Drei Werktage sind nicht »ein bis zwei Werktage«.
Und einen Wunschort, an dem das Ding abgestellt wurde, habe ich nicht angegeben gehabt – die Empfängerin auch nicht, die wußte nicht mal was von dem Paket.
Och, Leude.
Drei Werktage sind nicht »ein bis zwei Werktage«.
Und einen Wunschort, an dem das Ding abgestellt wurde, habe ich nicht angegeben gehabt – die Empfängerin auch nicht, die wußte nicht mal was von dem Paket.
Och, Leude.
Zwei Malheure am selben Absendedatum.
Das schafft nur die DHL.
Pakete werden ja »i.d.R. in 1-2 Tagen« zugestellt.
Das würde in etwa bedeuten, daß am Tages des Einlegens einer Sendung in die Packstation diese von dort auch entnommen und weiterhin im Start-Paketzentrum bearbeitet würde, von wo aus es, wenn man großzügig rechnet am nächsten Tag am Ziel-Paketzentrum landen und am übernächsten Tag zugestellt werden könnte.
Aber: Neinnein.
Mo, 13:20 in die Packstation eingelegt, und scheinbar nach einer Minute herausgeholt?! Unsinn. Erst am nächsten Tag:
Di, 13:21 wird das Ding entnommen und zum Paketzentrum gefahren. Dieser Weg war aber wohl eine fast anderthalbtägige Stadtrundfahrt, denn erst knappe dreißig Stunden später wurde das gute Stück erstmals wieder gescannt:
Mi, 18:57 liegt schon sechs Stunden nach der werbungsgemäßen Zustellung, ist aber in Wahrheit der erste Kontakt überhaupt erst zum Start-Paketzentrum.
Fr, 01:00 editiere ich diesen Beitrag, und es hat sich seit nun weiteren dreißig Stunden, anderthalb Tage nach der Zustellung gemäß Werbung, nichts an der Verfolgung geändert. Angeblich werde es heute, am vierten Werktag seit Einlegen in die Packstation, zugestellt. Das behauptet die Verfolgung jedenfalls mutig:

DHL: WAS STIMMT MIT EUCH NICHT?
Voraussichtlich stellt die DHL das Paket also noch in den nächsten 104 Minuten an meine Packstation zu? Ja? Neinnein.

Ein Paket verschickt. Heutige Zustellung binnen nur zweier Tage.
Ein Paket bekommen. Heutige Zustellung binnen nur zweier Tage.
Der Stand laut Blog-Zählung beträgt jetzt 25,1% erfolgreiche Zustellungen und einen Fehlerquotienten von knapp 75%, hierbei nur die Sendungen gezählt, nicht die Pleiten, derer ich durchaus schon zwei, drei, vier und sogar fünf bei nur einer einzigen Zustellung zählen durfte – der Fehlerquotient ist also sehr zugunsten der DHL gezählt. Dieses Wissen, daß es noch viel schlimmer ist, läßt das Ergebnis mich noch viel mehr erschrecken.

Die DHL kann nicht mal ihre eigenen Webseiten an Browser erfolgreich zustellen.
Ich weiß aus vergangenen Logins, daß ich derzeit 505 Bonuspunkte gesammelt haben müßte. Vielleicht auch schon wieder mehr. Ich wollte diese grad einlösen für einen Paket-Gutschein-Code.
Tja. Eine weiße Seite sagt mir zwar, was ich alles tolles mit den Bonuspunkten machen könnte, was wieviele bringt, was wieviele kostet, aber das Auswahlfeld laut FAQ, das mich einen Bonus auswählen ließe, bleibt auch mit deaktiviertem Adblocker verborgen, sowohl in meinem Firefox als auch in meinem Chromium-Browser. Cookies sind auf der Whitelist, Cache geleert, Browser neu gestartet, anderen Browser probiert, anderen Rechner probiert, Smartphone probiert, überall sieht diese Seite, auf der ich Bonuspunkte einlösen zu können geheißen werde, auf die gleiche Weise weiß aus, wo ein Auswahlfeld jedoch sein könnte.
Leude. Pakete zu stehlen, zu verschrotten oder Briefe vor der Zustelleung erst noch auszuleeren, das kennt man ja alles von Euch. Aber daß Ihr Eure eigene Scheiß Webseite nicht mal erfolgreich zustellen könnt, ist noch viel lächerlicher.

Zum Lachen, wenn es nicht zum Weinen wäre, auch die Frage, ob ich noch keinen Account habe, den vielleicht einrichten möchte? Direkt oberhalb wessen ich nach einem Logout gefragt werde, oberhalb wiederum wessen ich mit meinem vollen Namen angesprochen werde. Sieht so aus, als habe ich einen Account, oder?


Unter welchem Namen das Treppenhaus wohl den Empfang dieses Paketes unterschrieben habe, war eine Frage, die mir durch den Kopf ging.

Es hätte fast ein »FORTUNA«-Beitrag werden können. Ein Paket, das am nächsten Werktag zugestellt würde?! Ich war laut Paketverfolgung fassungslos! Aber natürlich habe ich mich zu früh gefreut.
»Meine« Packstation, 800m von meiner Haustür entfernt, kann ja mal voll oder defekt sein. Gar kein Ding. Gibt ja genug Packstationen oder notfalls Postfilialen in meiner Nachbarschaft, in die meine Sendungen schon ersatzweise gepackt worden sind.
So passierte nun heute, daß »meine« Packstation mal wieder voll war. Okay. Ich überfliege die SMS, um zu sehen, in welcher der zig nahen Packstationen oder notfalls zig Filialen oder Stellen es denn gelandet sei, und lese.. Es ist in der vierzehnt-entferntesten Filiale von meiner Haustür gelandet, in welchem Radius sich ebenso 12 Packstationen befinden.
Was stimmt mit Euch nicht?

Auf nebenan.de gefunden und um Erlaubnis gefragt, diese Annonce in meinem Blog anonymisiert zitieren zu dürfen.
Der Nachbar ist möglicherweise ausfindig gemacht worden, eine Autowerkstatt trägt diesen Namen.


Eine Zustellung. Ein Tag. Ein Paket.
DHL. Ein Mann und sein Zustellfahrzeug kämpfen gegen die Normalität.
Was nicht paßt, wird passend gemacht. Wenn Gewalt nicht hilft, hilft mehr Gewalt.

Dieser Screenshot wurde am 10.08.2018 um 21:15 gemacht.



Am 01. August 2018 wurde eine Nähmaschine versandt.
Am 03. August war die Zustellankündigung. Nachbarzustellung wurde vereinbart, weil nicht zuhause. Zwei Nachbar-Namen als Möglichkeit angegeben.
Aber nichts.
Genauso wenig am 04. August.
Und am 05. August.
Am 05. August ein Beschwerdeanruf bei der DHL. Es wurde ein Wunschtermin am 07. August vereinbart: Das werde klappen.

Am 07. August nichts.
Am 08. August nichts.
Theoretisch würde es am 10.8 zurückgeschickt, weil »unzustellbar«, also noch ein Anruf und nochmals beschwert. Ein weiterer Zustellversuch wurde vereinbart.
Laut Paketverfolgung sei es am 10. August um 17:18 im Ziel-Paketzentrum bearbeitet worden und werde am Montag zugestellt.
Am Montag, den 13. August wird das Paket um 08:16 ins Zustellfahrzeug geladen und um 10:40 laut Paketverfolgung erfolgreich zugestellt.
Nur leider nicht bei der Empfängerin, die jetzt ratlos ohne Nähmaschine, ohne Benachrichtigung, ohne jede Kenntnis über den Verbleib des Gerätes dasitzt.
Seit einer Woche traut sie sich kaum, Müll hinunterzubringen oder zum Arzt zu gehen, weil genau dann das Ding zugetsellt werden könnte, das sie nicht mehr tragen könnte, deswegen zustellen läßt. Sie hat schon Porto für ein Arztrezept bezahlt, um den Zusteller nicht zu verpassen.
ERGÄNZUNG 2018-08-22:
Das Paket hat seinen Weg nun doch wirklich noch zu seiner Empfängerin gefunden, nach guten drei Wochen Lieferzeit und acht Tage, nachdem das Paket laut Verfolgung »erfolgreich zugestellt« worden war.
Das Paket hat so wie auch die Empfängerin einiges mit der DHL erleben müssen.

Ein Paket mit:
– falscher Paketenkündigung.
– erheblicher Verspätung: drei Wochen statt »i.d.R. 1-2 Tagen«
– erheblicher Beschädigung des Versandkartons, glücklicherweise nicht des Inhaltes.
– Sendungsverlust: »erfolgreich zugestellt« – aber gar nix. Zum Glück nach sieben Tagen wiedergefunden, wie auch immer.
Die >»Schnelle Lieferung (ca. 1-2 Werktage)« kann auch mal ca. 3 Werktage dauern, klar.

Gelbe Jungs? 3 ∉ {1, …, 2} oder anders: 3 > 2 > 1. Und bitte, entscheidet Euch für globalisiertes Englisch oder für die jeweils lokale Sprache des Webseitenbesuchers. Mischen Impossible.
Neulich hörte ich an einem meiner Arbeitsplätze einen DHL-Zusteller, der dorthin grad ein Paket brachte, vermutlich in smalltalkigem Zusammenhang lachend, daß er in fünfte Etagen doch nicht raufgehe?
Er verließ uns schneller als wir ihm sagen konnten, daß er dafür bezahlt werde und es genug Fluchereien gebe über Abholungen am nächsten Werktag in iener Filiale, genau deswegen offenbar. Wir kuckten uns nur an. Sicherlich, Scheißjob, aber Job – und Gehalt für genau DAS, was er offenbar nicht willig ist zu tun.