2017-02-13. MALHEUR #96 bis MALHEUR #102.

Bei Umzügen kann man bei der Post einen Nachsendeauftrag stellen. Das kostet Geld und sorgt dafür, daß der meiste Postverkehr zur neuen Wohnadresse umgeleitet wird.

Der meiste.

Alle paar Wochen kommt aber doch nochmal Post an der alten Adresse an, wo tatsächlich nur dieseswegen noch der Name auch am Briefkasten steht, damit nichts »verloren« geht. »Verloren«, nä? Sie wissen bescheid, wenn Sie diesem Blog vielleicht mehr oder weniger aufmerksam gefolgt sind.

Ich glaube, mich an sieben Fehl-Zustellungen dem Nachsendeauftrag zum Trotze zu erinnern, die in jetzt nahezu fünf Monaten hier gelandet sind, daher der Beitragstitel.

2016-11-23. MALHEUR #94 und FORTUNA #16.

Okay, ein Paket hat es tatsächlich mal wieder geschafft, es kam am nächsten Werktag heile an.

Am selben Mittwoch wurde jedoch ein anderes Paket abgesandt, das dieses seltene Glück nicht teilte. Aus Speyer fuhr es wohl einen Tag lang bis zum Donnerstag nach.. Speyer..?! ..von wo aus wiederum es am erst zweiten Werktag immerhin aber Hamburg erreichte und auch dort erst einmal bearbeitet werden mußte. Jedoch Freitag frühmorgens falsch vorsortiert gewesen, würde es sogar am selben frühen Morgen dem Empfänger zugestellt werden. Stattdessen wurde es aber Freitagabend noch einmal bearbeitet zu einer Uhrzeit, an der vielleicht gar kein Zustellfahrzeug mehr beladen werden würde. Das ist ja seltsam. Am Samstag wurde das frühabends Paket dann – bearbeitet..?! ..und landete anderthalb Tage später in.. Neumünster?! Moment. Das ist 61 Kilometer von meiner Packstation entfernt! Es war doch schon in Hamburg gewesen, vermutlich im 58 Kilometer näheren Paketzentrum Hamburg-Altona, und es war falsch sortiert, aber dann doch richtig, jedenfalls vor drei Tagen – was macht Ihr Altonaer für einen Mist?! Fünf Stunden hat das Paket dann bis zu meiner Packstation zurück gebraucht.

2016-09-30. MALHEUR #93.

Gestern, am dritten Werktag seit Versand, habe ich im Briefkasten eine Benachrichtigungskarte gefunden, daß das erwartete Paket sogar noch bis 20h (!) in dem Kiosk einer benachbarten Seniorenresidenz abholbar sei. Ungewöhnlich, aber schön, weil länger geöffnet als die Filiale. Dort hingeradelt, gefragt. Nee, die seien nur für die direkt anliegenden Straßen zuständig, nicht für den gesamten Stadtteil – es ist aber halt auch nur ein Kiosk mit einem Regal im Hinterraum, wo ein paar Pakete hineinpassen.

Da hatte der Zusteller wohl die Karte bei mir in den Kasten geschmissen und erst dan festgestellt, daß das gar nicht funktionöre. Tja, Die Paketverfolgung sagt jetzt, daß das Paket seit gestern zu der auf der Benachrichtungskarte ersichtliche Postfiliale gebracht werde (Futur 1, nicht Präteritum), und es dort ab der auf der Benachrichtungskarte notierten Uhrzeit an dem auf der Benachrichtungskarte notierten Datum abholbar sei.

Auf der Benachrichtungskarte steht a) kein Datum und keine Uhrzeit und b) die falsche Abholadresse und c) sagt die Paketverfolgung seit gestern nachmittag gar nichts mehr, nachdem d) das Paket natürlich wieder nicht am nächsten Werktag überhaupt auch nur zuzutsellen versucht worden war.

Eine Status-Email, die man sich bestellen kann, lautet in zwei Sprachen, die beide nichts mit meiner zu tun haben, so:

2016-07-18. MALHEUR #90.

Ach, leckt mich doch mit Euren Versprechungen.

Nun.. Dieses Paket wurde am Montag, den 18.7. im Start-Paketzentrum einegscannt und schon am nächsten Werktag –Dienstag, den 19.7.– in ein Zustellfahrzeug geladen.

Nun.. Am nächsten Tag, also am Mittwoch, den 20.7. – dem zweiten Werktag seit Einlieferung, war ich nicht anwesend, und das Paket sollte in der Filiale landen, den genauen Abholzeitpunkt könne ich der Benachrichtungskarte entnehmen. Üblichweise am nächsten Werktag ab elf Uhr, das wäre Donnerstag, der 21.7. gewesen. Diese Benachrichtigungskarte klebte außen an der Haustür, so hätte jeder Hans und Franz meine 20 Staubsaugerbeutel abholen können, die ich in lokalen Drogerien zu allermeist erfolglos suche.

Nun.. Ich habe den Zettel zum Glück schneller als Hans und Franz gefunden und war am gesterigen sechsten Werktag seit Einlieferung des Pakets endlich mit genug Zeit und Gelegenheit gesegnet, meine Staubsaugerbeutel abzuholen. Aber sie waren nicht in der Filiale. Ein Abholdatum ist auf dem Zettel übrigens nicht vermerkt. Aus gutem Grund, zeigte sich. Laut Paketverfolgung werden sie nämlich, am siebten Werktag seit Einlieferung, immernoch in die Filiale gebracht werden. Wo das Paket derzeit sei, konnte die Tresendame der Postfiliale gestern nur raten: Irgendwo in einer vergessenen Ecke des Zustellfahrzeugs vielleicht. Sie schüttelte innerlich den Kopf und rollte innerlich mit den Augen und murmelte sinngemäß, daß sie das gar nicht mehr wissen oder hören wolle, was die DHL alles für eine Scheiße baue, als ich ihr erzählte, wo die Benachrichtigungskarte geklebt hatte.

Letzter Staubsaugerbeutel, sei tapfer und Fülle Dich trotz unserer Haustiere bitte nur ganz, ganz langsam, die DHL enthält mir Deine Familie vor.

[08:51:42] [ich bin] dem Chat beigetreten
[08:51:42] [Er] ist dem Chat beigetreten
[08:51:44] [Er]: Willkommen [Ich], wie kann ich Ihnen helfen?
[08:52:00] [Ich]: Guten Tag! Können Sie mir verraten, wo die Sendungsnumemr 422123831792 gerade steckt?
[08:52:36] [Ich]: in der Filiale jedenfalls nicht – gestern nachmittag zumindest.
[08:52:53] [Er]: Ich schaue gleich nach. Einen Moment bitte.
[08:53:38] [Ich]: seit mittwoch im zustellfahrzeug..? scheint mir.
[08:54:08] [Er]: Waren Sie in der Filiale Hoheluftchaussee 26, 20253 Hamburg?
[08:54:13] [Ich]: ja.
[08:54:52] [Ich]: die dame hat alle möglichkeiten probiert: nachname, vorname, adresse, sendungsnummer, alles ohne erfolg.
[08:54:51] [Er]: Ok, ich möchte mich dafür entschuldigen und werden die Zustellbasis anschreiben nach der Sendung zu suchen und diese nochmal neu auszuliefern.
[08:55:20] [Ich]: vielen dank!
[08:56:04] [Er]: Sehr gerne, sollten Sie bis Donnerstag die Sendung nicht erhalten haben, bitte ich Sie den Absender für eine Nachforschung zu kontaktieren.
[08:56:41] [Ich]: okay!

Am inzwischen ersten August ist das Paket immernoch auf dem 1,1km kurzen Weg von meiner Haustür zur Filiale, in der ich es frühestmöglich an dem auf der Benachrichtigungskarte nicht vermerkten Datum abholen könne. Ich bekomme nun ein zweites Paket geschickt und werde mich, falls das erste doch auftauchen sollte, mit dem Verkäufer freundlich einigen. Schön, daß die DHL mal wieder ihren einzigen Job vergeigt und den Auftraggebern Mehrkosten verursacht hat. Ich begreife nicht, wie das mit dem, was ich einst über Produkthaftung gelernt habe, vereinbar ist.

2016-07-11. MALHEUR #89.

»Groß- und Maxibrief, Bücher- und Warensendungen können direkt an eine Packstation gesendet werden.

Manche Brief- und Warensendungen sind zu groß für den Briefkasten des Empfängers. Ist dies der Fall, und der Zusteller trifft den Adressaten nicht zu Hause an, werden diese Sendungen, genau wie Pakete, entweder beim Nachbarn abgegeben oder in der Filiale hinterlegt. Der Empfänger wird dann mit einer Benachrichtigungskarte über den Verbleib seiner Sendung informiert.

Bequemer ist die Zustellung solcher Sendungen an eine durchgehend geöffnete Packstation. Genau wie für Pakete ist es auch für großformatige Briefsendungen (Großbrief, Maxibrief, Büchersendungen, Warensendungen) möglich, diese ohne Aufpreis direkt an eine Packstation in der Nähe schicken zu lassen. Dies muss direkt beim Bestellprozess bzw. beim Versender angegeben werden. Voraussetzung ist die vorherige Registrierung bei Packstation.«

[Quelle: deutschepost.de]

Wohingegen man am Tresen der Post oftmals so etwas hört, ich zitiere einen ebay-Verkäufer:

»Hallo […],

ich war bei der Post. Ich könnte keine Warensendung an Packstation schicken. da ist ein Versehen von Ebay wahrscheinlich. Ich bitte Sie den Kauf abzubrechen dann werde ich Ihnen Geld erstatten.
mfg
[…]«

Allerwertestes gelbes Versandwesen.

Habt Ihr den Schuß eigentlich nicht gehört?

2016-05-03. MALHEUR #84.

Warum bekomme ich an einem Dienstag eine Paketankündigung, daß ein Paket drei Tage später ankommen werde? Das ist doch sehr unregelmäßig.

Und warum kommt das Paket nicht am dritten Kalender- gleich zweiten Werktag bei mir an, sondern wird es erst am dritten Werktag überhaupt ins Zustellfahrzeug geladen?

Man sieht hier in der Verfolgung, daß wir einen Wunschnachbarn/-Ablageort bestimmt haben.

Heute morgen beim Frühstück fragte mich meine Freundin: »Meinst Du, das klappt?« – Meine Antwort war »Nein« und anschließend mußte ich darüber lachen, wie repräsentativ diese Frage und die Antwort sei.

Nun, wir waren über den Tag weg und als wir eben heimkamen und uns auf das 18-kilogramm-Paket freuten, war keines da. Eine Benachrichtigung war allerdings auch nicht da. Die Sendungsverfolgung sagt inzwischen, daß das Paket nicht persönlich übergeben werden konnte und es in eine Filiale gebracht werde, aus der wir es abholen könnten, und zwar ab dem Datum, das auf der Benachrichtigung stehe.

Weil nicht persönlich zu übergeben, hatte ich einen Ablageort bestimmt, Ihr ******!!

Auf der was sollen wir sehen können, wann wirs abholen können, Ihr ************ *********?!

Allerwerteste DHL: Wir müssen reden.

Fehler eins: Bei diesem einen Paket haben Sie angekündigt, daß das Paket zwei Werktage brauchen werde, statt des von Ihnen oft beworbenen nächsten Werktages.

Fehler zwei: Sie haben diese Anlündigung, die schon zu einhundert Prozent langsamer gewesen wäre als in Ihrer Werbung versprochen, nochmal um einen ganzen weiteren Werktag vergeigt.

Fehler drei: Ich habe zwei Tage vor geplant gewesener Zustellung eine Abstellberechtigung erteilt. Diese wurde nicht befolgt.

Fehler vier: Wir haben keine Benachrichtigung erhalten.

Wir haben uns dieses Paket schicken lassen mit allen Vorkehrungen, daß wir es nicht selbst transportieren müssen, weil wir das nicht können. Jetzt müssen wir einen Kubikmeter, der 18 Kilogramm wiegt, knapp zwei Kilometer weit transportiert bekommen. Sollen wir wieder einen Kurier rufen?

HACKT’S EIGENTLICH, IHR OPFER???!!!

Wir haben eben zu zweit eine 5m-Gurt-Schlaufe, an die ich noch eine Verstellschnalle genäht habe, uns jeweils um die Schultern gehängt und zwischen uns das Paket auf den Gurt gelegt, um im Gleichschritt uns 20 Minuten lang von Passanten bescheuert ankucken zu lassen. In der Postfiliale wurde seitens der dort Angestellten Postlern große Unzufriedenheit mit der DHL und ihren Mißerfolgen erklärt. Auch im Smalltalk mit einzelnen Passanten kam heraus, daß es hier große Unzufriedenheiten mit der DHL gibt. ICH BIN NICHT ALLEIN.

Wir haben die Benachrichtigung übrigens einen Tag bekommen, nachdem wir das Paket eigenhändig nachhausegeschleppt haben. In einem handschriftlich falsch adressierten Umschlag.

2016-04-14. MALHEUR #83.

Ihr DHL Paket kommt i. d. R. bereits am nächsten Werktag an.

Ganz selten kann es vorkommen, daß wir auch länger brauchen.

Ganz, ganz selten passiert es aber auch, daß wir es am zweiten Tag nicht in die Packstation legen können, es daher in die Filiale bringen, von wo man es ab frühestens dem Datum, das auf der Benachrichtigungskarte zu lesen sei, abholen könne.

Noch viel seltener passiert es, daß diese Benachrichtungskarte allerdings ein Gespenst ist. Und nicht mal die gewohnte SMS mit der Packstations-Nachricht bei mir ankommt.

Nahezu niemals kann der bedauernswerte Einzelfall passieren, daß die DHL drei Pleiten mit einem einzigen Paket anstellt.

Was nämlich dann durchaus zu passieren nicht ganz unwahrscheinlich ist: Der Empfänger wundert sich stil vor sich hin und die Sendung ginge morgen zum Absender zurück, hätte der Empfänger nicht gestern abend grad noch rechtzeitig die Sendungsnummer vom Absender geschrieben bekommen.

HACKT’S???!!!

2016-04-01. MALHEUR #81.

Dieselbe Einlieferung eines zweiten Paketes am selben Tag am selben Post-Tresen wie zuvor beschrieben endete allerdings wieder in einem Meßfehler um einhundert Prozent: >Unser DHL Paket kam entgegen der Regel erst am übernächsten Werktag an. Kleinlich, ist doch nur ein Tag, kommt doch nicht drauf an? Nein, auf einen Tag kommt es nicht an. Aber auf das falsche Versprechen, um die Vertragsbrüche, um die Verluste von Kundeneigentum, um die Verweigerung, dafür geradezustehen, und das alles unter der gelogen flatternden Flagge, fast alles am nächsten Werktag zu schaffen.

Scheißverein.