2017-10-02. MALHEUR #120.

Ich habe vor sieben Tagen mir einen sehr SEHR WICHTIGEN Brief schicken lassen.

Wenn 95% aller Briefe von der Post am nächsten Werktag zugestellt werden, und von den restlichen wiederum 95% am darauffolgenden Werktag, und vom Rest wiederum 95% am wiederum nächsten und so weiter, dann ist mein Brief unter sagenhaften 0,000000313% aller bei der Post zuzustellen beauftragten Briefe, denn er ist heute noch nicht im Briefkasten gewesen.

2017-07-06. FORTUNA #28.

Ich kann es kaum fassen! Ein Hattrick! Der erste in diesem Blog, glaube ich.

Drei »Fortuna«-Beiträge hinterinander, ganz ohne Problem-Beiträge dazwischen.

Es hat schon wieder geklappt mit einer a) unbeschädigten b) Zustellung binnen eines Werktages in eine c) funktionierende Packstation – und das zum jetzt dritten Mal in Folge.

ERGÄNZUNG 2017-07-26:

Nope. Kein Hattrick. Rückdatiert auf das Absendedatum, wie immer in diesem Blog, ergab sich am heutigen 26. Juli 2017 der soeben neuverfaßte Beitrag MALHEUR #114. Schade.

2017-07-03. MALHEUR #115.

Ja. Schade. Neulich dachte ich noch, es sei ein Hattrick: Drei Erfolge in einer Reihe für das gelbe Versandwesen.

Nope.

Ich habe am Datum dieses Beitrags eine Postkarte in Kiel losgeschickt, an eine Freundin in Hamburg.

Der Tag, an dem ich dies hier grad schreiberisch erzähle, ist der Tag, an dem die Karte in ihrem Briefkasten landete.

Der dreiundzwanzigste Tag nach Absenden. Aus Kiel. Nach Hamburg.

2017-06-20. FORTUNA #26.

Ich traue meinen Augen nicht. Eine Sendung hat es a) binnen eines Tages b) unbeschädigt in meine Packstation geschafft, ich habe c) eine (nicht keine oder zwei, nein: wirklich eine!) Benachrichtigungs-SMS bekommen und d) das Fach ließ sich auf Anhieb öffnen. BINGO!

Unfassbar, wie überraschend es auffällt, wenn mal eine von der DHL transportierte Sendung ihrer eigenen Werbung gerecht wird. Erschreckend, wie selten das passiert. Erschreckend? Nein. Nicht erschreckend. Zum Kotzen. Der heutige Stand beläuft sich auf fünfundzwanzig »FORTUNA«-Beiträge und MALHEUR #113 Sendungen mit jeweils ein bis fünf Versagern.

Seit fast siebzehn Jahren stelle ich selbst als Fahrradkurier hauptberuflich Sendungen zu. Mir ist noch nie etwas verlorengegangen, kaputtgegangen, oder ich war erst ein einziges Mal auf das doppelte der beworbenen Zustellzeit verspätet, weil ich unterwegs be einem Unfall erste Hilfe geleistet und einen Krankenwagen gerufen und diesen noch mit abgewartet habe. Hierüber wurde die Empfängerin telefonisch informiert. Niemals habe ich nicht gewußt, wo die Sendung sei, geschweige denn habe ich jemals abgestritten, sie befünde sich überhaupt in meinen Händen. Niemals hat meine Kuriertasche geklemmt, so daß der Empfänger seine Sendung nicht bekommen konnte. Wenn ich einem mich fragenden Absender mit etwas Toleranz antworte, vermutlich elf bis dreizehn Minuten zu brauchen, dann bin ich in zehn bis zwölf Minuten dort. Basta. Wenn ich keine Lust auf Treppen habe, dann gebe ich das nicht beim Nachbarn ab, sondern gehe diese verdammten Treppen rauf. Denn das ist mein Job, für den ich bezahlt werde. Bevor ich eine Benachrichtigung irgendwo dranklebe, rufe ich den Absender und/oder den Empfänger an, und suche erst nach deren Okay einen Nachbarn und klebe erst dann. Und all das ohne seit Jahrzehnten gewachsene und langsam ausgereift sein sollende Infrastruktur des Umfanges, wie die DHL sie aufweisen müßte.

2017-06-15. MALHEUR #114.

Sehr geehrte Post.

Was machen wir nun mit der Bücher-/Warensendung für den Ex-Nachbarn, der lange schon weder Klingelschild noch Briefkasten hat, die seit diversen Wochen nun einfach mal auf die Briefkästen gestellt wurde – der Empfänger werde es schon finden, wenn er das nächste Mal in seinem Ex-Treppenhaus vorbeikomme?

Besuchen Sie, liebe Damen und Herren in gelb, öfters mal Treppenhäuser, wo Sie mal gewohnt haben? Vielleicht, da Sie ja die Vorgehensweise kennen, daß dort gelegentlich Sendungen plaziert werden. Interessant. Nun, dieser Herr tut das offenbar nicht. Was sollen wir Nachbarn nun tun, die sich uns jeden Tag wundern, warum zum Kuckuck die zustellende Person das dort hingepackt hat?

2017-06-14. MALHEUR #113.

Die Sendung hat das Haus definitiv am 14.6.2017 verlassen. Ich schreibe dieses am inzwischen fünf Tage späteren 19.6.2017. Das Paket hätte i.d.R. am 15.6.2017 hier sein sollen. Ist es nicht, und nicht mal das Fuhrunternehmen weiß, was damit ist.

ERGÄNZUNG 2017-06-19:

Nein! Das Paket ist wieder aufgetaucht!! Schon am vierten Werktag nach dem theoretischen Termin der Zustellung wurde es im Start-Paketzentrum bearbeitet.

DHL, Ihr miesen Verlierer.

ERGÄNZUNG 2017-06-20:

HACKT’S?!

Nicht nur gerät das Paket tagelang in Unbekanntheit, sondern zerreißt Ihr jetzt auch noch den Karton? Auf der Rückseite war er sogar geklebt und durch das nicht geklebte Loch konnte ich den Inhalt sehen! Ich fasse Euch nicht.

2017-06-13. MALHEUR #111 und #112.

Seit drei Tagen wartete ich darauf, daß das Fach, in dem mein eines einzelnes MALHEUR #109 steckt, repariert werde. Es war mir doppelt gemoppelt mit zwei SMS angekündigt und zwei Tage später bei immernoch klemmendem Fach ebenso doppelt mit zwei weiteren SMS erinnert worden. Währenddessen sah ich heute in meinem Packstations-Login, daß zwei weitere erwartete Pakete seit einer halben Stunde in der Packstation lägen. Das war um viertel nach elf mittags. Zwei SMS dazu fehlten, pro Paket normalerweise eine. Ich kuckte, ob ich eine SMS bekäme, wenn ich auf »neue mTAN« klicke, aber es passierte auch da nichts. Weder im Browser meines Rechners noch auf meinem Handy. Der Button klickte reaktionslos.

Zwei Stunden später bekam ich eine SMS, daß ein neues Paket in der Packstation liege. Ich wunderte aber freute mich, komme doch gleich auch die zweite SMS für das zweite heutige Paket. Statt einer neuen mTAN war es dieselbe von vor drei Tagen. Der Button »neue mTAN« hat also wirklich nichts getan.

Und die SMS, daß heute ein neues Paket auf mich warte, blieb solo.

Eben zur Station, alle drei Pakete abholen gekonnt. Eine Nachricht, daß das Fach aus MALHEUR #109 repariert sei, gab es nicht, aber der Zufall der zwei neuen Pakete zeigte es mir ja.

Das MALHEUR #109 ist übrigens ganz schön in Mitleidenschaft gezogen worden. Foto gleich dort.

ERGÄNZUNG 2017-06-14:

Es wird nicht weniger Lustig. Das zweite der beiden heute angekommen Pakete, dessen Benachrichtungs-SMS fehlte, das ich vor etwa einer Stunde zusammen mit den anderen beiden Pakete abgeholt habe, kann ich laut einer SMS jetzt gerade eben abholen.

Nein?

2017-06-10. MALHEUR #110.

Das gelbe Versandwesen hat seinen Web-Auftritt mal wieder verschlimmbessert.

Möchte ich mich über mein Lesezeichen informieren, wie weit ein Paket ist, logge ich mich auf paket.de ein.

Wenn das nach dem neuen Webdesign mal so einfach wäre. Und ja, wir sprechen von einem Login. »Benutzername und Passwort eigeben« heißt das überall. Außer beim gelben Versandwesen.

Da heißt es:

1.) »E-Mail oder PostNummer eingeben«. Postnummer und Paßwort eingegeben.

2.) Captcha abwarten und durchklicken.

2.) »Diese Emailadresse ist uns nicht bekannt!«

3.) Dann halt doch die Emailadresse statt der Postnummer und Paßwort eingeben.

4.) »Postnummer oder Emailadresse eingeben«. SCHON WIEDER?! Post-Nr. und Paßwort eingegeben.

5.) Captcha abwarten und durchklicken.

6.) »Geben Sie Ihren Anmeldecode ein«

7.) Emails checken, Anmeldecode kopieren, Anmeldecode einfügen.

Dann erst neuerdings kann ich sehen, daß das erwartete Paket auf dem Weg in die Packstation ist.

HACKT’S?!