Was bei der DHL, die eine >»Schnelle Lieferung (ca. 1-2 Werktage)« bewirbt, auch passieren kann, ist, daß ein Paket am Freitag eingeliefert werde und statt am nächsten Werktag, dem Samstag, zugestellt wird, dann und auch am übernächsten Werktag gleich noch ein zweites Mal im Star-Paketzentrum »bearbeitet« werde. Das Ziel-Paketzentrum ist immernoch sehr weit entfernt.
Das nimmt ja langsam überhand, hier! Schon wieder ein unbeschädigtes Paket, das innerhalb jenes einen Werktages gemäß Werbung in einer funktionierenden Packstation lag.
In diesem Blog bislang also 31 werbungsgemäß geglückte Sendungen und 119 Pakete, bei denen mindestens eine, maximal fünf Sachen zugleich schiefgelaufen waren. Das bedeutet einen Fehlerquotienten von 79,33%. Es gibt sechs verfügbare Schulnoten und eine Sechs tritt zB im Falle eines Fehlerquotienten von 10% im Muttersprachdiktat der Oberstufe auf. Linear fortgerechnet ergibt sich für das gelbe Versandwesen eine Schulnote »Achtundvierzig plus«, da ich »Zustellungen« sozusagen mit einer Muttersprache der Post und DHL vergleichbar finde.
Ich habe vor sieben Tagen mir einen sehr SEHR WICHTIGEN Brief schicken lassen.
Wenn 95% aller Briefe von der Post am nächsten Werktag zugestellt werden, und von den restlichen wiederum 95% am darauffolgenden Werktag, und vom Rest wiederum 95% am wiederum nächsten und so weiter, dann ist mein Brief unter sagenhaften 0,000000313% aller bei der Post zuzustellen beauftragten Briefe, denn er ist heute noch nicht im Briefkasten gewesen.
Eine Warensendung, die einfach mal 15 Tage statt der beworbenen 3-4 Tage Laufzeit benötigt. Absenderadresse aus Deutschland, frankiert als deutsche Warensendung, obwohl es auf ebay ausgesehen hatte, als käme der Versand aus der Schweiz. Keine Ahnung. Ich hatte jedenfalls langsam schon wieder Angst bekommen.
Ich kann es kaum fassen! Ein Hattrick! Der erste in diesem Blog, glaube ich.
Drei »Fortuna«-Beiträge hinterinander, ganz ohne Problem-Beiträge dazwischen.
Es hat schon wieder geklappt mit einer a) unbeschädigten b) Zustellung binnen eines Werktages in eine c) funktionierende Packstation – und das zum jetzt dritten Mal in Folge.
ERGÄNZUNG 2017-07-26:
Nope. Kein Hattrick. Rückdatiert auf das Absendedatum, wie immer in diesem Blog, ergab sich am heutigen 26. Juli 2017 der soeben neuverfaßte Beitrag MALHEUR #114. Schade.
Schon wieder ein gutes Paket: unbeschädigt, pünktlich am nächsten Tag, und die Tür der Packstation funktionierte. Ich bin fassungslos! So viel Positivität in nur einem Paket!
Ich traue meinen Augen nicht. Eine Sendung hat es a) binnen eines Tages b) unbeschädigt in meine Packstation geschafft, ich habe c) eine (nicht keine oder zwei, nein: wirklich eine!) Benachrichtigungs-SMS bekommen und d) das Fach ließ sich auf Anhieb öffnen. BINGO!
Unfassbar, wie überraschend es auffällt, wenn mal eine von der DHL transportierte Sendung ihrer eigenen Werbung gerecht wird. Erschreckend, wie selten das passiert. Erschreckend? Nein. Nicht erschreckend. Zum Kotzen. Der heutige Stand beläuft sich auf fünfundzwanzig »FORTUNA«-Beiträge und MALHEUR #113 Sendungen mit jeweils ein bis fünf Versagern.
Seit fast siebzehn Jahren stelle ich selbst als Fahrradkurier hauptberuflich Sendungen zu. Mir ist noch nie etwas verlorengegangen, kaputtgegangen, oder ich war erst ein einziges Mal auf das doppelte der beworbenen Zustellzeit verspätet, weil ich unterwegs be einem Unfall erste Hilfe geleistet und einen Krankenwagen gerufen und diesen noch mit abgewartet habe. Hierüber wurde die Empfängerin telefonisch informiert. Niemals habe ich nicht gewußt, wo die Sendung sei, geschweige denn habe ich jemals abgestritten, sie befünde sich überhaupt in meinen Händen. Niemals hat meine Kuriertasche geklemmt, so daß der Empfänger seine Sendung nicht bekommen konnte. Wenn ich einem mich fragenden Absender mit etwas Toleranz antworte, vermutlich elf bis dreizehn Minuten zu brauchen, dann bin ich in zehn bis zwölf Minuten dort. Basta. Wenn ich keine Lust auf Treppen habe, dann gebe ich das nicht beim Nachbarn ab, sondern gehe diese verdammten Treppen rauf. Denn das ist mein Job, für den ich bezahlt werde. Bevor ich eine Benachrichtigung irgendwo dranklebe, rufe ich den Absender und/oder den Empfänger an, und suche erst nach deren Okay einen Nachbarn und klebe erst dann. Und all das ohne seit Jahrzehnten gewachsene und langsam ausgereift sein sollende Infrastruktur des Umfanges, wie die DHL sie aufweisen müßte.
Was machen wir nun mit der Bücher-/Warensendung für den Ex-Nachbarn, der lange schon weder Klingelschild noch Briefkasten hat, die seit diversen Wochen nun einfach mal auf die Briefkästen gestellt wurde – der Empfänger werde es schon finden, wenn er das nächste Mal in seinem Ex-Treppenhaus vorbeikomme?
Besuchen Sie, liebe Damen und Herren in gelb, öfters mal Treppenhäuser, wo Sie mal gewohnt haben? Vielleicht, da Sie ja die Vorgehensweise kennen, daß dort gelegentlich Sendungen plaziert werden. Interessant. Nun, dieser Herr tut das offenbar nicht. Was sollen wir Nachbarn nun tun, die sich uns jeden Tag wundern, warum zum Kuckuck die zustellende Person das dort hingepackt hat?
Die Sendung hat das Haus definitiv am 14.6.2017 verlassen. Ich schreibe dieses am inzwischen fünf Tage späteren 19.6.2017. Das Paket hätte i.d.R. am 15.6.2017 hier sein sollen. Ist es nicht, und nicht mal das Fuhrunternehmen weiß, was damit ist.
ERGÄNZUNG 2017-06-19:
Nein! Das Paket ist wieder aufgetaucht!! Schon am vierten Werktag nach dem theoretischen Termin der Zustellung wurde es im Start-Paketzentrum bearbeitet.
DHL, Ihr miesen Verlierer.
ERGÄNZUNG 2017-06-20:
HACKT’S?!
Nicht nur gerät das Paket tagelang in Unbekanntheit, sondern zerreißt Ihr jetzt auch noch den Karton? Auf der Rückseite war er sogar geklebt und durch das nicht geklebte Loch konnte ich den Inhalt sehen! Ich fasse Euch nicht.