2020-10-02. MALHEUR #206.

Zustellung am heutigen Dienstag also? Ach nee. Voraussichtlich erst am vierten Werktag, am Donnerstag. Erst nach 43 Stunden der Lagerung alleine beim Zwischenstopp in Neumünster, ¹⁄₁₆ der Gesamtstrecke und nach 71 Stunden (Sonn- und Feiertag herausgerechnet) in Händen der DHL, sehe ich den ersten neuen Scan. Jetzt ist nur noch ¹⁄₆ der Strecke übrig.

Wenn ich mich nicht verzähle, hatte ich in diesem Jahr bislang VIERZEHN Malheure und nur DREI werbungsgemäß geglückte Sendungen mit der DHL. Das ist eine Erfolgsquote von nicht einmal 17,7%. Ausnahmen bestimmen die Regel? Den Fehlerquotienten von über 82,3% vergleiche ich ja gern mit Schulnoten. Ein Muttersprachdiktat in der Oberstufe fühle ich hierbei etwa analog zum ›können Sollen‹ von Zustellungen der DHL. 10% entsprechen hierin einer glatten Sechs. 82,3% entsprechen, linear gerechnet, bei den verfügbaren Schulnoten von Eins bis Sechs also einer Neunundvierzig mit sehr langem Minus.

2020-09-30. FORTUNA #82. MALHEUR #205.

Das vierte Fortuna in diesem Jahr!

Innerhalb von 18 Stunden und 22 Minuten ein Paket aus Köln in Hamburg zustellen zu können ist eine derart verblüffende Ausnahme, daß es nur daran liegen kann, daß es nicht an mich ging, sondern zu einer Freundin von mir..?

Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.
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NEIN. Es ging tatsächlich nicht mit rechten Dingen zu. Die Sendung sei laut Sendungsverfolgung, wenn man die PLZ eingibt, bei der originalen Dame zugestellt worden, heißt es. Diese saß in dem Moment aber 11km entfernt im Büro. Auch ihr Mitbewohner war nicht im Haus. Es gibt keine Benachrichtungungskarte, und das Paket ist nicht da, wo die Verfolgung es behauptet. Es ist spurlos weg.

ERGÄNZUNG 2020-10-02:

Die Empfängerin hatte sofort einen Zettel ins Treppenhaus gehängt mit der Frage nach dem Paket, das sie im Original scheinbar angenommen habe. Am nächsten feierabendlichen Heimkommen fand sie aus dem Nichts das Paket, das im Laufe des Tages wohl ein Nachbar vorbeigebracht hatte.

1.) Falsche Buchung durch den Zusteller als ›Empfängerin (orig.)‹ und 2.) keine Benachrichtigung, obwohl es doch ein Nachbar war. 3.) DHLs Hinweis, es sei zugestellt worden, und keine Chance, dem Chat-Bot auf facebook zu widersprechen. Hotlines alle im Feierabend. 4.) Nur durch Nachforschung der Empfängerin selbst auf gut Glück, in Abhängigkeit von der Ehrlichkeit der Nachbarn, das Paket doch noch bekommen.

2020-09-28. MALHEUR #204.

Ah, gestern oder allerspätestens heute also? Ach nee. Voraussichtlich übermorgen, am Freitag.

Schon wieder ist ein Paket aus Hamburg, das in den deutlich südlich gelegenen Schwarzwald gesandt werden soll, deutlich nördlich seines Absendeortes in Neumünster gelandet, wo es bis zu dem Tage, an dem laut Werbung in der Regel spätestens die Zustellung vonstatten gegangen ist, immernoch liegt. Die Zustellung wird inzwischen für den vierten Werktag vorausgesehen.

2020-07-18. MALHEUR #202.

Nun spielt ein weiterer Dieb aus Reihen der DHL mit zwei Achtziger-Jahre-Lego-Sets, die ich mir in Kindheits-Melancholie neulich auf ebay geholt hatte, die unglücklicherweise als nicht verfolgbares Päckchen versandt wurden.

Am vor-vergangenen Montag oder in der Regel spätestens Dienstag werde es zugestellt, so mutmaßte die DHL in ihrer Werbung für Päckchen. Am heutigen Mittwoch der folgenden Kalenderwoche, wo ich das schreibe, zähle ich sieben Werktage seither. DHL, Ihr kotzt mich so an.

Es stellte sich nun heraus, daß der ebay-Verkäufer, der mir Versandkosten in Höhe von 4,50€ berechnete und das als Päckchen erklärte, nachdem er meine Bitte um verfolgbaren Paketversand vollständig außer Acht gelassen hatte, nur 1,90€ in Briefmarken draufgeklebt und es als Warensendung frankiert hatte, die laut Werbung eine >Laufzeit von 2–4 Werktagen habe und am elften Werktag in Händen der DHL tatsächlich doch noch in meiner Packstation landete.

Ich hab die Schnauze so gestrichen voll von Euch, DHL und Post. Und Ihr seid noch die am wenigsten Mist bauenden, fürchterlicherweise.

2020-07-17. MALHEUR #201.

Schnelle Lieferung (in der Regel 1-2 Werktage)

Dieses Paket ist auf den kurzen 116km aus Bremen nach Hamburg mal eben im hessischen Obertshausen gelandet, das verlängert die Route um 852km. Es hat am heutigen vierten Werktag die eigentliche Wegstrecke immernoch nicht einmal touchiert, sondern um ein fast acht-Faches verlängert! Eine voraussichtliche Zustellung wird überhaupt gar nicht genannt.

Das Paket hat nun seit seiner dortigen Landung NACH ÜBER achtunddreißig Stunden in Hessen einen ersten weiteren Scan erleben dürfen: Immernoch im hessischen Obertshausen?! Und.. Es werde jetzt für den Transport in Region des Empfängers vorbereitet?

Die Zeit, die dieses Paket gerade irgendwo zwischen Bremen und Hamburg in Hessen liegt, hätte ich zufuß das Paket aus Hamburg in Bremen abgeholt und nachhause gebracht – inklusive fast dreistündiger Pause irgendwo unterwegs.

Voraussichtliche Zustellung: ÜBERMORGEN?!

WAS STIMMT MIT EUCH NICHT?

2020-07-17. MALHEUR #200.

MALHEUR #200!

Schnelle Lieferung (in der Regel 1-2 Werktage).

Dieses Paket ist inzwischen auch am verstreichenden dritten Werktag dabei, seit nunmehr neunundzwanzig Stunden für den Weitertransport in die Region des Empfängers vorbereitet zu werden; und zwar wieder in 60km größerer Entfernung vom Ziel auf dem Schleswig-Holsteinischen Lande statt in Hamburg. Es hat bei Beginn des vierten Werktages nicht einmal ein Fünfzehntel der Gesamtstrecke zurückgelegt.

Zustellung, so heißt es, werde voraussichtlich morgen, am vierten Werktag erfolgen, und ich rechne den Abend meiner Einlieferung in die Packstation NICHT mit: Sa-Mo-Di-Mi.

2020-04-06. MALHEUR #198.

Zur Zeit nicht, nein. Später nochmal, ja.

Vielleicht am fünften Werktag, wenn das Paket, das ich 9,5km = anderthalb Fußstunden entfernt vom Empfänger in die Packstation gesteckt habe, hoffentlich endlich zugestellt wird? Obschon die Paketverfolgung anderthalb Stunden vor Mitternacht am Ende des vierten Werktages in Händen der DHL immernoch davon ausgeht, es werde heute noch im Zustellzentrum ankommen und zugestellt?

Warum wird ein Paket, das am Montag zwecks Zustellung in einer Entfernung zum Ziel von nur 9,5 Fuß-Kilometern südwärts in die Packstation gesteckt wurde, Mittwoch früh in 58km nördlicher Entfernung getrackt und bleibt dort für weitere anderthalb Tage liegen?

Warum sagt die Verfolgung nahezu mitternachts von Donnerstag auf Karfreitag, es werde am Donnerstag zugestellt – obwohl das letzte Tracking sagt, es sei gerade einmal in die Region des Empfängers zurückgekommen, aus der es losgesandt wurde? Immernoch kein Zustellfahrzeug. Spannend.

DHL, Ihr kotzt mich an. Und as schlimmste: So übel, wie Ihr seid, seid Ihr immernoch weniger übel als die Konkurrenz.

ERGÄNZUNG 2020-04-11:

Auch am heutigen fünften Werktag in den Händen der DHL hat das Paket zwar schon die 9,5km Fußstrecke zwischen Packstation und Zieladresse über Neumünster auf knapp 130km auf das fast vierzehnfache verlängert, ist aber immernoch nicht einmal in der Zustellbasis geschweige denn einem Zustellfahrzeug gelandet, und die Paketverfolgung sagt nicht einmal mehr, daß es voraussichtlich an diesem oder jenem Datum zugestellt werden könne. Es ist zumindest aber schonmal nach dem 65km-Ausflug aus der Start- sowie Ziel-Stadt heraus in den hohen Norden auf dem Lande all diese 65km in die Stadt des Empfängers sowie Absenders zurückgekehrt. Das ist ja schonmal was.

2020-03-26. MALHEUR #197.

Ich habe mir eine Schallplatte schicken lassen. So professionell verpackt, wie man Schallplatten samt Cover nur verpacken kann, von einem langjährigen Online-Schallplattenverkäufer.

Die Platte hat das Außencover oben durchstoßen und das Innencover unten, und das Außencover hat trotz sonstwie starker Wellpappe einen Ditscher am Rücken und ein Eselsohr oben rechts.

Rührenderweise kümmert sich die Band höchstpersönlich um Ersatz, was mich total verlegen macht.

Aber: was, verdammte Scheiße, ist Euer Problem, DHL?

2020-03-18. MALHEUR #196.

Als ich heute an der Wohnungstür einer Nachbarin vorbeikam, sah ich es hell durch den Türspion leuchten und dachte, daß sie ja wieder da sei! Wie praktisch! Schnell bei ihr geklingelt, um ihr das riesige Paket geben zu können, das ich seit drei Tagen stehen hatte.

Sie war all die Tage zuhause, wußte nur einfach nichts von dem Paket.

Benachrichtigung ist doch Firlefanz.

2020-02-24. MALHEUR #195.

Oh! Das ist cool, dann laß ich das an die Packstation umleiten! [klick]

Ah, der Klick führte mich nur zur Werbung, ich solle das also in der App machen? Nagut.

Die App läßt mich aber nach all diesem Geklicke am Rechner zwischn Email und DHL-Seite im Browser zur App im Smartphone nur ein alternatives Datum auswählen, keine andere Option zu finden. Schnell nochmal im Packstations-Login nachgeschaut..?

Tja. Aus der Traum von der Umleitung in die Packstation. Keine Ahnung.

2020-02-19. MALHEUR #194.

Ich hatte mich neulich schonmal gewundert, weil hier so lange nichts mehr zu tun gehabt. Aber ich hab einfach jetzt länger nichts mehr online eingekauft gehabt. Vorgestern mal wieder etwas, und ZACK! der Blog bekommt wieder was zu tun.

»Wurde fehlgeleitet.«

2019-12-30. MALHEUR #192.

Neun Werktage bisher für knapp 600km und einen einfachen Brief.

Da wegbeamen ja nicht funktioniert [Vgl. Heisenbergsche Unschärferelation] und mit einem etwaigen Auflösen ins Nichts jeglicher Materialien die DHL viele Probleme unserer Unzivilisation lösen könnte, kann es sich bei »verlorenen« Sendungen im logischen Umkehrschluß schließlich nur um Diebstahl durch Konzern-Mitarbeiter handeln, wenn man mal ganz ehrlich drüber nachdenkt. Oder?! Es hat jetzt also einer der Kriminellen aus Kreisen der DHL einen Nachschub an Batterien, die ich gern für meine Fahrradfunzeln gehabt hätte und die ein Ebayverkäufer mir vermutlich neu schicken muß, nachdem er für die Sache mit Frankierung derselben einen Transportvertrag mit dem gelben Saftladen abgeschlossen hatte – für dessen Nichterfüllung einschließlich Diebstahles der Sache an sich die Post/DHL vermutlich nur sagen werden, daß es halt nicht versichert war.

Eine Firma erlaubt sich, sich die Dienstleistung an einer ihr ausgehändigten Sache bezahlen zu lassen, aber sich nur dann dazu zu verpflichten, diese Leistung zu erfüllen und ferner sogar überhaupt die Sache nicht zu »verlieren«, wenn man eine extra Versicherung dafür bezahlt – natürlich eine in der selben Firma. Wie kann das nicht als kriminiell angesehen werden? Vertraue mir Dein Eigentum an, damit ich was damit machen soll, und bezahle mir das! Willst Du oder wer anders das Ding wiederhaben? Oh. Das kann ich Dir nur dann versprechen, wenn Du noch etwas mehr draufzahlst. Sonst unterschlage ich es Dir vielleicht, und behaupte, daß Du es mir nie gegeben hast. Wobei das auch bei höheren Preisen sein kann, denn bis Du mir bewiesen hast, was das wert war, hast Du längst aufgegeben.

Wie kann es sein, daß ein Konzern in der Lage ist, bezahlte Leistungsverträge einschließlich Diebstahles des Eigentumes seiner Kunden derart schulterzuckend wieder und wieder durchgehen gelassen zu bekommen, ohne eine Erstattung des Portos geschweige denn des Sachwertes leisten zu müssen? Es gibt im BGB genug Gesetze, die das verhindern sollten. Ich verstehe das nicht. Aber das habe ich hier ja schon so oft formuliert.