2013-10-06. FORTUNA #2.

Die DHL war mal wieder schnell. Das möchte ich aus Fairneß hier auch im Blog erwähnen.

Wenn gleich auch trotzdem die Reise dieses Paketes mich staunen läßt.

die ersten 33 Kilometer der Tour benötigten etwas weniger als 4 Stunden. Für die DHL ist das schnell. Wenn ich jogge, bin ich etwa anderthalb mal so schnell. Aber OK. Vier Stunden bis nach Hamburg hinein ist OK.

Aber dann hat das Paket für die nächsten 3,3 Kilometer natürlich wieder stark abgebremst. Hamburg hat ja auch keine Landstraßen! Sechs Stunden für 3,3 Kilometer:

Alles zusammen ist es aber schön, ausnahmsweise dieses mal zu erleben: Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.

2013-09-23. MALHEUR #18.

Mal sehen, wie lange die vor neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden in die Packstation –welche mehrmals am Tag zwecks Befüllungen und Leerungen zugleich angefahren werde, heißt es– gelegte Paketsendung dort liegenbleibt.

Hier die Paketverfolgung 19 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

»Mehrmals am Tag« war mal Ansage der DHL-Hotline. Dann müssen die in den bevorstehenden 5 Stunden aber oft hinfahren, um nicht gelogen zu haben. Damit hat die Post gelogen. Seit neunzehn sechsundzwanzig siebenundzwanzig Stunden liegt das Paket dort in der Packstation, ohne abgeholt worden zu sein.

ERGÄNZUNG 2013-09-24:

Also. Nach rund siebenundzwanzig Stunden wurde das Paket nun aus der Packstation entnommen und drei Zigarettenlängen später sogar ins Auto gelegt, der Paketverfolgung nach zu urteilen. Der nächste Schritt werde der Transport in das von der Packstation 3,3km entfernte Paketzentrum sein, heißt es. Und zwar seit jetzt über sechs Stunden?! Seit Einlegen des Pakets in die Packstation sind 31 Stunden vergangen. In dieser Zeit hätten mehrere Fahrzeuge das Paket auflesen sollen. Ach, und: »Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.« M-hm? Das Paket ist in Hamburg/Lokstedt auf den Weg gebracht worden und nach 33 Stunden noch nicht einmal in Hamburg/Altona! Wie kommt die DHL auf die Idee, es hätte heute tagsüber schön in Berlin/Wedding sein können? Das wäre ja eine Durchschnittsgeschwindigkeit des gelben Zustellungswesens von 11,83km/h! Ja, ich rechne jetzt die tatsächliche Durschnittsgeschwindigkeit des Paketes seit Einlegen in die Packstation aus: 0,1km/h. Das ist ein Hundertelftel, als Zahl ⅟₁₁₁, bzw. 0,9% der für das Versprechen notwendigen Geschwindigkeit. Dies ist ein Meßfehler um neunundneunzig Prozent des Soll-Wertes und um elftausendeinhundert Prozent des Ist-Wertes.

Hier die Paketverfolgung 33 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:

Hackt’s????

Es sind jetzt 45 Stunden vergangen, seit ich das Paket, welches »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, in die Packstation gelegt habe, und das gelbe Versandwesen hat es immernoch nicht einmal bis Altona geschafft? Altona wäre ein rundes Hundertstel der von diesem Paket zurückzulegenden Gesamtstrecke, und schon dafür braucht es bisher über 45 Stunden! Das wären ja 163 Tage bei diesem Schnitt, den das Paket brauchen könnte!

Bis hier bewegte sich das Paket mit einer Langsamkeit von 0,073km/h.

Hier die Paketverfolgung 45 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-25:

Es sind jetzt zwei volle Tage und eine halbe Stunde vergangen, seit das Paket »i. d. R. bereits am nächsten Werktag an[kommt]«, und das Paket hat es endlich geschafft, seine erste Etappe von 3,3km zurückzulegen. 282km stehen dem Paket noch bevor.

Bei den bisherigen 0,068km/h liegt die Befürchtung nahe, daß das Paket erst in 173 Tagen, das wäre der siebzehnte März 2014, ankommt. Das ist in fast einem halben Jahr.

Hier die Paketverfolgung 48,5 Stunden nach Einlegen des Pakets in den Automaten:

ERGÄNZUNG 2013-09-26:

Kaum hat das Paket nach etwa 60 Stunden Hamburg verlassen, wurde es binnen weiterer nur 9 Stunden in Berlin/Wedding bei einem Nachbarn der Empfängerin hinterlegt. Das Paket hat jenseits Hamburgischer Stadtgrenzen, so scheint es, sehr plötzlich um den Faktor 182 beschleunigt: von bis dahin 0,167km/h auf 30,22km/h. Wenn das mal gesund ist.

2013-09-21. FUNDSTÜCK #1.

Ich zitiere einen Artikel von Lina Timm aus dem Focus: Briefwahl-Skandal: Bleiben Tausende Wähler ohne Stimme?

Die Briefwahl ist in diesem Jahr beliebt wie nie – nun häufen sich die Fälle, in denen die Unterlagen nie beim Wähler angekommen sind. Viele Briefwähler haben nun keine Chance mehr, ihre Stimme noch rechtzeitig abzugeben.
Erst bekam Markus Werner keine Wahlbenachrichtigung, dann verschwanden seine Briefwahlunterlagen auf dem Weg zu ihm. Der 37-Jährige will unbedingt wählen, aber seine Stimme scheint nun verloren. Werner sitzt im Rollstuhl, weil sein Wahllokal nicht barrierefrei ist, beantragte er die Briefwahl. »Das Wahlamt hat sie auch am 12. September verschickt, aber mein Briefkasten blieb leer«, sagt Werner. Er hakte beim zuständigen Wahlamt in Hamburg nach. »Am Telefon sagten sie mir, dass es momentan Probleme mit der Post gäbe. Bis zu zehn Tage bräuchte die Zustellung der Unterlagen.« Zu lang für die Briefwahl.

Überall im Bundesgebiet melden die Wahlämter Rekordzahlen bei den Briefwählern. Mehr als 20 Prozent der Wahlberechtigten geben in diesem Jahr statt im Wahllokal ihre Stimme per Post ab – sofern sie einen Stimmzettel bekommen. Denn einen Tag vor der Wahl melden sich immer mehr Menschen, die nie ihre Unterlagen erhalten haben. Der Hamburger Landtagsabgeordnete Dennis Gladiator, 32, kennt allein in seinem Bezirk drei Fälle, in denen Briefwahlunterlagen nicht angekommen sind. »Bei früheren Wahlen habe ich nie von so etwas gehört«, sagt Gladiator.

Briefwähler gesperrt
Markus Werner könnte nun theoretisch noch am Sonntag ins Wahllokal fahren, dort bekäme er aber Schwierigkeiten. Denn Briefwähler sind für die persönliche Wahl erst einmal gesperrt, damit niemand doppelt wählt. In Nürnberg rufen die Behörden deshalb am Freitag vor der Wahl extra noch einmal dazu auf, sich bei fehlenden Briefwahlunterlagen zu melden. »Bis Samstag, 12 Uhr, können noch Ersatzwahlunterlagen beantragt werden. Danach haben wir ein Problem«, sagt Wolf Schäfer, Wahlleiter in Nürnberg. Denn versichert der Wähler, dass er nie Unterlagen bekommen hat, muss das im Wahlamt erst überprüft werden. »Und das können wir am Sonntag kaum leisten.«

All das geht ohnehin nur persönlich. Das Nachsehen hat also, wer am Sonntag nicht in seinem Wahlbezirk ist. So wie Marleen Otten. Sie wartet schon seit dem 9. September vergeblich auf ihre Unterlagen. Die 21-Jährige beantragte die Briefwahl in Göttingen, weil sie momentan im 300 Kilometer entfernten Peheim wohnt. Vergangenen Dienstag fragte sie bei der Behörde nach, wo der Wahlzettel denn bliebe. »Es hieß, es sei alles korrekt bearbeitet worden. Der Fehler liege wohl an der Post. Da könne man nichts weiter tun«, sagt Otten.

Bundesweites Problem
Während ihre Stimme nun verloren ist, konnte Tobias Wißmann aus Frankfurt am Main sie gestern noch im letzten Moment abgeben. Er hatte die Briefwahl ebenfalls Anfang September beantragt, versandt wurde nachweislich am 12. September. Weil bis Freitag noch immer nichts ankam, lief er quer durch die Stadt zum Briefwahllokal. »Es schien, als wäre das Problem dort schon bekannt, sie hatten sofort das passende Formular parat«, sagt Wißmann. Er beantragte neue Unterlagen und wählte gleich vor Ort.
So wie Werner, Otten und Wißmann geht es anscheinend vielen Wahlberechtigten in Deutschland. Beim Kurznachrichtendienst Twitter häufen sich die Berichte von fehlenden Wahlunterlagen. Allen ist es so wichtig, zu wählen, dass sie eigens den Aufwand des Briefwahlantrags auf sich nehmen. Die Nutzer, die sich über Behörden und Post aufregen, stammen aus Hamburg, Kiel, Berlin, dem Ruhrgebiet – es scheint also ein bundesweites Problem zu sein. Doch bei der Deutschen Post kann man sich diese Schwierigkeiten nicht erklären.

»Wir haben hochmoderne Briefzentren und eine gemessene Zustellquote von 95 Prozent am nächsten Werktag«, sagt Konzernsprecher Alexander Edenhofer. Dass die Zusteller durch die erhöhte Anzahl von Briefwählern überlastet sind, schließt er aus. Sie würden jeden Tag 64 Millionen Briefe bearbeiten, zur Weihnachtszeit das Doppelte. »Da fallen die zusätzlichen Wahlbriefe nicht auf.«

Oliver Rudolf vom Hamburger Landeswahlamt weiß von verschwundenen Unterlagen nichts. »Wir haben keine signifikante Häufung festgestellt. Einzelfälle kann ich aber natürlich nicht ausschließen.« Knapp 300 000 Briefwahlunterlagen wurden bisher in Hamburg zur Bundestagswahl ausgegeben, zehn Prozent mehr als vor vier Jahren. Für die Mitarbeiter in den Wahlämtern bedeutet das Mehrarbeit. Rudolf besteht darauf, dass sie von den Zahlen nicht überrascht worden seien. »Die Quote von Briefwählern war schließlich schon letztes Mal hoch.«

Immer mehr Menschen wählen per Brief
Die Metropolen Hamburg, Berlin und München zählen mittlerweile allein mehr als eine Million Briefwähler. Seit 2008 muss beim Antrag kein Grund mehr angegeben werden, warum man nicht persönlich im Wahllokal erscheinen kann. Vermutlich steigen die Zahlen auch deshalb so immens.

München hatte im Zuge der bayerischen Landtagswahl vergangene Woche eine Steigerung von 80 Prozent an Briefwählern gegenüber der letzten Wahl, zwischenzeitlich kamen die Wahlämter mit der Bearbeitung der Anträge nicht hinterher. Die Folge: 5000 ausgefüllte Stimmzettel erreichten die Behörden in München erst nach der Wahl. »Bei der Bundestagswahl bearbeiten wir die Anträge aber seit Dienstag tagesaktuell, haben also keinen Rückstand mehr«, sagt der stellvertretende Wahlleiter Peter Günther.

Beschwerde hilft wohl nicht mehr
Nicht bearbeitete Anträge kennt auch Jörg Fischer aus Berlin. Vor Wochen schon kümmerte sich der 44-Jährige um die Briefwahlunterlagen, die Behörde hätte den Stimmzettel aber erst vorgestern verschickt. Zu dem Zeitpunkt stand Fischer schon selbst im Amt, um sich zu beschweren.
Eine Beschwerde hilft den meisten Briefwählern jetzt aber auch nicht mehr. Denn viele nutzen diese Wahlart gerade, weil sie am Sonntag nicht in ihrem Heimatort sind. Ihre Stimme ist nun verloren. Denn selbst wenn bei ihnen noch Unterlagen eintreffen – gezählt wird nur der Stimmzettel, der bis Sonntag um 18 Uhr das heimatliche Wahllokal erreicht. Und das schafft die Post selbst mit Zustellquote jetzt definitiv nicht mehr.

[Quelle, wie auch oben genannt: Lina Timm vom Focus Verlag, Artikel: Briefwahl-Skandal: Bleiben Tausende Wähler ohne Stimme?]

2013-09-19. FREUNDE #6.

Ich zitiere wieder einmal einfach die Erzählung aus meinem Freundeskreis:

»Augemaß«

Mein ausgestreckerter linker Arm ist also exakt 2,5m lang.

Das hat mir der Fahrer eines DHL-Transporters beigebracht. Als er mich in einer uneinsehbaren Rechtskurve überholte, hätte ich den Spiegel mit Leichtigkeit einklappen können. An der nächsten Ampel dann wurde ich endlich aufgeklärt! Hätte niemals gedacht, daß das 2,5m waren, die mein Arm dort hätte überbrücken können.

Ich wollt ja echt freundlich bleiben und habe ihn nur gefragt, ob er schon mal etwas vom Sicherheitsabstand nach StVO gehört habe. Nun gut, als er mich dann anfuhr »das waren 2,5 Meter, du Spacken«, konnte ich mir den Kommentar nicht mehr verkneifen: »dann hälst du deinen mickrigen Schwanz wohl auch für 3 Meter lang, hä?«

Manchmal ist es schon praktisch, ein schnelles Fahrrad zu haben.

2013-09-06. MALHEUR #16.

In Fortsetzung zu »MALHEUR #0.« und in verblüffender Ähnlichkeit zu »FREUND #2.« hat es vor wenigen Minuten an meiner Tür geklingelt. Ich betätige den Summer. Nichts passiert. Ich stehe an meiner offenen Wohnungstür. Summe erneut. Nichts passiert. da höre ich ein Piepsen in der Treppenhaus-Etage unter mir.

Ich frage: »Halloo?«

Kommt ein gelb gekleideter Zusteller um die Ecke gelaufen, winkt mir kurz zu und stammelt, daß alles in Ordnung sei, er habe es unten abgeben können.

WARUM KLINGELT ER DANN »ERSATZWEISE« BEI MIR?!

2013-09-04. MALHEUR #15.

»Brieflaufzeiten

Täglich stellen wir bundesweit rund 64 Mio. Briefe zu. 95%* davon erreichen bereits nach einem Tag ihr Ziel – ein Spitzenwert, auch im internationalen Vergleich.

* Durch ein unabhängiges Qualitätsforschungsinstitut werden die Sendungen gemessen, die uns während der Annahmezeit oder bis zur letzten Briefkastenleerung erreichen und einen Tag nach der Einlieferung beim Empfänger ankommen.«
[Quelle]

Ich bin 0,00003125 0,0000015625 0,000000078125%*. >

* In meinen unabhängigen Briefkasten oder der DHL-Packstation werden nur die Sendungen gesteckt, die eine gute Reifezeit an unbekanntem Ort luftgetrocknet oder abgehangen wurden. Zur Zeit warte ich seit dem Mittwoch dieses Beitrages, das ist mittlerweile fünf sechs sieben zustellungsmögliche Tage her, auf einen Brief oben erwähnter Laufzeit, der leider auf den gelben Weg gebracht worden ist. Wenn 95% am nächsten Tag zugestellt werden, dann vom Rest vielleicht wiederum 95% am darauffolgenden, von dem Rest weitere 95% am Tag danach und so weiter, dann gehöre ich rein rechnerisch zu elitären 0,00003125 0,0000015625 0,000000078125% der deutschen Bevölkerung, da es bei der Zustellung erst am inzwischen heutigen Dienstag Mittwoch Donnerstag immernoch nicht endlich geklappt hat. Rechnerisch bin ich 0,06 Bundesbürger! Rechnerisch passiert der Inhalt dieses Kapitels meines Blogs nur einmal in knapp 16 deutschen Einwohnerzahlen!
Wir können letztenendes für die 283km eine durchschnittliche Liefergeschwindigkeit von 1,97 1,68 1,47km/h bestaunen. Zufuß wäre ich am Freitag, also vor mittlerweile 4 5 6 Tagen, angekommen.

2013-08-27. FORTUNA #1.

Ich befürchte ja, daß es sich hier –aufgrund der nur schwer vorstellbar Kunden-selektiv arzubeiten fähigen DHL– nur um Zufall handeln kann, aber ich wünsche mir einfach so sehr, daß dieses wunderbare Geschehen der DHL und Post EXAKT seit Eröffnung dieses Blogs seinen Ursprung in einer neuen Regelmäßigkeit finde.

Ich habe jetzt vier gelb zugestellte Sendungen in den anderthalb Wochen, seit es diesen Blog gibt, erhalten – und DREI davon waren DERART SCHNELL und problemlos, ich kann es nicht fassen. SO schnell war die Post noch nie bei mir gewesen.

• Am neulichen 2013-08-27 habe ich ein weiteres Paket aus Winsen/Luhe (siehe SIEBEN.) nur einen einzigen Tag nach Bestellzeitpunkt aus der Packstation geholt.

• Am gestrigen 2013-09-04 habe ich ein Paket aus Heerlen/Niederlande nur einen Tag nach Bestellung aus der Packstation abgeholt.

• Am heutigen 2013-09-05 fand ich eine Warensendung, die ich gestern auf ebay gekauft habe, in meinem Briefkasten.

• Am neulichen 2013-08-28 allerdings hat ein Paket wieder merkwürdige zwei Tage unter ›Bearbeitung‹ in Hamburg-Altona gelegen, aber wenigstens nicht wieder fünf Tage wie kürzlich bei der Geschichte SIEBEN.

Auch wenn ich mir ein solches selektives Vorgehen der Post –etwa wie »kümmert Euch um diesen Kunden künftig besonders gut, der ist grad richtig sauer, da haben wir Mist gebaut!«– NICHT vorstellen kann, kann ich auch nicht davon ab, es mir zu wünschen, daß dieser Blog, den ich an vier gelbe Emailadressen und auch der Verbraucherzentrale geschickt habe, etwas bewegt hat und ich hoffen kann, in einer unbekannt langen oder auch nur kurzen Zukunft keine Probleme mehr mit dem gelben Zustellungswesen zu haben.

Vielen Dank für diese schnellen Sendungen! Es sind seit langer Zeit so wenige dieser Art gewesen, daß es mir auffällt und sogar einen ganzen Beitrag im Blog wert ist.

2013-08-26. FREUNDE #5.

Ich zitiere einfach direkt die Erzählung von vor wenigen Tagen>..

»Boah, mir ist eben so ein vollidiotischer DHL-Fahrer fast in mein Auto gefahren, weil er die StVO nicht kennt!
Musste dem Vollidioten ausweichen und über den Kantstein brettern!
Denkste, das Hupen hätte ihn nur irgendwie interessiert?
Ich mag DHL immer weniger…«

»Auto-Nr oder Kennzeichen habe ich nicht, sonst hätte ich den angezeigt.
Muß morgen nun schauen, ob meine Felge oder der Reifen kaputt sind«

Fahrerflucht ist ein Verkehrsdelikt und wird in Deutschland im Strafgesetzbuch unter § 142 mit der Deliktsbezeichnung ›Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort‹ geregelt

ERGÄNZUNG 2013-10-03:

»Kannst Du Dich noch an die DHL-Geschichte erinnern?
Wechseln gerade die Reifen. Dank ihm habe ich vorne einen Schaden an meiner Felge«

2013-08-19. MALHEUR #14.

Wie im vorigen Beitrag erwähnt, werden meine Emails an die DHL immer unhöflicher. Dieses ist die ichweißnichtwievielte und lautet so, weil es der vierte Unfall der Post und DHL alleine im Monat August war, und –in der Mail selbst habe ich mich verzählt– nicht die achte, sondern neunte in diesem Kalenderjahr.

»Allerwerteste DHL.

sagen Sie mal:

HACKT’S????

WERDEN SIE UNS IRGENDWANN EINE SENDUNG AUCH MAL ZUSTELLEN???!!!!

Vorgestern fragte ich Sie, ob Sie sozusagen die Erinnerungs-SMS, die Ihre tagelang systemabgestürzte Packstation mir schickte, wirklich ernstmeint haben können. Am selben Nachmittag, der fünfte Tag seit Ankunft der Sendung in dem Automaten, hat es dann auch geklappt, die Packstation war nicht mehr abgestürzt! Es war mein dritter Versuch und die SIEBTE PLEITE IHRES HAUSES BEI MIR IN ALLEIN DIESEM JAHR!!!

HEUTE:

Ich nehme mir frei, um einem nahenden Burnout vorzubeugen, und bei der Gelegenheit auf ein Paket zu warten, welches gestern laut Verfolgung um viertel nach vier nicht zugestellt werden konnte. OBWOHL ICH von dreizehn bis fast siebzehn Uhr ZUHAUSE WAR!!! ES HAT NICHT MAL GEKLINGELT!!!!

Es solle einen zweiten Zustellversuch geben!

Wo war denn der erste Zustellversuch???? Es hat gestern nicht an meiner Tür geklingelt!!! Was lese ich jetzt in der Verfolgung? nachdem das paket verladen wurde, um uns zugestellt zu werden, soll sieben stunden später EIN ZWEITER ZWEITER (ALSO DRITTER??!) ZUSTELLVERSUCH GESCHEHEN????

Wo waren denn der erste und zweite Zustellversuch????

HACKT’S?????!!!!! SIND SIE NOCH GANZ IN ORDNUNG???!!!

DAS IST DIE ACHTE SCHEISSE MIT MIR IN DIESEM JAHR!!!!!

DIE ACHTE!!!!!!

ICH VERSUCHE, EINEM BUNOUT VORZUBEUGEN, JETZT GLAUBE ICH FAST IN THERAPIE ZU MÜSSEN!!! TICKEN SIE NOCH GANZ SAUBER?????!

ich habe mir url https://spassmitderpost.de gesichert und plane, diese mit ihren acht geschichten dieses und diversen geschichten des letzten jahres zu füllen. dazu werden die unfassbaren geschichten kommen, die mir freudne erzählen, wenn ich mich bei denen über ihre machenschaften auskotze.

ich werd wahnsinnig.

eines meiner eigenen onlineshop-produkte soll gerade nach berlin. ich habe mich mit dem empfänger persönlich verabreden wollen, da ich der hamburger post es nicht zutraue, die sendung zuzustellen und am wochenende durch berlin fahren werde. treffen können wir uns leider nicht, aber ich werde die sendung mitnehmen und auf der durchreise IN BERLIN in einen briefkasten stecken, um das dreckige kompetenz-loch der post in hamburg zu umgehen!!!

diese mail mit allen angehängten mails, die mit jeder mail aggressiver wurden, zuerst aber noch halbwegs diplomatisch waren, gehen an die verbraucherzentrale.

ICH KOTZE!!!!!

ich kann mir kaum mehr verkneifen, wörter anzuwenden, die man seinen kindern zurecht verbietet. aber es wird nicht mehr lange dauern.

ich rate ihnen, alle telefonischen hotlines vom netz zu nehmen, bevor ich die telefonnummern herausfinde. wenn ich mit ihren mitarbeitern fertig bin, kündigen ihnen diese.

hochachtungsvoll«

ERGÄNZUNG 2013-08-22:

In der Paketverfolgung haben wir gestern gesehen, daß ein uns zweien völlig unbekannter Frauenname als Empfängerin unter unserer Adresse gelistet ist.

WIE BITTE?

nach zwei Anrufen in Hotlines durch uns UND einen Anruf bei der Hotline durch die Absenderin haben wir geklärt, daß der Name falsch sei, wir von der Absenderin auch ein Foto es Paketes haben, auf dem ganz klar der richtige GEDRUCKT draufstehe, der nicht im Entferntesten dem in der Paketverfolgung zu lesenden Namen ähnele.

Was sehe ich heute in der Paketverfolgung? Den falschen Namen.

WIE BITTE?

Der heutige Kollege, den erstmals ich selbst statt meiner Freundin am Telefon hatte, hat den Namen nun noch einmal korrigiert: Seine gestrige Kollegin hatte den falschen Namen zu demselben falschen Namen korrigieren lassen!!

WIE BITTE?

Dem jung klingenden Herrn am Telefon habe ich nicht verschwiegen, daß es mir sehr schwerfalle, ihn nicht anzubrüllen, nur weil ich wisse, daß er nichts dafür könne. Ich habe ihm erzählt, daß nur des Nichtbrüllens wegen meine vor mir auf den Tisch gepreßten gefalteten Hände gerade gelb und rot anlaufen vor Kraft, die ich aus meinenStimmbändern zu ziehen versuche. Ich sagte ihm, daß dieses die vierte Scheiße in alleine diesem einen Monat sei, die die Post und DHL mit meiner Freundin und mir anstellen, und ihm die Daten genannt. Ich habe ihm erzählt, daß das die elfte Scheiße ist, die sich die Post und DHL alleine in diesem Kalenderjahr mit mir leistet, und daß die teilweise geschäftsschädigend waren. Ich habe ihn gebeten, sich diesen Blog heute einmal durchzulesen, sobald er an einem Internetfähigen Gerät sitze.

HACKT’S????

ERGÄNZUNG 2013-08-22:

Das Paket ist da! Der einzig wirklich kooperativ und der einzige alles-dafür-in-bewegung-setzend-klingende Herr, mit dem wir bisher gesprochen haben, hat dem Zusteller meine Telefonnummer überlassen und ihm definitiv auferlegt, nahezu befohlen, kompromißlos diese Sendung heute zuzustellen, komme, was wolle, und es hat geklappt. Ich bin fassungslos. ich danke jenem Herren unter 0228 76367623 (DHL-Paketverfolgung), der anscheinend mehr inganggesetzt hat als irgendjemand anders, mit dem wir bisher telefoniert haben. Ich weiß nicht, woher er meine Nummer hat, vermute aber die oben in diesem Beitrag zitierte Mail, der ich meine Daten nicht vorenthalten habe. Ich begreife nicht, was nötig ist, um eine Sendung zum Empfänger zu kriegen, gleichzeitig danke ich Herrn [Name bekannt], daß er alles Nötige unternommen hat.

2013-08-18. FREUNDE #4.

»Warte immernoch auf mein Heupaket, welches voraussichtlich am Donnerstag ankommen sollte. Eben bin ich auf die DHL-Seite gegangen:

»Mo, 19.08.2013 10:41 Uhr

Die Sendung konnte nicht zugestellt werden, der Empfänger wurde benachrichtigt.«

Ich bin heute seit 8 Uhr morgens wach und ZUHAUSE! Geklingelt wurde hier nicht! In der Post habe ich ebenfals NICHTS, keine Karte oder so. So nebenbei: 3 Meiner Nachbarn sind Rentner mindestens einer ist immer Zuhause und nimmt auch immer alle Pakete für mich an.

Vielleicht war dem Paketbote die 10kg zu schwer?!«

2013-08-15. FREUNDE #3.

Ein Freund sah neulich in der Paketverfolgung online, daß er eine Zustellung verpaßt habe und er die Sendung nun in einer Filiale abholen könne.

Gleich am nächsten Tag holt er das Paket dort ab.

Eine Woche später findet er im Briefkasten einen jener unfrankierten Briefumschläge mit einer Benachrichtigungskarte, daß die Zustellung nicht geklappt habe und er das Paket bitte in einer Filiale abholen möge.

Auf dem Umschlag der Hinweis, daß die Postleitzahl falsch war und manuell korrigiert werden mußte.

Diese Meister-Kür des gelben Zustellungswesens beschreibt sich also so:

• Das Paket konnte nicht zugestellen werden. Das ist einigermaßen OK. Eigentlich gibt es aber genug Nachbarn.
• Die Benachrichtigungskarte zur Abholung konnte aber nicht in den Briefschlitz gesteckt werden, und wurde in einem Umschlag auf den Postweg gebracht! Warum das? Das ist schonmal merkwürdig.
• Der Zusteller hat diesen Postweg jedoch fehlerhaft ingang gesetzt, indem er die Postleitzahl nicht wie auf der Sendung, sondern falsch auf den Umschlag geschrieben hat.
• Somit landete der unzustellbare Brief bei der Adress-Ermittlung, und blieb dort für eine runde Woche hoffentlich nur liegen, statt daß die Recherche wirklich derart aufwendig gewesen wäre. Beides wirft kein gutes, dennoch aber ein verschieden schreckliches Licht auf die Post.

Wie derjenige Freund gerne Judith Holofernes zumindest sinngemäß in rein grammatikalischer Abwandlung zitiert: »Hackt’s?!«

2013-08-09. MALHEUR #13.

Mein neuer Rechner benötigt natürlich einen internen Kartenleser, da ich für meine digitalen Kameras nicht jeweils NOCH ein Peripheriegerät per USB herumfliegen haben möchte. Ich hatte einst ein brauchbar Schnelles kaputtbekommen und dessen Ersatz war quälend langsam. Also nach dem Damaligen gegoogelt und natürlich auf ebay gefunden. Als Lieferadresse habe ich, mutig, meine Packstations-Adresse gewählt.

Sechs Tage nach Kauf, es ist Donnerstag, erhalte ich von dem Automaten die SMS mit einer einmalgültigen »mTAN«, daß eine Sendung abholbar sei.

Meine Email an die DHL wird am fünften Tag jedoch dieses. Ich werde zugegebenermaßen mit jeder Email unhöflicher. Dies ist nicht die erste:

»Allerwerteste Mitarbeiter der DHL.
Die telefonischen Kontaktmöglichkeiten der DHL verschwinden langsam aber zusehends aus den Ergebnis-Seiten der Suchmaschinen, eine letzte Gefundene verbindet mich nur noch mit einer Automatik, die mein Problem nicht aufzählt und mich auflegen läßt. So benutze ich einfach wieder einmal die Adressen, die ich letzten Monat benutzt habe. Vielleicht ist ja eine Richtige dabei.
Die siebte Pleite, die sich die DHL und Post gemeinschaftlich bei mir in diesem Jahr geleistet haben, steht mir bevor.
Seit Tagen versuche ich, eine Sendung aus der Packstation abzuholen, aus welcher sie nach rund einer Woche des Nichtabholens bekanntlich zurückgesandt wird.
Der Touchscreen ist im hübschem weißrotgelb gestaltet, ein Foto davon habe ich dieser Mail angehängt, aber komplett ohne auch nur einen einzigen Buchstaben außer der DHL-Grafik und ohne jede Reaktion auf Berührungen. Das Einführen der Kundenkarte hilft auch nicht. Ein glatter Systemabsturz. Kann ja mal passieren. Aber seit Tagen?! Ich habe schon eine Erinnerungs-SMS bekommen und dachte, ach Mensch, dann ist ja bestimmt die Packstation wieder am Laufen! Nein. Ist sie nicht.

Sorgen Sie dafür, daß meine Sendung, verdammt nochmal, NICHT WIEDER zurückgesandt wird und die verdammte Packstation 180 in 22529 Hamburg endich neugestartet wird! Merkwürdigerweise brauche ich manche der Sachen, die ich online einkaufe, die mir die DHL und die Post seit Beginn dieses Jahres auf kreativste Weisen immer wieder für Tage bis Wochen vorenthalten.
Sieben gelbe Pleiten in 2013. Das ist fast jeden Monat eine! Wissen Sie, daß das Bafög-Amt meine Freundin bat, die Formulare persönlich vorbeizubringen, da das Amt der Post nicht mehr traue? Wußten Sie, daß meine Freundin einen Krankenattest PER VELO zu ihrer Berufsschule 17km von unserer Wohnung entfernt hinradelt, weil sie der Post mißtraut? Wußten Sie, daß ich mittlerweile Produkte meines Onlineshops an Kunden in meiner eigenen Stadt während meiner eigenen Arbeitszeiten als Radkurier selbst ausliefere, weil die Post es zu oft nicht hinbekommen hat? Wußten Sie, daß ich Post für meine Krankenkasse, Finanzamt oder sonstiges Wichtiges auch selbst dorthinbringe? Lieber weniger Umsatz aufgrund von Privatsachen als Verlust von Essentieller Post! Sie haben in diesem Jahr so viel SCHEISSE mit mir und meiner Freundin gebaut! Es ist nicht zu fassen!!

Hochachtungsvoll.«

2013-08-05. MALHEUR #12.

Man kennt mich seit einigen Jahren in Zivil mit meist schwarzer »Cuba«-Mütze. Meine damals erste von einem Flohmarkt war mir einst im Zug liegengeblieben und ich fand auf ebay eine Neue. Nach Jahren hatte ich nun auch die Nächste vor wenigen Tagen verloren. Sie war aber auch schon gut zerrupft, also eh Zeit für eine Neue.

Auf ebay fand ich die gleiche Mütze im sogar selben ebay-Shop wieder, in dem ich damals den Ersatz gekauft hatte. Das ist ja toll! Versand als Warensendung. Hmpf. Muß ich bestimmt die maximal acht Tage warten.. Die schnellen zwanzig Stunden, die meine Warensendungen damals schnellstenfalls geschafft hatten, klappen bei MIR ja bestimmt nicht.

Richtig. Am neunten Tag schreibe ich dem Ebayverkäufer:

»Ich habe zwar eine halbe Stunde nach diesem ebay-Kauf meine verlorene Mütze wiedergefunden, aber ich würe mich dennoch total freuen, diese hier demnächst nochmal zu kriegen, da die alte Wiedergefundene sich zudem langsam auflöst. […] Ich hoffe nun, daß NICHT die Post schon wieder ins Klo gegriffen hat – und Kosten entstehen, die der gelbe Laden angeblich nicht zu ersetzen braucht (kann ich mir juristisch nicht erklären) SONDERN, daß die Mütze vielleicht noch nicht versandt wurde..? Das kleine Paketsymbol in meiner ebay-Übersicht ist auch nich nicht markiert. Ich würde mich freuen, wenn die Mütze versehentlich noch bei Ihnen liegt statt irgendwo im nirgendwo bei der Post.. Ich drücke uns die Daumen, daß mir nicht wegen der Post wieder der Kragen platzt. […]«

Falsch. Seit neun Tagen war die Mütze unterwegs. Zu dem Zeitpunkt wäre ich zufuß schon doppelt so schnell gewesen, für die 586 Kilometer brauchte die Post schon mindestens 9 Tage. Zum Glück hatte ich die ›verlorene‹ Mütze natürlich wiedergefunden.

Am zwölften Tag schuf Post die Zustellung. Und sie sah, daß das Wut war.

2,03km/h. Zufuß wäre ich am Ende dreimal so schnell gewesen.