2017-06-09. MALHEUR #109.

Fast wäre es ein Fortuna gewesen. Ein Paket ist am nächsten legendären Werktag in der Packstation gelandet.

Aber das Fach klemmt heute, samstagabends natürlich, mal wieder. Ich möge mich an die Hotline wenden, die mir aber sagt, daß ich außerhalb ihrer Zeiten anrufe.

Zum Glück warte ich auf dieses beschissene Paket nicht ziemlich dringend zusammen mit drei anderen Leuten.. (naja, doch schon).

Zum Glück ist heute nicht Samstag.. (naja, doch schon).

ERGÄNZUNG 2017-06-12:

Im Zweifel, ob meine Email vor zwei Tagen überhaupt zugestellt worden ist (hahaha, das könnte so witzig sein), habe ich heute nochmal bei der Hotline angerufen. Ich möge es heute ab 18h noch einmal probieren.

Falls Die Dame der Hotline hier mitliest: Nein! Es hat auch eine ganze Weile nach 18h eben noch nicht funktioniert.

ERGÄNZUNG 2017-06-14:

Zufällig habe ich bei Ankommen zweier Pakete, derer mir eines per SMS angekündigt wurde (ich hatte ja für das hier thematisierte Paket dafür zwei SMS bekommen), festgestellt, daß das Fach sich wieder öffnen lasse und das Paket herausholen können.

Schön ist aber anders.

2017-04-24. MALHEUR #107 und #108.

Post. Unser Problem wird nicht kleiner. Ich kotze im Strahl.

Ich verkaufe auf ebay Fahrradketten-Verschlußnieten. Ich habe jetzt dreimal welche versandt – in verschlossenen Druckverschlußbeuteln in Briefumschlägen. Zweimal fehlten beim Empfänger Nieten, einmal zwei der drei und einmal alle drei. Wie gehen Sie mit Briefen um, daß diese Nieten sich offenbar durch die Tüten hindurchpieksen mußten, um hinterher sogar noch aus den Lücken des Umschlag-Verschlusses herausgeschüttelt werden zu können? Und wer bezahlt mir die fünf nachzudendenden Nieten à 1,50€ und die zwei extra-Portos à 0,70€? Ein Diebstahl Verlust in Höhe von 8,90€ in den Händen des gelben Versandwesens und kein Schadensersatz, weil keine Sendungsnummer, oder? Denn:

»Als Grundlage für die Erstattung des Haftungsbetrags benötigen wir von Ihnen:

Nachforschungsauftrag
Einlieferungsbeleg der Filiale
Wertnachweis (z.B. Rechnung)«

[Quelle: deutschepost.de]

Einlieferungsbeleg in den Briefkasten? Rechnung bei einem privaten ebay-Verkauf? Nachforschungsauftrag ausdrucken und ausfüllen? Das bezahlt mir alles wer genau? Verdienstausfall in meinem Job, weil ICH mich darum kümmern muß, IHNEN begreiflich zu machen, daß SIE mir Geld schulden?

Ich hasse Sie.

2017-04-16. MALHEUR #105 und #106.

Warensendungen wären mit der theoretischen »Laufzeit: 3 – 4 Werktage« schon langsam. Mit den praktischen 5 Werktagen zuzüglich zweier Ostertage entseht dann wieder reflexartig die Angst vor dem Verlust.

Aber es hat nochmal geklappt. Puh.

Auch eine zweite Warensendung wurde mir am selben Ostersonntag auf den Weg geschickt. Abgeholt aus der Packstation habe ich diese am Freitag darauf eher zufällig, weilgar nicht in dem Gerät erwartet: Ich hatte keine SMS dafür bekommen.

Die SMS kam am Sonntag, zwei Tage nach Abholung. Ich habe seitdem genug andere SMS bekommen, daß unwahrscheinlich wäre, daß es an meinem Netz läge. Vorsichtshalber ging ich am Montag mit Karte und mTAN bewaffnet zur Maschine und schaute mal, ob vielleicht doch noch etwas gekommen sei.

Ein Herr wollte in dem Moment gerade ein Paket einlegen, und bekam dafür ein Fach geöffnet, in dem allerdings schon eine Sendung drinlag – die auf diese Weise jemand hätte stehlen können – so daß auf jeden Fall aber seine nicht mehr dazupaßte. Auf dem Bildschirm die Option »Eingelegt« oder »Weiter«, nachdem er das Fach verblüfft und ergebnislos geschlossen hatte. »Weiter« probiert. Dasselbe Fach ging wieder auf. Fach geschlossen. Keine andere Option gefunden, um diesen Teufelskreis zu unterbrechen, als »Eingelegt« zu wählen, selbst wenn gelogen – denn das Paket war ja immernoch in seiner Hand, hatte in das gefüllte Fach ja nicht hineingepaßt.

Ich empfahl ihm stirnrunzelnd, die angegebene Hotline anzurufen und folgte kurz der SMS vom Sonntag, zu der allerdings in der Tat keine Sendung mehr zu finden war – offenbar gehörte die SMS zu der Warensendung zwei Tage zuvor. Wir beide schauten einander kurz stirnrunzelnd und schulterzuckend an.

2017-03-13. WARUM PROBIERST DU NICHT MAL DIE ANDEREN? HEUTE: GLS #1.

Vor ein paar Tagen eine Email von der GLS bekommen, daß mir ein Paket zugestellt werden solle. Ich könne mir alternative Ablageorte aussuchen oder einen Zustelltag, zB Samstag. Das ist heute. Zwischen 8 und 13h werde das Paket zugestellt. Okay, das ist ein ordentliches Zeitfenster, aber nagut. »Nachmittags will ich auf eine Ausstellung, dann kann das Paket kommen, wann es wolle« – Das hätte ich mal nicht denken dürfen. Seit einer halben Stunde will ich los und warte auf ein Paket, das so groß ist, daß ich es nicht mal eben irgendwo abholen kann! Ich kauf mir ja manche Sachen nicht aus Witz lieber online und bezahle halt dafür, daß es an meine Haustür komme.

Tja. Klappt nur nicht. Im Zustellfahrzeug befindet es sich seit gestern um 15:44 schon.

Es ist jetzt eben um halb vier angekommen, kurz nachdem ich meine Verabredung bei der Ausstellung auf morgen verschoben habe – weil das Paket noch nicht gekommen war.

2017-03-01. MALHEUR #104.

Wieder hätte es fast ein »Fortuna« werden können. Wieder kam ein Paket am heutigen, dem nächsten Werktag ab Lossenden in meiner Packstation an.

Aber wieder: nein.

Wieder kann die Packstation das Fach nicht öffnen. Wieder liegt das Paket maximal 3 Meter neben mir hinter Blech und wartet auf mich – aber wieder soll es nicht sein. Wieder möchte ich mich an die Hotline wenden, heißt es auch heute sinngemäß auf dem Bildschirm. Tja. Nach wieder erstaunlich wenig Warteschleife erzähle ich die Sachlage und werde weitergeleitet an jemanden, der das aufnehmen könne, um einen Techniker zu informieren, und ich solle bitte die eins drücken, wenn gleich die automatische Ansage komme. Ansage kommt, ich drücke die eins. Nach wieder erstaunlich wenig Warteschleife erzähle ich die Sachlage und werde weitergeleitet an jemanden, der das aufnehmen könne, um einen Techniker zu informieren, und ich solle bitte die drei drücken, wenn gleich die automatische Ansage komme. Ich bin nicht schnell genug, ihm zu sagen, daß mit einer ebensolchen Weiterleitung überhaupt bei ihm gelandet sei, weil er das aufnehmen könne. Ansage kommt, ich drücke die drei. Nach wieder erstaunlich wenig Warteschleife erzähle ich die Sachlage mit der Ergänzung, daß dieserjenige der dritte Kollege sei, bei dem ich lande, und ich höre an seiner Stimme, wie er mit dem Kopf schüttelt, indem er sinngemäß sagt, daß jeder an dieser Hotline arbeitende befähigt sei, einen Techniker zu informieren, und die beiden Kollegen wohl keine Lust gehabt haben zu arbeiten.

Ein Techniker wird nun mal wieder das Fach reparieren, das Paket neu einlegen und ich möge morgen ab 18h es noch einmal versuchen.

Wer kurz was zum lachen braucht: Der Techniker ist informiert.

ERGÄNZUNG 2017-03-03:

Auch wenn gestern ein Techniker mal wieder das Fach zu reparieren beauftragt wurde und ich es »morgen«, also heute, ab 18h noch einmal versuchen sollte, ist das Fach immernoch nicht zu öffnen und ich bin wieder ohne Paket nachhausegekommen.

Die Hotline, an die ich auch eben um 20:30 mich zu wenden gebeten wurde, sagte mir jetzt aber automatisch, die Servicezeiten seien von 7-20h. Super. In der Regel am nächsten Werktag, Jungs. In der Regel hätte ich gestern mein Paket in der Hand haben sollen, aber werder der nächste, noch der übernächste, und wer weiß ob der morgige über-über-nächste Werktag mir das Paket liefern können wird. Und wehe, DHL, Du behauptest, Samstage seien keine Werktage. Bitte tu Dir und diesem Blog den Gefallen, in Deiner falschen Behauptung von Regelfällen nicht Werk- mit Wochentag verwechselt zu haben.

ERGÄNZUNG 2017-03-04:

Zweimal stand ich vor verschlossenem Fach, zweimal hat die Packstation mir auf dem Bildschirm geraten, mich an die Hotline zu wenden, weil sie bemerkte, das Fach nicht öffnen zu können, statt daß sie das selbst melden könne – online ist das Gerät ja, könnte sonst ja die Richtigkeit keiner mTAN prüfen oder keinen Paketstatus in die Verfolgung senden.

Zweimal wurde ich heute von SMS geweckt. Eine sagt, daß mein Paket jetzt in der Packstation liege – ich hoffe, hinter einer reparierten Fach-Tür – und die andere erinnert mich daran, daß doch seit zwei Tagen ein Paket in der Packstation liege und auf mich warte. NEIN! ES WARTET AUF EUREN TECHNIKER! Und das weißt Du Packstation sehr genau, hast mir das nämlich selbst so gesagt.

ERGÄNZUNG 2017-03-04:

Soo. Ich war jetzt zum dritten Mal an der Packstation. Die beiden SMS von heute morgen bedeuteten zum Einen ein weiteres Paket, an das ich vorhin nicht gedacht hatte, und zum Andern war es wirklich eine Erinnerung an mich statt an den Techniker, daß da ein Paket auf mich warte. Kann ich die Packstation reparieren?! Eben das neue Paket rausgeholt. Es ist schon wieder ein eintägiges Paket gewesen! Mir bleibt fast die Spucke weg, das häuft sich ja! Dann aber noch das »alte« Paket auf dem Schirm gehabt, ausgewählt.. »Die Packstation kann das Fach nicht öffnen, bitte wenden Sie sich an die Hotline«.. Sagt mal,

HACKT’S?!

Die Ruhe bewahrend, was mir schwerfiel, habe ich eben zum dritten Mal bei der Hotline angerufen, die mir heute erklärte, daß der Techniker am Wochenende nicht arbeite, er also frühestens Montag, schlimmstenfalls Dienstag das klemmende Fach reparieren könne, und ich dann eine SMS bekomme – die möge ich bitte abwarten. Der Techniker habe schon am Freitag offenbar nicht gearbeitet, schien mir, und erklärte, heute morgen eine SMS bekommen zu haben, wegen derer ich gerade zum inzwischen dritten Male hier sei, nachdem der Kollege am Donnerstag sagte, es würde am Freitag schon geklappt haben. Ich habe keine Lust, daß das Paket nach einer Woche zurückgeschickt werde, weil ich »es nicht abgeholt« habe. Er sagte, es werde bis zum elften März gelagert. Daß ich hoffe, daß bis dahin der Techniker dagewesen sei, sagte ich. Ich wünsche ihm noch einen erfolgreichen Arbeitstag und später schönen Feierabend, konnte ich hoffentlich freundlich klingen lassen.

Eine neue, unendliche Geschichte.

ERGÄNZUNG 2017-03-06:

Kaum daran geglaubt: am Montag konnte ich das Paket abholen. Es war wohl auch jemand anders sauer.

2017-02-21. MALHEUR #103.

Es hätte fast ein »Fortuna« werden können. Ein Paket kam heute am nächsten Werktag ab Lossenden in meiner Packstation an.

Aber nein.

Die Packstation kann das Fach nicht öffnen. Das Paket liegt maximal 3 Meter neben mir hinter Blech und wartet auf mich – aber es soll nicht sein. Ich möchte mich an die Hotline wenden, heißt es sinngemäß auf dem Bildschirm. Tja. Nach etwas Warteschleife wird nun ein Techniker das Fach reparieren, das Paket neu einlegen und ich werde eine SMS mit neuer mTAN bekommen.

Wann? Das weiß bestimmt nicht mal die DHL.

2017-02-15. FORTUNA #22.

Ich selbst war neulich ungeschickt und habe die Sendungsnummer aus einer Versandbenachrichtigung in mein Packstations-Login eingetragen, drei Sendungen insgesamt erwartend. Noch am selben Tag ploppte dort von selbst ein mutmaßlich weiteres Paket auf, das ich dachte, dieses und jenes sein zu müssen. Gab beiden entsprechende Namen dort im Login, zwecks Überblick.

Ein Paket kam bald an, und ich holte es von der Packstation ab. Plötzlich galten beide als zugestellt. Panik. Habe ich eine zweite Sendung hinter der ersten im selben Fach übersehen, das jetzt als abgeholt gölte aber nicht ist, was mir schonmal passiert war, und was vier Wochen Nachforschung der DHL brauchte, bis es sich in derer eigener Hände wiederfand?! Bitte nicht 0_0 mit der mTAN nochmal hin, nochmal probiert, dreimal »falsche mTAN«, nach dem dritten Mal: Karte gesperrt. Naaa toll. »Bitte melden Sie sich bei paket.de« Telefonnummer notiert, zur Arbeit gefahren. Dort kurz in den Account eigeloggt und das Übel gesehen: Ich hatte zuvor dieselbe Paketnummer eingetragen gehabt wie sie ganz von selbst abends von alleine dort erschien und dann zweimal gelistet worden war 0_0 Daß das möglich ist, ist natürlich schade, aber ein so wenig zu erwartender Fall, hey. Okay, da war ich also selbst mal zu blöd gewesen, um die Nummern zu vergleichen, darauf habe ich überhaupt nicht geachtet gehabt. Auf die Idee muß man ja erst kommen.

Ein Anruf bei Paket.de ließ mich nur eine halbe Minute, wenn überhaupt so lange, auf einen Mitarbeiter warten, der mit einer Sicherheitsfrage mich identifizieren konnte und die Karte sofort wieder freischaltete. Das war ja ungewöhnlich einfach, sowohl das Problem als auch die Lösung.

Ich verneige mich für dieses Erlebnis vor der DHL, Hut ab, da habt Ihr mal was Gutes geschafft.

2017-02-13. MALHEUR #96 bis MALHEUR #102.

Bei Umzügen kann man bei der Post einen Nachsendeauftrag stellen. Das kostet Geld und sorgt dafür, daß der meiste Postverkehr zur neuen Wohnadresse umgeleitet wird.

Der meiste.

Alle paar Wochen kommt aber doch nochmal Post an der alten Adresse an, wo tatsächlich nur dieseswegen noch der Name auch am Briefkasten steht, damit nichts »verloren« geht. »Verloren«, nä? Sie wissen bescheid, wenn Sie diesem Blog vielleicht mehr oder weniger aufmerksam gefolgt sind.

Ich glaube, mich an sieben Fehl-Zustellungen dem Nachsendeauftrag zum Trotze zu erinnern, die in jetzt nahezu fünf Monaten hier gelandet sind, daher der Beitragstitel.

2017-02-05. FUNDSTÜCK #9.

Ich zitiere einen Artikel von Wiebke Jann auf Mit Vergnügen Berlin

Jedes Mal, wenn ich zu meiner Familie fahre, sitze ich ungefähr acht Stunden im Zug, zu den unmöglichsten Uhrzeiten, drei Mal umsteigen inklusive. Da gilt beim Packen dieselbe Regel wie bei den Outfits im Kit Kat Club: Je weniger, desto besser. Deswegen hatten meine Geschwister auch die brillante Idee, mein Weihnachtsgeschenk direkt nach Berlin bestellen zu lassen. Ein Geniestreich, dachte ich!

Etwa sechs Wochen, drei Droh-Emails, zehn Stunden Hotline-Warteschleife und fünf Wutanfälle später, sitze ich noch immer geschenklos in meiner Wohnung. Denn offensichtlich vergisst die DHL, was ihre Kernkompetenz sein sollte: Pakete zu ihrer Kundschaft bringen.

Noch während ich bei meiner Familie bin, bekommt mein Bruder die Bestätigung, dass mein Paket bereits in Berlin auf mich warte. Super, dachte ich, Geschenke auch noch nach Weihnachten sind großartig. Im Sendungsverlauf lese ich nach, wo ich es in den nächsten Tagen abholen kann. »Erfolgreich zugestellt an: Nachbar Kiosk Akbulut«. Akbulut, nie gehört. Im Kopf gehe ich unser Haus und die Nachbargebäude durch: ein türkisches Männercafé, das gerade umgebaut wird, und eine Fußballkneipe, kein Kiosk Akbulut. Was soll’s, dachte ich, wird schon auftauchen, wenn ich in Berlin bin. Ich frage einfach beim Späti an der Ecke, vielleicht hat der ja mein Paket, quasi als Nachbar zweiten Grades.

Als ich zurück in Berlin bin, mache ich mich – ohne Abholschein versteht sich, denn der hat seinen Weg wohl auch nicht zu mir gefunden – auf die Suche nach meinem Paket. Da keiner meiner Nachbarn Akbulut heißt, es laut DHL-Webseite keinen Partner namens »Kiosk Akbulut« gibt und Spätis eher selten über einen eigenen Internetauftritt verfügen, versuche ich mein Glück beim Späti an der Ecke – und da beginnt meine große Späti-Odyssee. Als wäre ich auf der Suche nach dem Passierschein A38, werde ich von Späti zu Späti gelotst, in der Hoffnung mein Paket dort zu finden. Natürlich ohne Erfolg. In Kreuzberg ist es anscheinend leichter diverse illegale Drogen als sein eigenes Paket zu finden.

20 Spätibekanntschaften später treibt mich die Wut nach Hause ans Telefon und in die Warteschleife der DHL-Hotline. Offenbar haben die DHL und ich unterschiedliche Auffassungen davon, was »erfolgreich zugestellt« bedeutet.

Meine ersten Hotlineversuche führen mich zu einer stoisch-elektronischen Stimme, von der ich dieselbe Antwort bekomme, wie auch schon bei der Sendungsverfolgung: »Ihr Paket wurde erfolgreich zugestellt an: Nachbar Kiosk Akbulut«. Wo auch immer sich dieser Kiosk Akbulut befindet, mein Nachbar ist er sicher nicht, das wüsste ich inzwischen. Als ich endlich eine Frau am Telefon habe, versuche ich ihr genau das zu erklären und frage nach der Adresse des Kiosks. Wie naiv von mir, zu glauben, dass das so einfach geht.

»Die Adresse ist nicht hinterlegt.« Auf meine Nachfrage, ob das nicht aber eigentlich die Aufgabe der DHL wäre, zu wissen, wo sich mein Paket befindet, schließlich könne ja der Zusteller nicht einfach mein Paket irgendwo abgeben ohne, dass jemand etwas davon weiß, wird die Callcenter-Dame ungehalten.

»Glauben Sie nicht, dass ich Besseres zu tun habe? Bevor der Absender keinen Nachforschungsantrag stellt, passiert hier sowieso gar nichts!«

Etwas erschrocken entgegne ich ihr: »Also ich glaube nicht, dass ein riesiger Onlinehändler, nach Zahlungseingang und Versenden der Ware noch irgendein Interesse an meinem Paket hat. Schließlich ist es ja auch mein Paket. Sie müssen doch wohl wissen, wo das ist. Wie soll ich es denn sonst finden? Und außerdem ist es doch die Aufgabe des Kundenservices die Fragen der Kunden zu beantworten, oder liege ich da falsch?« Aufgelegt. Wow.

Ich wähle erneut die Nummer der Service-Hotline. Warteschleife, war wohl ein einmaliger Genuss der geballten Unfreundlichkeit der Mitarbeiter, in den ich gerade gekommen bin. Vielleicht gilt hier aber auch das gleiche Prinzip wie bei 9live und es wird nur alle drei Stunden jemand durchgestellt. Vom telefonischen Support gedemütigt, bediene ich mich der Rache des kleinen Mannes. Ich schreibe Beschwerdebriefe, über mein verschwundenes Paket und die Inkompetenz der Servicemitarbeiter, die bis heute unbeantwortet blieben.

Ein paar Tage später ruft mich mein Bruder an. Der Onlineshop hat sich bei ihm gemeldet, das Paket sei zurückgegangen, der Grund: nicht zustellbar. Danke für nichts, DHL. Das nächste Mal schleppe ich meine Geschenke wohl doch lieber wieder acht Stunden lang quer durch Deutschland.

[Quelle, wie auch oben genannt: mitvergnuegen.com/2017/liebe-dhl-ich-hasse-dich]

2017-01-05. FREUNDE #18.

Dieses erreichte mich um zwei Ecken über einen Freund.

Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll.

Ich weiß inzwischen, in welchem Ort das Paket ursprünglich losgesandt wurde, nämlich in Tübingen, und habe das im Screenshot von GoogleMaps ergänzt. Mit dem Hin und Her ergibt sich eine Strecke von etwa dreitausendeinhundert unnötigen Kilometern und zweiundzwanzig i.d.R. völlig unnötigen Tagen: