2018-05-11. MALHEUR #143.

Wir schreiben Samstag, den 12. Mai 2018, es ist 23:44 – eine Viertelstunde vor Mitternacht.

Die Paketverfolgung ist immernoch optimistisch: Zustellung voraussichtlich am 12.5.2018.

Ich begreife Euch echt nicht, Jungs. In wievielen Fällen stimmt das denn? Schämen sich Eure Webdesigner nicht, solche Lügen in Eure Web-Präsenz schreiben zu müssen? Die müssen doch abends echt schlecht schlafen?

ERGÄNZUNG 2018-05-14:

Um 1:35, also anderthalb Stunden nach Mitternacht von Sonntag auf Montag – am gestrigen Samstag hatte das Paket zunächst anzukommen geglaubt – bekomme ich eine Email mit dieser lustigen Betreffzeile:

Ihr DHL Paket kommt zu einem anderen Zeitpunkt.

NEIN! Doch! Ooh. HmHm.

ERGÄNZUNG 2018-05-14:

BENACHRICHTIGUNGSKARTE?

WELCHE VERDAMMTE BENACHRICHTIGUNGSKARTE?

2018-04-09. MALHEUR #141.

Na sowas! Am gestrigen 9. April eine Email bekommen, daß mir am heutigen 10. April ein Paket zugestellt werde. Binnen eines einzigen Werktages? Das glaubt Ihr doch wohl selber nicht. Heute abend in die Paketverfolgung gekuckt und gesehn, daß es immernoch im Start-Paketzentrum liege, aber voraussichtlich heute zugestellt werde. Na, dann legt Euch mal ins Zeug.

Ihr Schwachköpfe.

2018-04-07. MALHEUR #140.

Ich habe vor zwei-und-sechzig Tagen einer Freundin eine Postkarte geschrieben und meines Wissens korrekt adressiert. Ich habe sie in einen Briefkasten eingeworfen, der von ihrer Adresse zufuß nur vierzehn Kilometer entfernt steht.

Diese Postkarte kam heute an mit dem Aufkleber einer Adress-Nachermittlung. Am zweiundsechzigsten Tag nach Absenden.

»Selbst wenn, und ich möchte, daß das allen klar ist, selbst wenn jemand Jehova sagt« und ich die Postkarte auf irgendeine Weise falsch adressiert habe, was ich nicht habe, weil die Adresse gut auswendig: Selbst dann legitimiert NICHTS eine Versanddauer von 62 Tagen.

Ich bin gespannt auf das Foto der von mir aufgeschrieben gewesenen Adresse, sobald der Aufkleber aus Neugierde ab ist.

2018-04-04. FREUNDE #24.

Es handelt sich um einen Kühlschrank, der beim Mediamarkt gekauft geliefert werden soll.

Per DHL.

Es beginnt mit einer Email, in der die Lieferzeit zwischen 9:30 und 13:30 angekündigt wird. Den offenbar ganzen Tag sogar blieb die WG-Mitbewohnerin also zuhause. Nichts klingelte, stattdessen kam eine weitere Email:

Der übliche Hinweis auf die Benachrichtigungskarte führte ins Nichts: Es gibt natürlich wieder einmal keine. Es wird verabredet, daß der andere Teil der WG auf dem Arbeits-Heimweg mal in der benachbarten Postfiliale nachfragt, ob vielleicht das Paket schon da sei, weil keine Karte erhalten, und falls, daß man dann zu zweit das gute Ding iiirgendwie abholen müsse.

Tatsache: Das Paket war heute, am selben Tage und nur eine Stunde nach der geplanten Zustellung – nicht erst am nächsten Werktag ab 11 Uhr wie sonst üblich – schon seit einem unbekannten Zeitraum in der Filiale. Die Mädels telefonierten sich also schnell zusammen.

Dann wurde der Herr hinterm Tresen stutzig, weil er nach erstmaligem Widerspruch auf deren Beharren hin bemerkte, dass das Paket ja tatsächlich heute und nicht bereits gestern hatte zugestellt werden sollen. Denn am Zustelltag werden keine Pakete in Filialen geliefert, das passiert immer erst am Vormittag darauf. Er sprach dann selbst die Vermutung aus, der Zusteller habe wohl direkt aufgegeben und wäre gar nicht erst bei denen vorbeigefahren, sondern habe direkt die Filiale als erste Station angefahren.

Diese Vermutung wird gestützt durch die Beobachtung, daß das Paket eine einzige Minute nach dem Einladen, eine Stunde vor geplanter Zustellung, schon nicht zustellbar gewesen sei; und eine weitere Minute später, immernoch rund eine Stunde vor Beginn des Zustell-Zeitfensters, als nächstes in die Filiale gelangen würde.

Warum läßt man sich beim Mediamarkt wohl einen Kühlschrank liefern und ist dafür den ganzen Tag zuhause? Möööglicherweise, weil man nicht die Mittel zum Transport hat. Was muß man tun, wenn der Kühli aber nicht einmal anzuliefern versucht wurde, sondern ungeklingelt und unbenachrichtigt in eine Filiale gebracht wird? Richtig: Man muß ihn transportieren.

Mir fallen viele Schimpfworte ein, die ich hier im Blog aber tunlichst meiden will.

Der Kühlschrank wurde dann auf einem Longboard nach Hause gebracht.

ERGÄNZUNG 2018-04-09:

Am vierten Tag nach dem Drama kam die Benachrichtigungskarte in den Briefkasten.

2018-03-15. MALHEUR #138.

Ich habe einen ebay-Einkauf versehentlich an die Hausadresse statt an die Packstation adressieren gelassen, und ja, morgen arbeite ich. bestimmt nicht von null bis vierundzwanzig Uhr, aber »morgen kommt das Paket« ist ja eine wenig hilfreiche Angabe.

Cool! Es heißt, ich habe fünf Optionen der Abhilfe, wenn ich nicht da bin! Ich nehme gern die fünfte: An eine Packstation umleiten! Die Optionen sind da oben, Moment.. Liefertag ändern, nee. Ablageort wählen, nee. An einen Nachbarn, nee. Filiale, auch nee. Pack-.. Hää? An die Packstation umleiten kann ich WO BITTE angeben? Unten im Werbebereich, wo die fünf statt nur vier Optionen gelistet sind, ist nichts klickbar, nur oben im Kasten, wo jedoch statt fünf nur vier Optionen stehen. Echt jetzt..?

ERGÄNZUNG 2018-03-16:

Nachdem ich gestern eine Filiale auswählte, in die es heute zugestellt werden könne, dachte ich, es heute abend auch schon abholen zu können.

Neinnein.

Erstmal mußte das Paket noch beschädigt werden.

ERGÄNZUNG 2018-03-20:

Vor vier Tagen hat das gelbe Zerstörwesen DHL das Paket beschädigt und seither heißt es, der nächste Schritt sei, es in der Verpackungsstelle neu zu verpacken. Wann wird das denn passieren? Vor fünf Tagen, das sind vier Werktage, wurde das Paket abgesandt. Der gelben Werbung zufolge wird das Paket vor spätestens drei Tagen ankommen.

ERGÄNZUNG 2018-03-21:

Am heutigen sechsten Tag seiner Reise ist das Paket nun in der ausgewählten »Filiale« gelandet. Ein DHL-Shop in meiner Nachbarschaft. Ich bin gespannt, wie es morgen aussehen wird, wenn ich es nachverpackt abhole. 0_0

ERGÄNZUNG 2018-03-22:

Ich bin ohne Worte. Der junge Herr im DHL-Shop lachte nur: »so sehen die hier ständig aus!«

2018-03-12. MALHEUR #137.

Warensendungen haben angeblich »3-4 Tage Laufzeit«.

Ich lebe vielleicht einfach in einer vekrümmten Ecke des Raum-Zeit-Kontinuums..?

Schon wieder eine Warensendung, die viel zu lange braucht. An ihrem morgen siebten Tag der Reise hatte sie sich auf 251 Kilometer im Schnitt langsamer als 1,5km/h fortbewegt, das ist weniger als ein Viertel meiner Langstrecken-Geschwindigkeit zufuß.

Immerhin ist die Post – gesetzt der Fall, es kommt morgen an – ÜBER DREI MAL so schnell wie eine.. Weinbergschnecke.

ERGÄNZUNG 2018-03-19:

Es kam heute natürlich wieder nicht an. Falls morgen endlich, am 8. Tag seiner Reise, dann hat diese Wahnsendung ihr Fortkommen auf ø1,3km/h gedrosselt. Auch das wäre aber immernoch über dreimal so schnell wie besagte Weinbergschnecke. Haarscharf zumindest.

ERGÄNZUNG 2018-03-20:

Na! Schon am fünften der zu vielen Reisetage dieser Wahnsendung hat das gelbe Zustellwesen das Ding in meinen Briefkasten gesteckt. 9 Tage Reisedauer sind zirka dreimal so lange wie mit den Worten »>3-4 Tage Laufzeit« beworben. Und nur noch 2,76× so schnell wie eine Weinbergschnecke.

2018-01-02. MALHEUR #130.

Na, schauen wir doch mal, was schreibt die DHL nochmal zur Lieferzeit? Ach ja: »Schnelle Lieferung (ca. 1-2 Werktage)«. Vorgestern um etwas nach 15h habe ich direkt unter dem Vordach der Postfiliale am Paketzentrum Hamburg-Altona ein Paket in die Packstation eingelegt.

Heute hätte es spätestens dasein sollen, laut Werbung. Eigentlich mit guter Chance schon gestern, behauptet dort die DHL.

Aber nein. Es wurde zweiundzwanzig Stunden nach Einlegen in das Fach aus der Packstation entnommen und weitere über dreiundzwanzig Stunden später erstmals überhaupt im von der fraglichen Packststion keine hundert Meter entfernten Start-Paketzentrum bearbeitet. Das ist auch jetzt, zweiundfünfzig Werktag-Stunden = vier Stunden nach der Zustellung laut Werbung, der aktuellste Stand in der Paketverfolgung – und:

Eine Weinbergschnecke wäre in der selben Zeit mehr als doppelt so weit gekrochen.

2017-12-04. MALHEUR #127 und #128 und #129.

Am Montag wurde ein Paket auf den Weg zu meiner Packstation gebracht.

Am Dienstag hätte es also laut Werbung in meine Packstation gelegt werden sollen.

Am Mittwoch wurde das auch probiert, ging aber nicht. Ich bekam eine SMS, daß die Packstations-Sendung in die Filiale am Siemersplatz 1 umgeleitet werde und ab Donnerstag dort abzuholen sei.

Am Donnerstag kam eine SMS, daß ab Freitag eine Packstations-Sendung in der Kieler Straße 383 abzuholen sei. Zwei Filialen? Beide nicht in dem Stadtteil, in dem ich wohne? Echt jetzt?
Nachmittags fahre ich der SMS vom Vortag wegen zum Siemersplatz, überlege, wie zum Kuckuck ich meinen Job am Freitag mit der Kieler Straße vereint bekomme. Im Siemersplatz wird mir aber gesagt, hier sei nichts, es liege in der Kieler Straße 383, ich müßte eine weitere SMS bekommen haben, die das korrigiere, da sei was schiefgelaufen.

Am Samstag bekomme ich eine SMS, daß eine Packstations-Sendung ab Montag in der Hoheluftchaussee 26 abzuholen sei. Die dritte Post-Filiale. Samstag also schonmal in die Kieler Straße gefahren und in so einer Post-Ecke eines Lotto-Ladens die vermeintliche Sendung abgeholt, die mir am Mittwoch falsch angekündigt worden sei. Aus dem Packstations-Login wußte ich, was mich dort wohl erwarte: Eine Netzwerkkarte. Hätte ich das Ding mal dort geöffnet, hätte ich gesehen, daß dies doch nicht Inhalt der falsch adressierten Mittwochs-SMS war, sondern die sich augenblicklich als korrekt herausstellende SMS vom Donnerstag, für ein viel zu lange unterwegs gewesenes anderes Päckchen. Eine Korrektur der falsch-adressierten SMS am Mittwoch für ein Paket habe ich also nicht bekommen, und so liegt die seit Mittwoch angeblich im Siemersplatz befindliche, aber doch zur Kieler Straße geratene Sendung immernoch in der Kieler Straße, natürlich Samstags ab 15h geschlossen. Es ist 15:30.

Am Montag also hole ich auf dem Rückweg von ganz woanders kommend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zuerst in der Kieler Straße ab, was der Herr mir schon am Samstag hätte geben können, fahre dann weiter zur Hoheluftchaussee und hole dortiges Paket ab. Das war auch viel zu langsam unterwegs, sogar schon am Samstag überfällig, wo es nicht in die Packstation gepaßt hatte. Ich war alles in allem effektiv 85 Minuten meiner gesamt-Reisezeit nur dafür unterwegs, um zwei Sendungen einzusammeln.

Paket MALHEUR #127:
1.) Zustellversuch am zweiten statt am nächsten Werktag, doch ist die Packstation überfüllt.
2.) Benachrichtigung am Mittwoch, daß es ab dem dritten Werktag am Siemersplatz abholbar sei.
3.) Am Donnerstag am Siemersplatz die Antwort, das liege stattdessen in der Kieler Straße.
4.) Am Samstag in der Kieler Straße eine Sendung ausgehändigt bekommen und zu spät herausfinden, daß es nicht das gedachte Paket sei. Das liegt immernoch dort in der Poststelle.

Päckchen MALHEUR #128:
1.) Zustellversuch am dritten statt am nächsten Werktag, doch ist die Packstation überfüllt.
2.) Benachrichtigung am Donnerstag, daß es ab dem vierten Werktag in der Kieler Straße abholbar sei. Dieses ausgehändigt bekommen, während MALHEUR #127 nicht bemerkt wird und dort liegenbleibt. Ich glaube in dem Moment aber noch, letzteres in der Hand zu haben. Als ich merke, daß MALHEUR #127 noch in der Kieler Straße liegt, ist dort schon bis übermorgen geschlossen.

Paket MALHEUR #129:
1.) Zustellversuch am dritten statt am nächsten Werktag, doch ist die Packstation überfüllt.
2.) Benachrichtigung am Samstag, daß es ab dem vierten Werktag in der Hoheluftchaussee abholbar sei.

Drei Postfilialen in drei Stadtteilen, und keiner dieser Stadtteile der, in dem ich selbst wohne?! Nur verspätete Sendungen? Falsche Adresse in der Abhol-SMS ohne Korrektur, bevor es mir vor Ort gesagt wird?

Dreht Ihr völlig durch?

2017-11-09. MALHEUR #124.

»3-4 Tage Laufzeit« haben Warensendungen laut Werbung der Post/DHL.

Aber seit 32 Tagen Wochen kein Lebenszeichen von der Sendung. Wieder eine gestohlene verlorene Post/DHL-Sendung. Wieder ein Porto, das dem gelben Versandwesen gezahlt worden ist, ohne die dafür zu erbringende Leistung zu vollbringen – geschweige denn den Sachwert zu ersetzen. Wieviele Dezimalstellen an Euros betrügt sich das gelbe Versandwesen eigentlich pro Tag auf diesem Wege zusammen? Wieviele Dezimalstellen in Euro an Sachwert pro Tag werden vom gelben Versandwesen nicht ersetzt, obwohl die Beweislastumkehr für Gewährleistung und Produkthaftung eigentlich erst nach sechs Monaten eintritt und in den ersten sechs Monaten nach Vertragsschluß der Verkäufer die Beweislast trägt, den Erfolg seiner Leistung zu bezeugen? Warum ist es nicht möglich, den Wert einer verlorenen Sendung einzufordern? Wie kann das in diesem Lande legal sein? Fragen, die sich mir immer wieder stellen.

DHL/Post: Ich hasse Sie. Ich wünschte mir, nicht so sehr von Ihnen abhängig zu sein. Krimineller Scheißverein.

2017-11-07. FREUNDE #20.

Eine Freundin von mir war heute zuhause, um ein für heute angekündigtes Paket in Empfang zu nehmen. Irgendetwas hat aber nicht funktioniert, und nun erfolgt morgen ein zweiter Zustellversuch, wenn sie nicht da ist.

Wie unglaublich genial ist es, daß sogar die DHL ihre Kunden inzwischen selbst nachzuschauen bittet, ob denn wenigstens eine Benachrichtigung eingeworfen wurde.

Eine Benachrichtigungskarte gibt es in ihrem Briefkasten keine.