2014-05-09. MALHEUR #35.

ERGÄNZUNG 2014-05-14:

Einhundert-und-drei-ein-halb Stunden lang befand sich das Paket im »Ziel-Paketzentrum«, ergo in Hamburg-Altona: 2,8km von meiner Haustür entfernt, wo dieses Paket anstelle der sonst oft benutzten Packstation zugestellt werden sollte. i. d. R. ist das natürlich nur ein bedauernswerter Einzelfall.

Denn einerseits:

aber dennoch seit zunächst 56 Stunden:

KEINE Paketankündigung hat bisher funktioniert. NICHT EINE EINZIGE

und immernoch nach dann 78 Stunden:

nun kam es nach 103,5 Stunden des Herumstehens in Altona endlich an:

2,8km pro 103,5h sind in gängigeren Einheiten 0,027km/h.

HACKT’S???!!

2014-05-08. MALHEUR #34.

HACKT’S???!!

Es ist ja nicht so, daß ich mir eine Festplatte kaufe, weil ich sie nicht brauche oder so.

Es ist ja auch nicht so, daß das Paket 299 Kilometer lang tadellos transportiert werden konnte und niemand sich beschwert hätte. Sogar bekam ich diese Email:

WARUM ENTSPRICHT ES IN DEN LETZTEN VERDAMMTEN 3,3 KILOMETERN NICHT DEN VERSANDBEDINGUNGEN???

HACKT’S???!!

War eben im facebook-Chat mit einem Mitarbeiter der DHL [Namen unkenntlich gemacht und Tippfehler bereinigt]:

[10:03:18] [ich] sind dem Chat beigetreten
[10:03:18] [dhl] ist dem Chat beigetreten
[10:03:27] [ich]:
Guten Tag!
[10:03:26] [dhl]:
Willkommen [ich], wie kann ich Ihnen helfen?
[10:03:42] [ich]:
Was bedeutet »Entspricht nicht den Versandbedingungen«?
[10:03:56] [dhl]:
Das kann vieles bedeuten.
[10:04:00] [dhl]:
Bitte schreiben Sie mir die Sendungsnummer.
[10:04:12] [ich]:
Wenn das Paket seit 299km erfolgreich bis 1,5km vor meine Packstation transportiert werden konnte und auf jenem Wege plötzlich zurückzusenden entschlossen wurde?
[10:04:15] [ich]:
00340433836750705466
[10:05:08] [dhl]:
Einen Augenblick bitte.
[10:05:13] [ich]:
Gern.
[10:07:45] [dhl]:
Leider kann ich keinen Fehler erkennen, tut mir leid.
[10:08:29] [ich]:
Das habe ich befürchtet.
[10:08:47] [dhl]:
Sie müssen sich bitte an den Absender wenden.
[10:10:06] [ich]:
Ich hatte das schonmal im vergangenen Sommer, wo das Paketzentrum Hamburg-Altona sechs Tage brauchte, um das aus dem 36km nahen Winsen-Luhe stammende Paket manuell nachzubearbeiten, um es dann zur Packstation zu fahren, auf welchem Wege es ebensfalls nicht mehr den Versandbedingungen entsprach und retourniert wurde, wobei es fünf Tage lang in Altona bearbeitet werden mußte, bevor der Absender es zurückbekam, um es – weil tadellos – genauso auf den zweiten Weg zu bringen..
[10:10:34] [ich]:
Ja, das habe ich schon.
[10:10:50] [dhl]:
Unglaublich.
[10:11:13] [ich]:
Ja.
[10:11:32] [ich]:
Viel Glück, weiterhin! Ich schaue mal.
[10:11:53] [dhl]:
Einen schönen Tag noch.
[10:12:05] [ich]:
(der Absender dato fluchte über Altona, sagte, DAS Paketzentrum leiste die größten und allermeisten Pleiten..)
[10:12:16] [ich]:
Gleichfalls!

2014-03-10. MALHEUR #31.

»Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.«

i. d. R. ist das gelogen. Wahrscheinlich auch diesmal wieder, wo das Paket am jetzigen Abend seit heute mittag unberührt in der Packstation liegengeblieben ist:

Ich ließ mir einmal erklären, daß die Packstationen mehrmals täglich angefahren würden, um angekommene Pakete einzulegen oder zu versendende Paket herauszuholen. M-hm. Sicher.

ERGÄNZUNG 2014-03-11:

Das Paket liegt jetzt seit weit über siebzehn Stunden in der Packstation und sollte> i. d. R. in sieben Stunden zugestellt werden.

HACKT’S???!!

ERGÄNZUNG 2014-03-11:

Vierundzwanzig Stunden sind vergangen, seit ich das Paket in die Packstation gefahren habe!! EIN GANZER TAG!!! Und erst jetzt wurde das Paket abgeholt?! Es ist jetzt auf dem Weg nach Altona, das sind seine ersten 3,3 zurückzulegenden von insgesamt 289 Kilometern!!
HACKT’S???!!

ERGÄNZUNG 2014-03-11:

Nach inzwischen 28 Stunden und 30 Minuten ist das Paket noch immer nicht einmal im Paketzentrum Altona angekommen. das ist 3,3km nah an der Packstation. Offenbar braucht das Paket mal wieder länger als 28 Stunden für 3,3km. wir sprechen hier von 0,113km/h.
HACKT’S???!!

2014-02-07. FORTUNA #3.

Ich kann es nicht fassen.

19 Stunden seit online-Erfassung des Paketscheines bis zur Zustellung in meine Packstation? Träume ich?! Das ist mir ja lange nicht mehr passiert.

»Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.« Das habe ich sehr sehr lange nicht mehr erlebt. Ich kenne ein vielfaches soviele Ausnahmen wie Treffer dieser »Regel«! Am nächsten Werktag erlebe ich DERART wenige Zustellungen, daß mir dieser Fall einen eigenen Beitrag wert ist.

Hut ab, DHL, Sie haben Ihre eigene Regel endlich mal wieder befolgt. Nicht zum ersten Mal, aber zum viel zu seltensten Male.

2013-10-06. FORTUNA #2.

Die DHL war mal wieder schnell. Das möchte ich aus Fairneß hier auch im Blog erwähnen.

Wenn gleich auch trotzdem die Reise dieses Paketes mich staunen läßt.

die ersten 33 Kilometer der Tour benötigten etwas weniger als 4 Stunden. Für die DHL ist das schnell. Wenn ich jogge, bin ich etwa anderthalb mal so schnell. Aber OK. Vier Stunden bis nach Hamburg hinein ist OK.

Aber dann hat das Paket für die nächsten 3,3 Kilometer natürlich wieder stark abgebremst. Hamburg hat ja auch keine Landstraßen! Sechs Stunden für 3,3 Kilometer:

Alles zusammen ist es aber schön, ausnahmsweise dieses mal zu erleben: Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.

2013-09-23. MALHEUR #18.

Mal sehen, wie lange die vor neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden in die Packstation –welche mehrmals am Tag zwecks Befüllungen und Leerungen zugleich angefahren werde, heißt es– gelegte Paketsendung dort liegenbleibt.

Hier die Paketverfolgung 19 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

»Mehrmals am Tag« war mal Ansage der DHL-Hotline. Dann müssen die in den bevorstehenden 5 Stunden aber oft hinfahren, um nicht gelogen zu haben. Damit hat die Post gelogen. Seit neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden liegt das Paket dort in der Packstation, ohne abgeholt worden zu sein.

ERGÄNZUNG 2013-09-24:

Also. Nach rund siebenundzwanzig Stunden wurde das Paket nun aus der Packstation entnommen und drei Zigarettenlängen später sogar ins Auto gelegt, der Paketverfolgung nach zu urteilen. Der nächste Schritt werde der Transport in das von der Packstation 3,3km entfernte Paketzentrum sein, heißt es. Und zwar seit jetzt über sechs Stunden?! Seit Einlegen des Pakets in die Packstation sind 31 Stunden vergangen. In dieser Zeit hätten mehrere Fahrzeuge das Paket auflesen sollen. Ach, und: »Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.« M-hm? Das Paket ist in Hamburg/Lokstedt auf den Weg gebracht worden und nach 33 Stunden noch nicht einmal in Hamburg/Altona! Wie kommt die DHL auf die Idee, es hätte heute tagsüber schön in Berlin/Wedding sein können? Das wäre ja eine Durchschnittsgeschwindigkeit des gelben Zustellungswesens von 11,83km/h! Ja, ich rechne jetzt die tatsächliche Durschnittsgeschwindigkeit des Paketes seit Einlegen in die Packstation aus: 0,1km/h. Das ist ein Hundertelftel, als Zahl ⅟₁₁₁, bzw. 0,9% der für das Versprechen notwendigen Geschwindigkeit. Dies ist ein Meßfehler um neunundneunzig Prozent des Soll-Wertes und um elftausendeinhundert Prozent des Ist-Wertes.

Hier die Paketverfolgung 33 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:

Hackt’s????

Es sind jetzt 45 Stunden vergangen, seit ich das Paket, welches »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, in die Packstation gelegt habe, und das gelbe Versandwesen hat es immernoch nicht einmal bis Altona geschafft? Altona wäre ein rundes Hundertstel der von diesem Paket zurückzulegenden Gesamtstrecke, und schon dafür braucht es bisher über 45 Stunden! Das wären ja 163 Tage bei diesem Schnitt, den das Paket brauchen könnte!

Bis hier bewegte sich das Paket mit einer Langsamkeit von 0,073km/h.

Hier die Paketverfolgung 45 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:

Es sind jetzt zwei volle Tage und eine halbe Stunde vergangen, seit das Paket »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, und das Paket hat es endlich geschafft, seine erste Etappe von 3,3km zurückzulegen. 282km stehen dem Paket noch bevor.

Bei den bisherigen 0,068km/h liegt die Befürchtung nahe, daß das Paket erst in 173 Tagen, das wäre der siebzehnte März 2014, ankommt. Das ist in fast einem halben Jahr.

Hier die Paketverfolgung 48,5 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-26:

Kaum hat das Paket nach etwa 60 Stunden Hamburg verlassen, wurde es binnen weiterer nur 9 Stunden in Berlin/Wedding bei einem Nachbarn der Empfängerin hinterlegt. Das Paket hat jenseits Hamburgischer Stadtgrenzen, so scheint es, sehr plötzlich um den Faktor 182 beschleunigt: von bis dahin 0,167km/h auf 30,22km/h. Wenn das mal gesund ist.

2013-08-27. FORTUNA #1.

Ich befürchte ja, daß es sich hier –aufgrund der nur schwer vorstellbar Kunden-selektiv arzubeiten fähigen DHL– nur um Zufall handeln kann, aber ich wünsche mir einfach so sehr, daß dieses wunderbare Geschehen der DHL und Post EXAKT seit Eröffnung dieses Blogs seinen Ursprung in einer neuen Regelmäßigkeit finde.

Ich habe jetzt vier gelb zugestellte Sendungen in den anderthalb Wochen, seit es diesen Blog gibt, erhalten – und DREI davon waren DERART SCHNELL und problemlos, ich kann es nicht fassen. SO schnell war die Post noch nie bei mir gewesen.

• Am neulichen 2013-08-27 habe ich ein weiteres Paket aus Winsen/Luhe (siehe SIEBEN.) nur einen einzigen Tag nach Bestellzeitpunkt aus der Packstation geholt.

• Am gestrigen 2013-09-04 habe ich ein Paket aus Heerlen/Niederlande nur einen Tag nach Bestellung aus der Packstation abgeholt.

• Am heutigen 2013-09-05 fand ich eine Warensendung, die ich gestern auf ebay gekauft habe, in meinem Briefkasten.

• Am neulichen 2013-08-28 allerdings hat ein Paket wieder merkwürdige zwei Tage unter ›Bearbeitung‹ in Hamburg-Altona gelegen, aber wenigstens nicht wieder fünf Tage wie kürzlich bei der Geschichte SIEBEN.

Auch wenn ich mir ein solches selektives Vorgehen der Post –etwa wie »kümmert Euch um diesen Kunden künftig besonders gut, der ist grad richtig sauer, da haben wir Mist gebaut!«– NICHT vorstellen kann, kann ich auch nicht davon ab, es mir zu wünschen, daß dieser Blog, den ich an vier gelbe Emailadressen und auch der Verbraucherzentrale geschickt habe, etwas bewegt hat und ich hoffen kann, in einer unbekannt langen oder auch nur kurzen Zukunft keine Probleme mehr mit dem gelben Zustellungswesen zu haben.

Vielen Dank für diese schnellen Sendungen! Es sind seit langer Zeit so wenige dieser Art gewesen, daß es mir auffällt und sogar einen ganzen Beitrag im Blog wert ist.

2013-08-15. FREUNDE #3.

Ein Freund sah neulich in der Paketverfolgung online, daß er eine Zustellung verpaßt habe und er die Sendung nun in einer Filiale abholen könne.

Gleich am nächsten Tag holt er das Paket dort ab.

Eine Woche später findet er im Briefkasten einen jener unfrankierten Briefumschläge mit einer Benachrichtigungskarte, daß die Zustellung nicht geklappt habe und er das Paket bitte in einer Filiale abholen möge.

Auf dem Umschlag der Hinweis, daß die Postleitzahl falsch war und manuell korrigiert werden mußte.

Diese Meister-Kür des gelben Zustellungswesens beschreibt sich also so:

• Das Paket konnte nicht zugestellen werden. Das ist einigermaßen OK. Eigentlich gibt es aber genug Nachbarn.
• Die Benachrichtigungskarte zur Abholung konnte aber nicht in den Briefschlitz gesteckt werden, und wurde in einem Umschlag auf den Postweg gebracht! Warum das? Das ist schonmal merkwürdig.
• Der Zusteller hat diesen Postweg jedoch fehlerhaft ingang gesetzt, indem er die Postleitzahl nicht wie auf der Sendung, sondern falsch auf den Umschlag geschrieben hat.
• Somit landete der unzustellbare Brief bei der Adress-Ermittlung, und blieb dort für eine runde Woche hoffentlich nur liegen, statt daß die Recherche wirklich derart aufwendig gewesen wäre. Beides wirft kein gutes, dennoch aber ein verschieden schreckliches Licht auf die Post.

Wie derjenige Freund gerne Judith Holofernes zumindest sinngemäß in rein grammatikalischer Abwandlung zitiert: »Hackt’s?!«

2013-06-26. MALHEUR #8.

Ich hatte am Mittwoch, den 26.6.2013 eine Bestellung in Winsen/Luhe getätigt, wo die Bestellung am morgigen Donnerstag auf den Weg gebracht wurde. Ich dachte, daß am Freitag oder Samstag das Stück bestimmt in meiner Packstation sein würde und ich wiederum meinen eigenen Kunden vor meinem einwöchigen Urlaub beglücken könnte.

Am Freitag, den 28.6. um 15:57 steht in der Sendungsverfolgung, das Paket werde »manuell nachbearbeitet«, der nächste Schritt sei, daß es in meine Packstation gefahren werde. Wie schön! Dann kommt es ja am Samstag in den Automaten und ich kann am Sonntag meine eigene Ware ausliefern! Ohne weitere Ergänzungen sah ich die »manuelle Nachbearbeitung« allerdings nicht nur am Freitag, sondern auch am Samstag, am Sonntag, am Montag und am Dienstag. Inzwischen war es Juli geworden und ich steckte mitten in meinem Kurzurlaub. Sehr bedrückt habe ich in diesen fünf Tagen immer wieder meinem eigenen Kunden den Link zu der Sendungsverfolgung geschickt und mich zutiefst bei ihm entschuldigen müssen. Immer und immer wieder. Es wurde mir immer peinlicher.

Am Dienstag nachmittag, am fünften Tag der »manuellen Nachbearbeitung«, war plötzlich das Paket verladen worden und es stand geschrieben, es werde jetzt in die Packstation gefahren! Juchuh! Habe ich meinem Kunden gleich geschrieben. Dann könne ich das Paket ja am darauffolgenden Sonntagabend, wenn ich aus dem kurzen Urlaub zurück sei, abholen, die Ware fertignähen und ihm gleich am Montag überreichen, da er tatsächlich fast in meiner Nachbarschaft wohne! Juchuh.

Keine Stunde später will ich diese Nachricht meiner Freundin zeigen, daß die DHL es endlich geschafft habe, die Sendung »manuell nachzubearbeiten« (was heißt das?!) – und sehe da die Meldung, daß das Paket nicht den Versandbedingungen entspreche und zum Absender zurückgehe??! NEIN!!! Es war so kurz vorm Ziel!!

Von Dienstag, dem 2. Juli um 17h-etwas an, wurde das Paket nun WIEDER »bearbeitet«. Der Absender aus Winsen/Luhe hatte mir inzwischen angeboten, der Katatsrophe im Hause der DHL zufolge dasselbe Paket ein zweites Mal zusammenzustellen und mir ein zweites Mal zu senden zu versuchen, da er auch nach drei Tagen ihrer Entscheidung, es zurückzusenden, noch NICHTS von der DHL gehört, gelesen oder bekommen zu haben schien.

Am Sonntag, den 7. Juli, ergo 12 Tage seit Bestellung und 11 Tage seit Lossenden des Paketes, steht immernoch als aktuellster Status, daß das Paket in Hamburg »bearbeitet« werde.

Wie bitte?

Das ist jetzt eine weitere große Pleite, die die Post und DHL alleine in diesem Kalenderjahr und alleine nur mich betreffend zustande gebracht hat. Das zweite Mal von Versendern zu mir und außerdem schon dreimal von mir zu meinen Kunden. Allein im Jahre 2013.

»Ist das Ihr Ernst?

Ich frage:

Was zum Teufel ist mit dem Paket passiert? Wieso entspricht es nach 35 Kilometern Strecke in sage und schreibe 6 Tagen, gleichzeitig seit nur noch anderthalb Kilometern vor dem Ziel ›nicht mehr den Versandbedingungen‹?

Wieso benötigen Post und DHL inzwischen mehr als zwölf Tage, um 73km zurückzulegen?«

2013-03-02. MALHEUR #5.

Mit dem Nichtfinden des Paketes aus der Packstation durch die DHL (siehe »DREI«) hat eine unbezahlte Rechnung auf Umwegen zu einer Sperrung meines Paypal-Kontos geführt. Als Inhaber eines und als Betreuer eines zweiten Onlineshops ist das ein ziemlicher Mist. Vor allem, wenn man dann auf hauseigene Mittel der Post zurückgreifen muß, um Pakete zu frankieren: Postpay.

Als Besitzer eines Packstations-Accounts registriere ich mich also bei Postpay. Alles ist gut. Login auf Postpay funktioniert aber nicht, weil auf meine Benutzerdaten drei Accounts bestünden und ich diese doch bitte ganz »einfach mit drei Klicks« zusammenführen möge.

»Ihre Kundenkonten bei MeinPaket.de und Paket.de sind zusammengeführt.
Bitte versuchen Sie sich erneut bei MeinPaket.de einzuloggen. Sollten weiterhin Probleme auftreten, melden Sie sich bitte erneut bei uns.«

Nun. Dann melde ich mich mal. Ich habe einfach Screenshots gemacht.

Versuche ich tatsächlich, mich mit meiner Postnummer woanders anzumelden als unter paket.de (dort klappt es wohl), bekomme ich weiterhin diesen Hinweis:

welcher, nach Angabe meines unter paket.de laut DHL-Kollegen unter der Telefonnummer 0228 / 28609850 dafür hilfreich einzustellenden Paßwortes, dennoch hierin endet:

Versuche ich, wie die Kollegin des Kollegen unter eben jener Telefonnummer beim zweiten Anruf mir riet, mit einem völlig neuen, unabhängigen Postpay-Account mit einer unbekannten Emailadresse und bislang unbekannten Kreditkarte und keiner Verwendung meiner Postnummer zu bezahlen, um die ZWEI VERDAMMTEN PAKETE endlich frankiert zu bekommen, die zwei Kundinnen meines Onlineshoppes verdammt nochmal seit Freitag abend versandt zu bekommen erwarten, dann kommt dies:

Diesen merkwürdig selten gefragten ›SecureCode‹ habe ich vor Jahren mal vergeigt aber nie wieder gebraucht. Auch dafür hing ich gestern, diesmal bei der Deutschen Bank, an einer Hotline und habe ihn entsperren lassen. An meiner Kreditkarte kann es also nicht mehr liegen, die ist zahlfähig.

Mein Paypal-Konto ist wie gesagt gesperrt, was ohne die Fehlleistung der DHL bis in den Februar hinein nicht passiert wäre. Paypal droht mir sogar schon mit einem Inkasso-Unternehmen.

Mir scheint gerade jede Möglichkeit verwehrt, diese zwei verdammten Pakete online zu frankieren.

Ich habe Samstags einen ganzen Nachmittag lang geflucht und geklickt und die DHL angerufen und geklickt und geflucht und die DHL nochmal angerufen und weitergeklickt, wieder geflucht, meine Bank angerufen, geklickt, geflucht und aufgegeben, weil nichts klappt, aber diese Zusammenführung der Accounts unweigerlich notwendig scheint, nur weil ich EINMAL postpay benutzen muß.

Meine Bitten damals an die DHL:

1) Führen Sie bitte diese verdammten Accounts zusammen. Sie schreiben, sie seien zusammengeführt, aber der ersten zwei Screenshots oben in der Mail widersprechen Ihnen.

2) Löschen Sie meinen nutzlosen Postpay-Account, den ich mit der Emailadresse #######@##########.de und der Kreditkartennummer, die auf #### #### #### 4465 endet, ebenfalls erfolglos eingerichtet habe. Die dafür extra eingerichtete Emailadresse werde ich unter meiner Domain auch wieder löschen.

3) Erstatten Sie mir bitte zumindest die zwei Euro, die ich außer alleine schon der dortigen Warteschlange gleich am Postschalter zusätzlich zu meinen gestrigen Nerven jetzt auch noch an Geld mehr investieren muß, um diese verfluchten Pakete verspätet losschicken zu können. Benutzen Sie dafür gerne PayPal (Zahlungseingänge sollten funktionieren): ####@##########.de ODER meine Internetmarken-Portokasse ## #### #### #### ODER meine Bankverbindung ####### ##### • Kto ######### • Blz ######## • ######## Bank. Über dieses Entgegenkommen wäre ich als Zeichen für Ihren guten Willen höchst erfreut. Meine Nerven und meine Zeit, die durch diese nicht-meine-Fehler gelitten haben, können Sie mir nicht ersetzen, wohl aber doch zumindest hoffentlich die zwei Euro, die mich das Nichtfunktionieren Ihrer Datenbanken-Zusammenführung am Postschalter mehr als online kosten wird..?«

Am Postschalter am Montag wundere ich mich über die 2× 6,90€, die ich für zwei wenige hundert Gramm wiegende Pakete zu zahlen habe, woraufhin der Herr am Postschalter sagt, online sei das günstiger, nämlich nur 2× 4,90€. Ich konnte mich kaum davor bewahren, gleich zu platzen.

Zuhause sehe ich auf dem Kassenbon, daß der Herr diese beiden wenige zehn Gramm und wenige hundert Gramm leichten Schachteln als zehn-Kilogramm-Pakete frankiert hat statt als zwei-Kilogramm! Warum?

2012-12-20. MALHEUR #4.

Ich erhielt am 20. Dezember 2012 von meiner Packstation zwei SMS mit mTANs für die Abholung mutmaßlich jeweils eines erwarteten Paketes. Zwei Bestellfehler galt es, ungeöffnet als Retour zurückzusenden. Dieses wollte ich tags darauf erledigen und gab am Automaten die erste mTAN ein. Ich entnahm aus dem rechts von mir aufspringenden Fach ein Paket und schloß das Fach wieder. Ich beklebte das Paket mit einem der Retourscheine, die ich beide extra dafür dabeihatte, und gab dieses unter einer neuen Sendungsnummer wieder in ein sich dafür öffnendes Fach. Vielleicht war es dasselbe Fach, aus dem ich erstes Paket Sekunden zuvor entnommen hatte, was ich sehr sehr sehr hoffe, aber dazu mehr weiter unten. Daraufhin wollte ich die Sendung der zweiten SMS und mTAN abholen, um sie ebenfalls zurückzusenden, sah, daß es dieselbe mTAN war, wunderte mich, und gab sie erneut ein. Bekam die Anzeige, daß null Pakete noch abzuholen seien, dachte mir, da sei wohl im Mobilfunknetz eine SMS mit derselben mTAN zweimal angekommen und das zweite Paket noch nicht ganz da, und fuhr weiter meines Weges.

Etwa eine knappe halbe Stunde später sah ich online auf paket.de, daß es wohl doch zwei Pakete waren, und beide als »ausgeliefert« markiert wurden. AAAAARGGG.

Panisch, ob bei Eingabe der ersten (und selben wie der zwoten) mTAN wohl eine zweite Schublade unbemerkt aufgegangen sei, raste ich zurück zur Packstation, die Abholung war inzwischen rund 30 Minuten her, und fand erwartungsgemäß kein geöffnetes Fach (mehr?). Fragte im Supermarkt, der Bäckerei und der gegenüberliegenden Polizei, ob vielleicht ein ehrlicher Passant ein Paket aus einem vermeintlich offenstehenden Fach der Packstation abgegeben statt geklaut habe, ich sonst sehr hoffe, daß es jemand umsichtig einfach wieder verschlossen habe, und bat jeden gefragten, mir die Daumen zu drücken.

Ich hing, während ich diesen ursprünglich zum Absedner gehenden Text schrieb, seit 17 Minuten in der Warteschleife der DHL-Hotline unter 01803/365365, nachdem mir die DHL-Hotline unter 0800/1888444 nach etwa 15 Minuten Warteschleife gesagt hat, sie sei die falsche. Bei meiner Postfiliale in der Hamburger Hoheluftchaussee konnte mir auch nicht geholfen werden, dort wurde mir nur die 0800/1888444 empfohlen..?! Am hilfsbereitesten war bis hier ein Fahrer der DHL gewesen, den ich in seinem Transporter auf der Straße eine Hand voll hundert Meter neben der betreffenden Packstation ansprach: Er versprach, seinen Vorarbeiter anzusprechen, und hat sogar meine Postnummer und die Packstation und meinen Namen aufgeschrieben.

Nach rund zwanzig Minuten in der Warteschleife bei einer Dame der Packstations-Hotline habe ich nun herausgefunden, daß beide Pakete in derselben Schublade waren, welche ich nach Entnahme EINES Paketes selbst erfolgreich geschlossen hab – UND vielleicht sogar war es dieselbe Schublade, die ich eine Minute später mit der Retour wieder gestopft habe, so daß im glücklichsten Falle nun eine Retour und ein sozusagen verwaistes Paket hintereinandergeschoben in ebenjenem Fach liegen. Unter der Vorgangs-Nummer läuft nun eine Fahndung nach der zweiten Sendung, die hoffentlich noch in der Packstation schlummerte.

Es vergingen vier Wochen und eine 5€ teure Mahnung des Absenders, bis das NIEMALS aus dem Besitz der DHL gelangte Paket gefunden wurde. VIER WOCHEN lang hat die DHL es in ihrem eigenen Hause nicht gefunden.