKT’S????

ERGÄNZUNG 2013-08-22:

Das Paket ist da! Der einzig wirklich kooperativ und der einzige alles-dafür-in-bewegung-setzend-klingende Herr, mit dem wir bisher gesprochen haben, hat dem Zusteller meine Telefonnummer überlassen und ihm definitiv auferlegt, nahezu befohlen, kompromißlos diese Sendung heute zuzustellen, komme, was wolle, und es hat geklappt. Ich bin fassungslos. ich danke jenem Herren unter 0228 76367623 (DHL-Paketverfolgung), der anscheinend mehr inganggesetzt hat als irgendjemand anders, mit dem wir bisher telefoniert haben. Ich weiß nicht, woher er meine Nummer hat, vermute aber die oben in diesem Beitrag zitierte Mail, der ich meine Daten nicht vorenthalten habe. Ich begreife nicht, was nötig ist, um eine Sendung zum Empfänger zu kriegen, gleichzeitig danke ich Herrn [Name bekannt], daß er alles Nötige unternommen hat.

2013-08-09. MALHEUR #13.

Mein neuer Rechner benötigt natürlich einen internen Kartenleser, da ich für meine digitalen Kameras nicht jeweils NOCH ein Peripheriegerät per USB herumfliegen haben möchte. Ich hatte einst ein brauchbar Schnelles kaputtbekommen und dessen Ersatz war quälend langsam. Also nach dem Damaligen gegoogelt und natürlich auf ebay gefunden. Als Lieferadresse habe ich, mutig, meine Packstations-Adresse gewählt.

Sechs Tage nach Kauf, es ist Donnerstag, erhalte ich von dem Automaten die SMS mit einer einmalgültigen »mTAN«, daß eine Sendung abholbar sei.

Meine Email an die DHL wird am fünften Tag jedoch dieses. Ich werde zugegebenermaßen mit jeder Email unhöflicher. Dies ist nicht die erste:

»Allerwerteste Mitarbeiter der DHL.
Die telefonischen Kontaktmöglichkeiten der DHL verschwinden langsam aber zusehends aus den Ergebnis-Seiten der Suchmaschinen, eine letzte Gefundene verbindet mich nur noch mit einer Automatik, die mein Problem nicht aufzählt und mich auflegen läßt. So benutze ich einfach wieder einmal die Adressen, die ich letzten Monat benutzt habe. Vielleicht ist ja eine Richtige dabei.
Die siebte Pleite, die sich die DHL und Post gemeinschaftlich bei mir in diesem Jahr geleistet haben, steht mir bevor.
Seit Tagen versuche ich, eine Sendung aus der Packstation abzuholen, aus welcher sie nach rund einer Woche des Nichtabholens bekanntlich zurückgesandt wird.
Der Touchscreen ist im hübschem weißrotgelb gestaltet, ein Foto davon habe ich dieser Mail angehängt, aber komplett ohne auch nur einen einzigen Buchstaben außer der DHL-Grafik und ohne jede Reaktion auf Berührungen. Das Einführen der Kundenkarte hilft auch nicht. Ein glatter Systemabsturz. Kann ja mal passieren. Aber seit Tagen?! Ich habe schon eine Erinnerungs-SMS bekommen und dachte, ach Mensch, dann ist ja bestimmt die Packstation wieder am Laufen! Nein. Ist sie nicht.

Sorgen Sie dafür, daß meine Sendung, verdammt nochmal, NICHT WIEDER zurückgesandt wird und die verdammte Packstation 180 in 22529 Hamburg endich neugestartet wird! Merkwürdigerweise brauche ich manche der Sachen, die ich online einkaufe, die mir die DHL und die Post seit Beginn dieses Jahres auf kreativste Weisen immer wieder für Tage bis Wochen vorenthalten.
Sieben gelbe Pleiten in 2013. Das ist fast jeden Monat eine! Wissen Sie, daß das Bafög-Amt meine Freundin bat, die Formulare persönlich vorbeizubringen, da das Amt der Post nicht mehr traue? Wußten Sie, daß meine Freundin einen Krankenattest PER VELO zu ihrer Berufsschule 17km von unserer Wohnung entfernt hinradelt, weil sie der Post mißtraut? Wußten Sie, daß ich mittlerweile Produkte meines Onlineshops an Kunden in meiner eigenen Stadt während meiner eigenen Arbeitszeiten als Radkurier selbst ausliefere, weil die Post es zu oft nicht hinbekommen hat? Wußten Sie, daß ich Post für meine Krankenkasse, Finanzamt oder sonstiges Wichtiges auch selbst dorthinbringe? Lieber weniger Umsatz aufgrund von Privatsachen als Verlust von Essentieller Post! Sie haben in diesem Jahr so viel SCHEISSE mit mir und meiner Freundin gebaut! Es ist nicht zu fassen!!

Hochachtungsvoll.«

2013-08-05. MALHEUR #12.

Man kennt mich seit einigen Jahren in Zivil mit meist schwarzer »Cuba«-Mütze. Meine damals erste von einem Flohmarkt war mir einst im Zug liegengeblieben und ich fand auf ebay eine Neue. Nach Jahren hatte ich nun auch die Nächste vor wenigen Tagen verloren. Sie war aber auch schon gut zerrupft, also eh Zeit für eine Neue.

Auf ebay fand ich die gleiche Mütze im sogar selben ebay-Shop wieder, in dem ich damals den Ersatz gekauft hatte. Das ist ja toll! Versand als Warensendung. Hmpf. Muß ich bestimmt die maximal acht Tage warten.. Die schnellen zwanzig Stunden, die meine Warensendungen damals schnellstenfalls geschafft hatten, klappen bei MIR ja bestimmt nicht.

Richtig. Am neunten Tag schreibe ich dem Ebayverkäufer:

»Ich habe zwar eine halbe Stunde nach diesem ebay-Kauf meine verlorene Mütze wiedergefunden, aber ich würe mich dennoch total freuen, diese hier demnächst nochmal zu kriegen, da die alte Wiedergefundene sich zudem langsam auflöst. […] Ich hoffe nun, daß NICHT die Post schon wieder ins Klo gegriffen hat – und Kosten entstehen, die der gelbe Laden angeblich nicht zu ersetzen braucht (kann ich mir juristisch nicht erklären) SONDERN, daß die Mütze vielleicht noch nicht versandt wurde..? Das kleine Paketsymbol in meiner ebay-Übersicht ist auch nich nicht markiert. Ich würde mich freuen, wenn die Mütze versehentlich noch bei Ihnen liegt statt irgendwo im nirgendwo bei der Post.. Ich drücke uns die Daumen, daß mir nicht wegen der Post wieder der Kragen platzt. […]«

Falsch. Seit neun Tagen war die Mütze unterwegs. Zu dem Zeitpunkt wäre ich zufuß schon doppelt so schnell gewesen, für die 586 Kilometer brauchte die Post schon mindestens 9 Tage. Zum Glück hatte ich die ›verlorene‹ Mütze natürlich wiedergefunden.

Am zwölften Tag schuf Post die Zustellung. Und sie sah, daß das Wut war.

2,03km/h. Zufuß wäre ich am Ende dreimal so schnell gewesen.

2013-08-01. MALHEUR #11.

»Na, war die Heimfahrt sehr anstrengend? Danke für die Postkarte«? Nein.

Eine rührend liebe Nachbarfamilie war mitsamt zwei- und fünf-jährigem Nachwuchs im Urlaub auf Fehmarn und schrieb uns laut Poststempel am ersten August eine Postkarte. Mitte August treffen wir sie vor dem Haus, am 11. August waren sie zurückgekommen.

Die Postkarte kam wenige Tage später bei uns an.

Zwei Wochen für 144 Kilometer sind 0,42km/h und ein Vierzehntel meiner Fußgehschwindigkeit.

2013-06-29. MALHEUR #9 und #10.

Meine Freundin möchte für eine unentgeltliche Berufsausbildung schulisches Bafög beantragen. Hierfür werden diverse Formulare und Nachweise benötigt.

Interessanterweise empfiehlt der Mitarbeiter der zuständigen Behörde, Formulare selbst vorbeizubringen statt sie mit der Post zu schicken, da diese wichtigen Briefe zu oft nicht ankommen.

Wir bringen alle Formulare und Nachweise selbst zur Behörde. Alle außer eines Nachweises, den der in Bukarest wohnende Vater per Post schicken muß. Moment, per Post? Au weia. Na, wenn das mal gut geht.

Nach drei Wochen regelmäßigen Fragens sind keine Nachweise aus Bukarest eingetroffen. Mürrisch wird Vater gebeten, es noch ein zweites Mal auszufüllen und loszuschicken.

Nach weiteren drei Wochen wird klar, daß auch dieser Brief niemals ankommen wird. Von der Behörde kommt der Vorschlag eines Provisoriums, welches angesichts der postalischen Umstände, die man dort gewohnt sei, einmal genehmigt werden könne: Einscannen der Formulare, emailen, ausdrucken, und persönlich vorbeibringen.

Der Bafög-Antrag ist nun endlich in Bearbeitung, keiner der Briefe von Ende Juni und Mitte Juli sind bislang bei der Behörde eingetroffen.

2013-06-26. MALHEUR #8.

Ich hatte am Mittwoch, den 26.6.2013 eine Bestellung in Winsen/Luhe getätigt, wo die Bestellung am morgigen Donnerstag auf den Weg gebracht wurde. Ich dachte, daß am Freitag oder Samstag das Stück bestimmt in meiner Packstation sein würde und ich wiederum meinen eigenen Kunden vor meinem einwöchigen Urlaub beglücken könnte.

Am Freitag, den 28.6. um 15:57 steht in der Sendungsverfolgung, das Paket werde »manuell nachbearbeitet«, der nächste Schritt sei, daß es in meine Packstation gefahren werde. Wie schön! Dann kommt es ja am Samstag in den Automaten und ich kann am Sonntag meine eigene Ware ausliefern! Ohne weitere Ergänzungen sah ich die »manuelle Nachbearbeitung« allerdings nicht nur am Freitag, sondern auch am Samstag, am Sonntag, am Montag und am Dienstag. Inzwischen war es Juli geworden und ich steckte mitten in meinem Kurzurlaub. Sehr bedrückt habe ich in diesen fünf Tagen immer wieder meinem eigenen Kunden den Link zu der Sendungsverfolgung geschickt und mich zutiefst bei ihm entschuldigen müssen. Immer und immer wieder. Es wurde mir immer peinlicher.

Am Dienstag nachmittag, am fünften Tag der »manuellen Nachbearbeitung«, war plötzlich das Paket verladen worden und es stand geschrieben, es werde jetzt in die Packstation gefahren! Juchuh! Habe ich meinem Kunden gleich geschrieben. Dann könne ich das Paket ja am darauffolgenden Sonntagabend, wenn ich aus dem kurzen Urlaub zurück sei, abholen, die Ware fertignähen und ihm gleich am Montag überreichen, da er tatsächlich fast in meiner Nachbarschaft wohne! Juchuh.

Keine Stunde später will ich diese Nachricht meiner Freundin zeigen, daß die DHL es endlich geschafft habe, die Sendung »manuell nachzubearbeiten« (was heißt das?!) – und sehe da die Meldung, daß das Paket nicht den Versandbedingungen entspreche und zum Absender zurückgehe??! NEIN!!! Es war so kurz vorm Ziel!!

Von Dienstag, dem 2. Juli um 17h-etwas an, wurde das Paket nun WIEDER »bearbeitet«. Der Absender aus Winsen/Luhe hatte mir inzwischen angeboten, der Katatsrophe im Hause der DHL zufolge dasselbe Paket ein zweites Mal zusammenzustellen und mir ein zweites Mal zu senden zu versuchen, da er auch nach drei Tagen ihrer Entscheidung, es zurückzusenden, noch NICHTS von der DHL gehört, gelesen oder bekommen zu haben schien.

Am Sonntag, den 7. Juli, ergo 12 Tage seit Bestellung und 11 Tage seit Lossenden des Paketes, steht immernoch als aktuellster Status, daß das Paket in Hamburg »bearbeitet« werde.

Wie bitte?

Das ist jetzt eine weitere große Pleite, die die Post und DHL alleine in diesem Kalenderjahr und alleine nur mich betreffend zustande gebracht hat. Das zweite Mal von Versendern zu mir und außerdem schon dreimal von mir zu meinen Kunden. Allein im Jahre 2013.

»Ist das Ihr Ernst?

Ich frage:

Was zum Teufel ist mit dem Paket passiert? Wieso entspricht es nach 35 Kilometern Strecke in sage und schreibe 6 Tagen, gleichzeitig seit nur noch anderthalb Kilometern vor dem Ziel ›nicht mehr den Versandbedingungen‹?

Wieso benötigen Post und DHL inzwischen mehr als zwölf Tage, um 73km zurückzulegen?«

2013-04-01. MALHEUR #6 und #7.

Es war der erste April des Jahres 2013. Zwei verschiedene Bestellungen meines eigenen kleinen Onlineshops galt es, beide nach Berlin zu senden. Ich suchte mir eine Paketbox und füllte die zwei Warensendungs-Schachteln dort hinein.

Beiden Käufern teilte ich dieses mit und erzählte, daß in all meinen bisherigen zirka zweihundert bis dreihundert Sendungen die Versanddauer der Warensendungen schnellstenfalls zwanzig Stunden, langsamstenfalls acht Tage gezählt habe.

Nach zehn Tagen die erste Email, daß die Sendung noch nicht da sei. Den anderen Käufer fragte ich selbst. Beide Sendungen nicht angekommen. Bald stellte ich Nachforschungsanträge online mit allen möglichen Details. Als Antwort bekam ich per Post am zweiundzwanzigsten Tag der Versände Frage-Formulare und die Bitte, ich möge Fotos der vermißten Inhalte beilegen.

Am dreiundzwanzigsten Tage bekam ich die erste Meldung aus Berlin, daß die Ware dann doch angekommen sei. Die andere Sendung war bis dahin immernoch spurlos, Inhalt war der geliebte Gürtel eines Fünfjährigen.

Drei Tage später kam auch dieser an.

Dreiundzwanzig Tage und sechsundzwanzig Tage für zirka 300km sind ein Schnitt von 0,54km/h und 0,48km/h. Ich wäre zufuß zwölfmal so schnell gewesen.

2013-03-02. MALHEUR #5.

Mit dem Nichtfinden des Paketes aus der Packstation durch die DHL (siehe »DREI«) hat eine unbezahlte Rechnung auf Umwegen zu einer Sperrung meines Paypal-Kontos geführt. Als Inhaber eines und als Betreuer eines zweiten Onlineshops ist das ein ziemlicher Mist. Vor allem, wenn man dann auf hauseigene Mittel der Post zurückgreifen muß, um Pakete zu frankieren: Postpay.

Als Besitzer eines Packstations-Accounts registriere ich mich also bei Postpay. Alles ist gut. Login auf Postpay funktioniert aber nicht, weil auf meine Benutzerdaten drei Accounts bestünden und ich diese doch bitte ganz »einfach mit drei Klicks« zusammenführen möge.

»Ihre Kundenkonten bei MeinPaket.de und Paket.de sind zusammengeführt.
Bitte versuchen Sie sich erneut bei MeinPaket.de einzuloggen. Sollten weiterhin Probleme auftreten, melden Sie sich bitte erneut bei uns.«

Nun. Dann melde ich mich mal. Ich habe einfach Screenshots gemacht.

Versuche ich tatsächlich, mich mit meiner Postnummer woanders anzumelden als unter paket.de (dort klappt es wohl), bekomme ich weiterhin diesen Hinweis:

welcher, nach Angabe meines unter paket.de laut DHL-Kollegen unter der Telefonnummer 0228 / 28609850 dafür hilfreich einzustellenden Paßwortes, dennoch hierin endet:

Versuche ich, wie die Kollegin des Kollegen unter eben jener Telefonnummer beim zweiten Anruf mir riet, mit einem völlig neuen, unabhängigen Postpay-Account mit einer unbekannten Emailadresse und bislang unbekannten Kreditkarte und keiner Verwendung meiner Postnummer zu bezahlen, um die ZWEI VERDAMMTEN PAKETE endlich frankiert zu bekommen, die zwei Kundinnen meines Onlineshoppes verdammt nochmal seit Freitag abend versandt zu bekommen erwarten, dann kommt dies:

Diesen merkwürdig selten gefragten ›SecureCode‹ habe ich vor Jahren mal vergeigt aber nie wieder gebraucht. Auch dafür hing ich gestern, diesmal bei der Deutschen Bank, an einer Hotline und habe ihn entsperren lassen. An meiner Kreditkarte kann es also nicht mehr liegen, die ist zahlfähig.

Mein Paypal-Konto ist wie gesagt gesperrt, was ohne die Fehlleistung der DHL bis in den Februar hinein nicht passiert wäre. Paypal droht mir sogar schon mit einem Inkasso-Unternehmen.

Mir scheint gerade jede Möglichkeit verwehrt, diese zwei verdammten Pakete online zu frankieren.

Ich habe Samstags einen ganzen Nachmittag lang geflucht und geklickt und die DHL angerufen und geklickt und geflucht und die DHL nochmal angerufen und weitergeklickt, wieder geflucht, meine Bank angerufen, geklickt, geflucht und aufgegeben, weil nichts klappt, aber diese Zusammenführung der Accounts unweigerlich notwendig scheint, nur weil ich EINMAL postpay benutzen muß.

Meine Bitten damals an die DHL:

1) Führen Sie bitte diese verdammten Accounts zusammen. Sie schreiben, sie seien zusammengeführt, aber der ersten zwei Screenshots oben in der Mail widersprechen Ihnen.

2) Löschen Sie meinen nutzlosen Postpay-Account, den ich mit der Emailadresse #######@##########.de und der Kreditkartennummer, die auf #### #### #### 4465 endet, ebenfalls erfolglos eingerichtet habe. Die dafür extra eingerichtete Emailadresse werde ich unter meiner Domain auch wieder löschen.

3) Erstatten Sie mir bitte zumindest die zwei Euro, die ich außer alleine schon der dortigen Warteschlange gleich am Postschalter zusätzlich zu meinen gestrigen Nerven jetzt auch noch an Geld mehr investieren muß, um diese verfluchten Pakete verspätet losschicken zu können. Benutzen Sie dafür gerne PayPal (Zahlungseingänge sollten funktionieren): ####@##########.de ODER meine Internetmarken-Portokasse ## #### #### #### ODER meine Bankverbindung ####### ##### • Kto ######### • Blz ######## • ######## Bank. Über dieses Entgegenkommen wäre ich als Zeichen für Ihren guten Willen höchst erfreut. Meine Nerven und meine Zeit, die durch diese nicht-meine-Fehler gelitten haben, können Sie mir nicht ersetzen, wohl aber doch zumindest hoffentlich die zwei Euro, die mich das Nichtfunktionieren Ihrer Datenbanken-Zusammenführung am Postschalter mehr als online kosten wird..?«

Am Postschalter am Montag wundere ich mich über die 2× 6,90€, die ich für zwei wenige hundert Gramm wiegende Pakete zu zahlen habe, woraufhin der Herr am Postschalter sagt, online sei das günstiger, nämlich nur 2× 4,90€. Ich konnte mich kaum davor bewahren, gleich zu platzen.

Zuhause sehe ich auf dem Kassenbon, daß der Herr diese beiden wenige zehn Gramm und wenige hundert Gramm leichten Schachteln als zehn-Kilogramm-Pakete frankiert hat statt als zwei-Kilogramm! Warum?

2012-12-20. MALHEUR #4.

Ich erhielt am 20. Dezember 2012 von meiner Packstation zwei SMS mit mTANs für die Abholung mutmaßlich jeweils eines erwarteten Paketes. Zwei Bestellfehler galt es, ungeöffnet als Retour zurückzusenden. Dieses wollte ich tags darauf erledigen und gab am Automaten die erste mTAN ein. Ich entnahm aus dem rechts von mir aufspringenden Fach ein Paket und schloß das Fach wieder. Ich beklebte das Paket mit einem der Retourscheine, die ich beide extra dafür dabeihatte, und gab dieses unter einer neuen Sendungsnummer wieder in ein sich dafür öffnendes Fach. Vielleicht war es dasselbe Fach, aus dem ich erstes Paket Sekunden zuvor entnommen hatte, was ich sehr sehr sehr hoffe, aber dazu mehr weiter unten. Daraufhin wollte ich die Sendung der zweiten SMS und mTAN abholen, um sie ebenfalls zurückzusenden, sah, daß es dieselbe mTAN war, wunderte mich, und gab sie erneut ein. Bekam die Anzeige, daß null Pakete noch abzuholen seien, dachte mir, da sei wohl im Mobilfunknetz eine SMS mit derselben mTAN zweimal angekommen und das zweite Paket noch nicht ganz da, und fuhr weiter meines Weges.

Etwa eine knappe halbe Stunde später sah ich online auf paket.de, daß es wohl doch zwei Pakete waren, und beide als »ausgeliefert« markiert wurden. AAAAARGGG.

Panisch, ob bei Eingabe der ersten (und selben wie der zwoten) mTAN wohl eine zweite Schublade unbemerkt aufgegangen sei, raste ich zurück zur Packstation, die Abholung war inzwischen rund 30 Minuten her, und fand erwartungsgemäß kein geöffnetes Fach (mehr?). Fragte im Supermarkt, der Bäckerei und der gegenüberliegenden Polizei, ob vielleicht ein ehrlicher Passant ein Paket aus einem vermeintlich offenstehenden Fach der Packstation abgegeben statt geklaut habe, ich sonst sehr hoffe, daß es jemand umsichtig einfach wieder verschlossen habe, und bat jeden gefragten, mir die Daumen zu drücken.

Ich hing, während ich diesen ursprünglich zum Absedner gehenden Text schrieb, seit 17 Minuten in der Warteschleife der DHL-Hotline unter 01803/365365, nachdem mir die DHL-Hotline unter 0800/1888444 nach etwa 15 Minuten Warteschleife gesagt hat, sie sei die falsche. Bei meiner Postfiliale in der Hamburger Hoheluftchaussee konnte mir auch nicht geholfen werden, dort wurde mir nur die 0800/1888444 empfohlen..?! Am hilfsbereitesten war bis hier ein Fahrer der DHL gewesen, den ich in seinem Transporter auf der Straße eine Hand voll hundert Meter neben der betreffenden Packstation ansprach: Er versprach, seinen Vorarbeiter anzusprechen, und hat sogar meine Postnummer und die Packstation und meinen Namen aufgeschrieben.

Nach rund zwanzig Minuten in der Warteschleife bei einer Dame der Packstations-Hotline habe ich nun herausgefunden, daß beide Pakete in derselben Schublade waren, welche ich nach Entnahme EINES Paketes selbst erfolgreich geschlossen hab – UND vielleicht sogar war es dieselbe Schublade, die ich eine Minute später mit der Retour wieder gestopft habe, so daß im glücklichsten Falle nun eine Retour und ein sozusagen verwaistes Paket hintereinandergeschoben in ebenjenem Fach liegen. Unter der Vorgangs-Nummer läuft nun eine Fahndung nach der zweiten Sendung, die hoffentlich noch in der Packstation schlummerte.

Es vergingen vier Wochen und eine 5€ teure Mahnung des Absenders, bis das NIEMALS aus dem Besitz der DHL gelangte Paket gefunden wurde. VIER WOCHEN lang hat die DHL es in ihrem eigenen Hause nicht gefunden.