
[Hintergrund ist eine 100% korrekte Adresse in schöner Handschrift]


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Das vierte Fortuna in diesem Jahr!
Innerhalb von 18 Stunden und 22 Minuten ein Paket aus Köln in Hamburg zustellen zu können ist eine derart verblüffende Ausnahme, daß es nur daran liegen kann, daß es nicht an mich ging, sondern zu einer Freundin von mir..?
Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.
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NEIN. Es ging tatsächlich nicht mit rechten Dingen zu. Die Sendung sei laut Sendungsverfolgung, wenn man die PLZ eingibt, bei der originalen Dame zugestellt worden, heißt es. Diese saß in dem Moment aber 11km entfernt im Büro. Auch ihr Mitbewohner war nicht im Haus. Es gibt keine Benachrichtungungskarte, und das Paket ist nicht da, wo die Verfolgung es behauptet. Es ist spurlos weg.





ERGÄNZUNG 2020-10-02:
Die Empfängerin hatte sofort einen Zettel ins Treppenhaus gehängt mit der Frage nach dem Paket, das sie im Original scheinbar angenommen habe. Am nächsten feierabendlichen Heimkommen fand sie aus dem Nichts das Paket, das im Laufe des Tages wohl ein Nachbar vorbeigebracht hatte.
1.) Falsche Buchung durch den Zusteller als ›Empfängerin (orig.)‹ und 2.) keine Benachrichtigung, obwohl es doch ein Nachbar war. 3.) DHLs Hinweis, es sei zugestellt worden, und keine Chance, dem Chat-Bot auf facebook zu widersprechen. Hotlines alle im Feierabend. 4.) Nur durch Nachforschung der Empfängerin selbst auf gut Glück, in Abhängigkeit von der Ehrlichkeit der Nachbarn, das Paket doch noch bekommen.
Ah, gestern oder allerspätestens heute also? Ach nee. Voraussichtlich übermorgen, am Freitag.
Schon wieder ist ein Paket aus Hamburg, das in den deutlich südlich gelegenen Schwarzwald gesandt werden soll, deutlich nördlich seines Absendeortes in Neumünster gelandet, wo es bis zu dem Tage, an dem laut Werbung in der Regel spätestens die Zustellung vonstatten gegangen ist, immernoch liegt. Die Zustellung wird inzwischen für den vierten Werktag vorausgesehen.


Das dritte Fortuna in diesem Jahr!
Unbeschädigt binnen nur 2 Werktagen war es bei mir!

Ein Paket aus den USA, das schon im Zielland Deutschland war, und von da aus irgendwo nach Mexiko geflogen wurde, dann zurück irgendwo in die USA, und erst fünf Monate später in Hamburg ankam.
USA. BRD. MEX. USA. BRD. Fünf. Monate.

Zwei nicht geglückte Zustellversuche, wegen derer das Paket in die Postfiliale gebracht werde, und sieben Werktage Abholfrist verstreichen binnen nicht einmal 24 Stunden, wegen derer das Paket zum Absender zurückgeht? Lesen wir hier gerade Wolfgang Hohlbeins Druidentor? Ist das ein Fehler in der Matrix? Eine Schleife im Raum-/Zeit-Kontinuum? Ist es der unendliche Unwahrscheinlichkeitsdrive?
– »Oh nein, nicht schon wieder!« [der Petunientopf]



Radanhänger? Ich weiß gar nicht, wovon Sie reden! Haben Sie mal die Sendungsnummer? Dann schaue ich gern nach. Nee, die Sendungsnummer gibt es gar nicht, da beschuldigen Sie uns falsch.

Nun spielt ein weiterer Dieb aus Reihen der DHL mit zwei Achtziger-Jahre-Lego-Sets, die ich mir in Kindheits-Melancholie neulich auf ebay geholt hatte, die unglücklicherweise als nicht verfolgbares Päckchen versandt wurden.
Am vor-vergangenen Montag oder in der Regel spätestens Dienstag werde es zugestellt, so mutmaßte die DHL in ihrer Werbung für Päckchen. Am heutigen Mittwoch der folgenden Kalenderwoche, wo ich das schreibe, zähle ich sieben Werktage seither. DHL, Ihr kotzt mich so an.
Es stellte sich nun heraus, daß der ebay-Verkäufer, der mir Versandkosten in Höhe von 4,50€ berechnete und das als Päckchen erklärte, nachdem er meine Bitte um verfolgbaren Paketversand vollständig außer Acht gelassen hatte, nur 1,90€ in Briefmarken draufgeklebt und es als Warensendung frankiert hatte, die laut Werbung eine >Laufzeit von 2–4 Werktagen habe und am elften Werktag in Händen der DHL tatsächlich doch noch in meiner Packstation landete.
Ich hab die Schnauze so gestrichen voll von Euch, DHL und Post. Und Ihr seid noch die am wenigsten Mist bauenden, fürchterlicherweise.

Schnelle Lieferung (in der Regel 1-2 Werktage)
Dieses Paket ist auf den kurzen 116km aus Bremen nach Hamburg mal eben im hessischen Obertshausen gelandet, das verlängert die Route um 852km. Es hat am heutigen vierten Werktag die eigentliche Wegstrecke immernoch nicht einmal touchiert, sondern um ein fast acht-Faches verlängert! Eine voraussichtliche Zustellung wird überhaupt gar nicht genannt.

Das Paket hat nun seit seiner dortigen Landung NACH ÜBER achtunddreißig Stunden in Hessen einen ersten weiteren Scan erleben dürfen: Immernoch im hessischen Obertshausen?! Und.. Es werde jetzt für den Transport in Region des Empfängers vorbereitet?
Die Zeit, die dieses Paket gerade irgendwo zwischen Bremen und Hamburg in Hessen liegt, hätte ich zufuß das Paket aus Hamburg in Bremen abgeholt und nachhause gebracht – inklusive fast dreistündiger Pause irgendwo unterwegs.
Voraussichtliche Zustellung: ÜBERMORGEN?!


MALHEUR #200!
Schnelle Lieferung (in der Regel 1-2 Werktage).
Dieses Paket ist inzwischen auch am verstreichenden dritten Werktag dabei, seit nunmehr neunundzwanzig Stunden für den Weitertransport in die Region des Empfängers vorbereitet zu werden; und zwar wieder in 60km größerer Entfernung vom Ziel auf dem Schleswig-Holsteinischen Lande statt in Hamburg. Es hat bei Beginn des vierten Werktages nicht einmal ein Fünfzehntel der Gesamtstrecke zurückgelegt.

Zustellung, so heißt es, werde voraussichtlich morgen, am vierten Werktag erfolgen, und ich rechne den Abend meiner Einlieferung in die Packstation NICHT mit: Sa-Mo-Di-Mi.


»Die Zustellung erfolgt voraussichtlich heute.« [Innerhalb der vom Dienstag verbleibenden 37 Minuten].

»Gegebenenfalls verzögert sich die Zustellung.« [Donnerstag]

»Gegebenenfalls.«

Die Versandlaufzeit innerhalb Deutschlands beträgt ca. 1-2 Tage.
Laut Paketverfolgung korrekt: am heutigen Freitag, abgesandt vorgestern am Mittwoch.

Laut Email aber nicht mehr.
3 ∉ {1, …, 2}>

Wenn ich so arbeiten würde, wäre ich meinen Job seit 19 Jahren schon wieder los.

Zur Zeit nicht, nein. Später nochmal, ja.
Vielleicht am fünften Werktag, wenn das Paket, das ich 9,5km = anderthalb Fußstunden entfernt vom Empfänger in die Packstation gesteckt habe, hoffentlich endlich zugestellt wird? Obschon die Paketverfolgung anderthalb Stunden vor Mitternacht am Ende des vierten Werktages in Händen der DHL immernoch davon ausgeht, es werde heute noch im Zustellzentrum ankommen und zugestellt?
Warum wird ein Paket, das am Montag zwecks Zustellung in einer Entfernung zum Ziel von nur 9,5 Fuß-Kilometern südwärts in die Packstation gesteckt wurde, Mittwoch früh in 58km nördlicher Entfernung getrackt und bleibt dort für weitere anderthalb Tage liegen?
Warum sagt die Verfolgung nahezu mitternachts von Donnerstag auf Karfreitag, es werde am Donnerstag zugestellt – obwohl das letzte Tracking sagt, es sei gerade einmal in die Region des Empfängers zurückgekommen, aus der es losgesandt wurde? Immernoch kein Zustellfahrzeug. Spannend.

DHL, Ihr kotzt mich an. Und as schlimmste: So übel, wie Ihr seid, seid Ihr immernoch weniger übel als die Konkurrenz.
ERGÄNZUNG 2020-04-11:
Auch am heutigen fünften Werktag in den Händen der DHL hat das Paket zwar schon die 9,5km Fußstrecke zwischen Packstation und Zieladresse über Neumünster auf knapp 130km auf das fast vierzehnfache verlängert, ist aber immernoch nicht einmal in der Zustellbasis geschweige denn einem Zustellfahrzeug gelandet, und die Paketverfolgung sagt nicht einmal mehr, daß es voraussichtlich an diesem oder jenem Datum zugestellt werden könne. Es ist zumindest aber schonmal nach dem 65km-Ausflug aus der Start- sowie Ziel-Stadt heraus in den hohen Norden auf dem Lande all diese 65km in die Stadt des Empfängers sowie Absenders zurückgekehrt. Das ist ja schonmal was.