Ich rechne also mal wieder: Wenn nur 95% an kommenden Werktag ankommen, von dem Rest wiederum 95% am Werktag darauf, dann war mein Brief einer aus den 5% des ersten, daraus wiederum 5% des zweiten, wiederum 5% des dritten und nochmals daraus 5% des vierten Tages. Mir passierte also, was nur jedem 160.000sten Brief passiert. Warum bin ich nur so selten unter den verbleibenden 159.999 Brief-Empfängern?
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2014-01-17/19. MALHEUR #28.
Warum bekomme ich an einem Tag eine Packstations-Benachrichtigung mit mTAN per SMS, daß eine Sendung in einer völlig anderen, aber wenigstens benachbarten Packstation eingelegt worden ist? Naja, vielleicht ist die »eigene«, die jenige meiner Anmeldung, ja gerade voll. Immerhin schön, daß ich dann nicht auf die Öffnungszeiten einer Filiale warten muß, sondern eben nur etwas weiter fahre, um das Paket zu bekommen.
Nein.
Warum bekomme ich am selben Tag nur wenig später eine Packstations-Benachrichtigung mit derselben mTAN per SMS, daß eine Sendung in »meiner« Packstation eingelegt worden ist? Bisher wurden doch immer zwei Pakete in ein Fach derselben Packstation gelegt, warum werden zwei Pakete jetzt zuerst in eine andere als »meine« und fast gleichzeitig das Zweite doch in »meine« Packstation gelegt?
Das verstehe ich nicht.
2013-12-27. MALHEUR #27.
»Lieferung: Zwischen Fr, 03. Jan. und Mo, 06. Jan. bei heutigem Zahlungseingang.«
Nein.
ERGÄNZUNG 2014-01-15:
Wir haben heute Mi, den 15. Jan. und die Sendung ist noch nicht hier.
ERGÄNZUNG 2014-01-18:
Wir haben heute Sa, den 18. Jan. und ich habe eine DHL-Benachrichtigung zur Filial-Abholung im Briefkasten gefunden. Ich habe in letzter Zeit viel online eingekauft und den Faden verloren, was davon nicht in meine Packstation gehen sollte, aber zu groß sein könnte für den Briefschlitz. Ich bin gespannt, ob die Sendung am Montag einen Durchschnitt von 1,309km/h zu mir gefahren sein wird.
ERGÄNZUNG 2014-01-20:
Wir haben heute Mo, den 20. Jan und die Sendung wurde angeblich zweimal versucht, mir zuzustellen. Über meinem Namen und meiner Straße klebt übrigens ein Strichcode, und auch zwei andere Aufkleber werfen Rätsel auf:
✓ Am Donnerstag, den 16.1. um 13:52 wurde laut Aufkleber festgesetzt, daß es einen zweiten Zustellversuch geben solle und die Sendung bis zum 17.1. gelagert werden solle.
✗ Zweiter Zustellversuch? So etwas ist mir bei der Post gar kein Begriff. Kann eine Sendung nicht zugestellt werden, wird ein Zettel in den Briefkasten geworfen, die Sendung gelangt am selben Abend in die Filiale, von wo ab dem nächsten Werktag der Empfänger sie abholen könne.
✗ Was passierte denn diesmal wieder bei der Post, daß ich am 16.1. keinen Benachrichtgungszettel bekommen habe?
✓ Am Freitag, den den 17.1. um 17:45 wurde laut zweitem Aufkleber festgesetzt, daß die Sendung zur Filiale gehen solle, damit ich sie am nächsten Werktag abholen könne.
✗ Was passierte denn jetzt wieder bei der Post, daß ich auch am 17.1. keinen Benachrichtgungszettel bekommen habe?!
✓ Am Samstag, den 18.1. fand ich frühabends einen gedruckten Benachrichtgungszettel IN einem hand-adressierten Briefumschlag.
✗ Warum wird das nicht am Zeitpunkt und Ort der Zustellung in meinen Briefkasten gesteckt, damit ich es finden und an jenem Samstag schon hätte abholen können?
Die Sendung brauchte für die 723km eine Zeit von 23 Tagen, das sind 1,309km/h. Ich wäre zufuß etwa viermal so schnell gewesen.

2013-12-05. MALHEUR #26.
»Das Paket wurde in das Zustellfahrzeug geladen.«
Bis in den Abend hinein wurde auf das Paket gewartet und damit das Besuchen einer schönen und selten so intensiven Natur-Erscheinung verpaßt. Das Paket wurde natürlich nicht an dem Tag zugestellt, an dem es in ein Zustellfahrzeug geladen wurde. Das Zustellfahrzeug hat für die Überwindung der knapp 3km deutlich mehr als 24 Stunden gebraucht.
2013-12-02. MALHEUR #25.
Ich erhielt eine E-Mail des gelben Versandwesens, daß das Paket in einem sehr engen Zeitfenster eintreffen werde.

Ich hielt die Mail für mutig, war aber gewillt, mich einmal darauf einzulassen, zumal es sich um ein 18kilogramm schweres Paket handele, welches wir schwierig fänden, von der Filiale abzuholen.
Natürlich war das Zeitfenster völliger Unsinn, und so konnten wir letztenendes einen Kurier bezahlen, um das Paket Tage später nachhause zu bekommen.
2013-11-05. MALHEUR #24.
»Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.«

264 Kilometer gilt es noch zurückzulegen. In den ersten 19 Stunden hat sich das Paket höchstens vom Tresen bis zu einem Regal in derselben Postfiliale bewegt, also nicht mehr als ein paar Meter. Schätzen wir mal 20 Meter in 19 Stunden und erhalten eine Durchschnittsgeschwindigkeit von
0,00105km/h>.
»Das Schneckentempo beträgt etwa 7 cm in der Minute (0,0042 km/h)«
Die Post ist hier ein Viertel so schnell wie eine Weinbergschnecke.
Um der Behauptung gerecht zu werden, das Paket käme am nächsten Werktag an, müßte das Paket zur Uhrzeit des Schreibens von diesem Beitrag schon um ein fünfzigtausendfaches beschleunigen.
ERGÄNZUNG 2013-11-06:
Das Paket ist jetzt seit 28 Stunden unterwegs und hat es bisher nach Hamburg-Altona geschafft. Von meiner Haustür bis dort sind es 2,6 Kilometer, für welche die Post im Augenblicke meines Tippens von diesem Text bisher 28 Stunden braucht:

Das sind nicht einmal 93 Meter pro Stunde, oder in geläufigeren Einheiten:
0,0928km/h>
Sagen Sie mal, Post:
HACKT’S???!!
ERGÄNZUNG 2013-11-06:
Die erste außer-Hamburgische Statusmeldung in der Verfolgung gab es vierunddreißig Stunden, nachdem ich das Paket eingeliefert hatte. 34 Stunden, um die 20 Kilometer über die Stadtgrenze hinweg zu schaffen!! weitere nur 8 Stunden später war das Paket beim Empfänger:

2013-11-01. MALHEUR #23.

Dieses hier wird heißen, daß ein MOHAM.., der irgendwo in 86165 ..* in Deutschland wohnhaft ist, sein DHL-Paket nicht erhalten wird. Zumindest nicht problemlos. Es handelt sich um einen von einem unbekannten Paket halb abgerissenen Paketschein mit Absender und halbem Empfänger, der zufällig an meiner Warensendung (diese wiederum wird in der Geschichte NEUNZEHN erwähnt) kleben blieb.
Ich habe den Absender sofort gegoogelt und eine Hotline angerufen, um den Ärger möglicherweise wenigstens zu verringern. Dort erklärte mir eine von meinem Kümmern offenbar erfreute Dame, daß die DHL in solchen Fällen –pardon: bedauerlichen ›EINZEL‹-Fällen– die Befugnis habe, das Paket zu öffnen und die auch noch einmal im Paket befindliche Adresse zu ermitteln.
Herzlichen Gruß an die sehr freundliche Dame, die sich bei einstimmigem, beidseitigen Seufzen am Telefon über die DHL den Link zu diesem Blog hat diktieren lassen =)
2013-10-30. MALHEUR #22.
Wir warten seit einer Woche auf eine Rechnung vom Tierarzt und haben heute des schlechten Gewissens wegen mal nachgefragt, weil wir deren längst erbrachte Leistung immernoch nicht zahlen konnten.
Die Rechnung ist seit sieben Tagen unterwegs.
5,5 Kilometer nah ist die Praxis.
0,0327km/h.
Mal sehen, ob wir die Rechnung, die ich eben als Scan per Email bekommen habe und wir sie endlich bezahlen können, noch irgendwann in Papierform finden werden. Ich bezweifle es.
2013-10-27. MALHEUR #21.
Und NOCH einmal.
Am heutigen achten Tage habe ich noch nicht in den Briefkasten geschaut. Ich rechne kaum mit der »schon« heutigen Ankunft der Schrumpfschläuche, mit denen ich ein Kabel reparieren möchte.
ERGÄNZUNG 2013-11-06:
Es sind heute zehn Tage für einen lächerlichen Brief und eine Entfernung von 214 Kilometern. Ich kann nicht anders als auszrechnen, WIE gerecht die Post dem Titelbild dieses Blogs wieder einmal wird:
0,89km/h
ERGÄNZUNG 2013-11-06:
Am heutigen zehnten Tage ist bis zum Abend die Warensundung bei uns eingetroffen.
2013-10-24. MALHEUR #20.
Wieder einmal:
Acht Tage sind i.d.R. mehr als vier.
2013-10-12. MALHEUR #19.
In der Regel. M-hm. Ich habe einmal eine Warensednungen mit 20 Stunden Laufzeit erlebt. Einmal. Sonst eher Richtung acht Tage. WIE KOMMEN SIE AUF VIER TAGE???
2013-09-23. MALHEUR #18.
Mal sehen, wie lange die vor neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden in die Packstation –welche mehrmals am Tag zwecks Befüllungen und Leerungen zugleich angefahren werde, heißt es– gelegte Paketsendung dort liegenbleibt.
Hier die Paketverfolgung 19 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

»Mehrmals am Tag« war mal Ansage der DHL-Hotline. Dann müssen die in den bevorstehenden 5 Stunden aber oft hinfahren, um nicht gelogen zu haben. Damit hat die Post gelogen. Seit neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden liegt das Paket dort in der Packstation, ohne abgeholt worden zu sein.
ERGÄNZUNG 2013-09-24:
Also. Nach rund siebenundzwanzig Stunden wurde das Paket nun aus der Packstation entnommen und drei Zigarettenlängen später sogar ins Auto gelegt, der Paketverfolgung nach zu urteilen. Der nächste Schritt werde der Transport in das von der Packstation 3,3km entfernte Paketzentrum sein, heißt es. Und zwar seit jetzt über sechs Stunden?! Seit Einlegen des Pakets in die Packstation sind 31 Stunden vergangen. In dieser Zeit hätten mehrere Fahrzeuge das Paket auflesen sollen. Ach, und: »Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.« M-hm? Das Paket ist in Hamburg/Lokstedt auf den Weg gebracht worden und nach 33 Stunden noch nicht einmal in Hamburg/Altona! Wie kommt die DHL auf die Idee, es hätte heute tagsüber schön in Berlin/Wedding sein können? Das wäre ja eine Durchschnittsgeschwindigkeit des gelben Zustellungswesens von 11,83km/h! Ja, ich rechne jetzt die tatsächliche Durschnittsgeschwindigkeit des Paketes seit Einlegen in die Packstation aus: 0,1km/h. Das ist ein Hundertelftel, als Zahl ⅟₁₁₁, bzw. 0,9% der für das Versprechen notwendigen Geschwindigkeit. Dies ist ein Meßfehler um neunundneunzig Prozent des Soll-Wertes und um elftausendeinhundert Prozent des Ist-Wertes.
Hier die Paketverfolgung 33 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:
Hackt’s????
Es sind jetzt 45 Stunden vergangen, seit ich das Paket, welches »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, in die Packstation gelegt habe, und das gelbe Versandwesen hat es immernoch nicht einmal bis Altona geschafft? Altona wäre ein rundes Hundertstel der von diesem Paket zurückzulegenden Gesamtstrecke, und schon dafür braucht es bisher über 45 Stunden! Das wären ja 163 Tage bei diesem Schnitt, den das Paket brauchen könnte!
Bis hier bewegte sich das Paket mit einer Langsamkeit von 0,073km/h.
Hier die Paketverfolgung 45 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:
Es sind jetzt zwei volle Tage und eine halbe Stunde vergangen, seit das Paket »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, und das Paket hat es endlich geschafft, seine erste Etappe von 3,3km zurückzulegen. 282km stehen dem Paket noch bevor.
Bei den bisherigen 0,068km/h liegt die Befürchtung nahe, daß das Paket erst in 173 Tagen, das wäre der siebzehnte März 2014, ankommt. Das ist in fast einem halben Jahr.
Hier die Paketverfolgung 48,5 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-26:
Kaum hat das Paket nach etwa 60 Stunden Hamburg verlassen, wurde es binnen weiterer nur 9 Stunden in Berlin/Wedding bei einem Nachbarn der Empfängerin hinterlegt. Das Paket hat jenseits Hamburgischer Stadtgrenzen, so scheint es, sehr plötzlich um den Faktor 182 beschleunigt: von bis dahin 0,167km/h auf 30,22km/h. Wenn das mal gesund ist.

2013-09-22. MALHEUR #17.

Temporarily?
2013-09-06. MALHEUR #16.
In Fortsetzung zu »MALHEUR #0.« und in verblüffender Ähnlichkeit zu »FREUND #2.« hat es vor wenigen Minuten an meiner Tür geklingelt. Ich betätige den Summer. Nichts passiert. Ich stehe an meiner offenen Wohnungstür. Summe erneut. Nichts passiert. da höre ich ein Piepsen in der Treppenhaus-Etage unter mir.
Ich frage: »Halloo?«
Kommt ein gelb gekleideter Zusteller um die Ecke gelaufen, winkt mir kurz zu und stammelt, daß alles in Ordnung sei, er habe es unten abgeben können.
WARUM KLINGELT ER DANN »ERSATZWEISE« BEI MIR?!
2013-09-04. MALHEUR #15.
»Brieflaufzeiten
Täglich stellen wir bundesweit rund 64 Mio. Briefe zu. 95%* davon erreichen bereits nach einem Tag ihr Ziel – ein Spitzenwert, auch im internationalen Vergleich.
* Durch ein unabhängiges Qualitätsforschungsinstitut werden die Sendungen gemessen, die uns während der Annahmezeit oder bis zur letzten Briefkastenleerung erreichen und einen Tag nach der Einlieferung beim Empfänger ankommen.«
[Quelle]
Ich bin 0,00003125 0,0000015625 0,000000078125%*. >
* In meinen unabhängigen Briefkasten oder der DHL-Packstation werden nur die Sendungen gesteckt, die eine gute Reifezeit an unbekanntem Ort luftgetrocknet oder abgehangen wurden. Zur Zeit warte ich seit dem Mittwoch dieses Beitrages, das ist mittlerweile fünf sechs sieben zustellungsmögliche Tage her, auf einen Brief oben erwähnter Laufzeit, der leider auf den gelben Weg gebracht worden ist. Wenn 95% am nächsten Tag zugestellt werden, dann vom Rest vielleicht wiederum 95% am darauffolgenden, von dem Rest weitere 95% am Tag danach und so weiter, dann gehöre ich rein rechnerisch zu elitären 0,00003125 0,0000015625 0,000000078125% der deutschen Bevölkerung, da es bei der Zustellung erst am inzwischen heutigen Dienstag Mittwoch Donnerstag immernoch nicht endlich geklappt hat. Rechnerisch bin ich 0,06 Bundesbürger! Rechnerisch passiert der Inhalt dieses Kapitels meines Blogs nur einmal in knapp 16 deutschen Einwohnerzahlen!
Wir können letztenendes für die 283km eine durchschnittliche Liefergeschwindigkeit von 1,97 1,68 1,47km/h bestaunen. Zufuß wäre ich am Freitag, also vor mittlerweile 4 5 6 Tagen, angekommen.